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Bericht Altenaer Kreisblatt vom 31.07.2008

Ausstellung zeigt eine „neue“ Haßenpflug
Altenaer Künstlerin präsentiert im St. Vinzenz-Krankenhaus ihre Semesterarbeiten. Ausbildung an der Bochumer Kunstakademie

ALTENA • „Bin ich überhaupt in der richtigen Veranstaltung?“ mögen sich einige der knapp 50 Besucher am Dienstagabend im Foyer des St. Vinzenz-Krankenhauses gefragt haben. Denn die Ausstellung der stadtbekannten Künstlerin Ursula Haßenpflug sieht so gar nicht aus, wie man es seit vielen Jahren gewohnt ist: Von den 27 Bildern ist kein einziges in Aquarell gemalt.
Chefarzt Dr. Rüdiger Balbach lieferte in seiner gewohnt lockeren Ansprache dann die Erklärung: „Frau Haßenpflug hat sich gewandelt. Sie hat sich hinausgewagt an die Kunstakademie Bochum, um neue Techniken zu lernen.“ Schwerpunkt der Ausbildung ist am Anfang die realistische Malerei. Im ersten Semester wurden Trockenmaltechniken vermittelt, hier sollte mit Bleistift, Graphit, Rüttelstiften, Pastellkreiden und Kohle auf Schmirgelpapier ein Motiv mit Falten entstehen.
Verschiedene Fotokopien bildeten die Vorlage zu den Ölmaltechniken im zweiten Semester. Diese konnten von den Teilnehmern nach eigenem Empfinden abgeändert werden. Eine der Techniken stellt beispielsweise das Auftupfen der Farben dar, der so genannte Pointilismus (von englisch point = Punkt), eine andere das Malen mit Fingern. Der so entstandene überaus ästhetische „Männliche Oberkörper“ in schwarz und weiß fand am Dienstagabend sofort einen Käufer.
Bis auf eines können alle ausgestellten Exponate – Haßenpflugs Haus und Semesterabschlussarbeiten – für wenig Geld erworben werden. Die Arbeiten wurden vom Institut gefordert, um weitermachen zu dürfen, denn die Lehrgänge sind sehr gefragt und vom Anspruch her nicht mit einem Hobbymalkurs zu vergleichen. Der Altenaerin kommt es bei ihrer Ausstellung nicht in erster Linie darauf an, Anklang zu finden, sondern sie möchte die verschiedenen Möglichkeiten der bildlichen Darstellung vorstellen. Auf Wunsch erklärt sie diese auch, möchte außerdem dazu motivieren, mal die eine oder andere Technik selbst auszuprobieren – vielleicht ja irgendwann wieder unter ihrer Leitung in einem Kursus bei der VHS Rahmede.
Zu sehen ist die Ausstellung im St. Vinzenz-Krankenhaus bis zum 21. September. • gel

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