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Bericht Westfälische Rundschau vom 21.08.2010

Märkische Fotografen stellen ab Dienstag „Querschnitte“ im St. Vinzenz aus

Vereint in Liebe zur Fotografie

Altena. Menschen, Landschaften, Industrie, Blumen und Makrofotografien haben die Märkischen Fotografen für ihre neue Ausstellung im St. Vinzenz Krankenhaus eingefangen. Vom 24. August bis zum 10. Oktober zeigen sie Fotografien unter dem Motto „Querschnitte" aus einem Guss.
Das bezieht sich auf die silbernen Alu-Rahmen, die der Fotofreundeskreis mit hohen Ansprüchen für seine Gemeinschaftsausstellung organisiert hat. Es werden 36 Fotografien gezeigt von 18 Fotografen im
Alter zwischen 17 und 81 Jahren. Alle Fotos, bis auf zwei Ausnahmen, haben die Größe von 50 x 60 bzw. 40 x 40 cm.
Mit der Ausstellung möchten die Fotografen sowohl Kunst ins Krankenhaus bringen, als auch Patienten und Besucher von Sorgen und Krankheiten ablenken. Die Eröffnung erfolg am Dienstag, 24. August, durch Willi Prösser für den Kulturring der Stadt Altena. Den Einführungsvortrag hält Martin Bienefeld, Ehrenvorsitzender der MK-Fotografen. Er stellt auch die Frage in den Raum, welche Berechtigung ein Fotoclub in der heutigen Zeit der 1000 digitalen Klicks per Sekunde noch hat. Seine Antwort: „Dazu muss man etwas weiter ausholen. Willi Prösser war auch in seiner Berufszeit außerordentlich foto- und kunstaktiv. Er veranlasste die Gründung der ,Kleinen Galerie der Volksbank Altena' und so trafen wir oft zusammen. Wir, das waren einige Mitglieder des Fotoclub Rahmede und Mitglieder des VHS-Fotoclubs
Altena. Fusionen die heute an der Tagesordnung sind haben wir schon vorweggenommen und gründeten am 10.03.86 die Gruppe ,Märkische Fotografen'.
Über 20 Mitglieder
Heute sind wir über 20 Mitglieder Uns vereint natürlich die Liebe zur Fotografie, aber genauso wichtig ist die Gemeinschaft. Wir haben Bezirks- und Landesfotoschauen ausgerichtet, eine große Ausstellung hatten wir im Sterncenter und immer wieder stellen wir uns dem Wettbewerb innerhalb des deutschen
Verbandes für Fotografie und der FIAP, der internationalen Dachorganisation."

 

Bericht Westfälische Rundschau vom 26.08.2010

Märkische Fotografen zeigen eindrucksvolle Arbeiten im Vinzenz-Foyer - Ablenken von Sorgen und Krankheiten ist ihr Ziel

Perspektiven und Momente

Ina Hornemann
Altena. 2,7 Milliarden Digitalcameras sind weltweit im Einsatz und die Klicks Pro Minute kann niemand mehr zählen.
Martin Bienefeld, Ehrenvorsitzender der Märkischen Fotografen ahnt: „Eigentlich müsste schon alles fotografiert worden sein." Trotzdem haben Fotoclubs ihre Berechtigung, wie die aktuelle Ausstellung im St.-Vinzenz-Krankenhaus zeigt.
Die Märkischen Fotografen haben den Trend der Digitalfotografie zunächst kritisch beäugt und sich viele der neuen Möglichkeiten zunutze gemacht. Andere sind der Analogfotografie treu geblieben. Alle zusammen haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, eine Essenz des Besten zu erstellen, immer wieder neue Perspektiven zu finden und andere Menschen am eigenen Blick durch den Sucher teilhaben zu lassen.
„Querschnitte" heißt die neue Ausstellung im Foyer des Vinzenz-Krankenhauses, in der 18 Mitglieder der Märkischen Fotografen Werke aus jüngster Zeit präsentieren.
Die Auswahl ist vielseitig: Neckische Kindergesichter, innige Vater-Kind-Momente, Landschaften, Skylines, Natur und Stillleben lenken die Blicke auf sich. Viele der Mitglieder – das sieht man den Fotografien an – haben sich im Laufe der Jahre professionelle Ansprüche angeeignet. Alle lernen voneinander: Das jüngste Mitglied ist 17, der älteste Aktive ist 81 Jahre alt.
Gründungsmitglieder blieben am Ball
Viele Mitglieder der ersten Stunde der Märkischen Fotografen, die sich vor 25 Jahren in Altena gründeten, sind dem Club bis heute treu geblieben.
Martin Bienefeld leitete die Gruppe Fotointeressierter von Anfang an und gab unlängst die Geschicke an Carsten Miersch ab, den „bescheidenen, zuverlässigen Macher im Hintergrund", wie Gründungsmitglied Willi Prösser am Dienstagabend lobend erwähnte.
Er durfte ein großes Publikum im Krankenhaus-Foyer begrüßen. Fotografie hat sich an diesem Ausstellungsort etabliert. Zu sehen sind die Werke bis 10.Oktober im Krankenhaus.
Dort, so wünschen es sich die Fotografen, sollen sie Patienten und Besucher auch ein wenig von Sorgen und Krankheit ablenken.

INFO
Clubabend am 14.9.

 

Bericht Altenaer Kreisblatt vom 26.08.2010

Ein Querschnitt fotografischen Schaffens

ALTENA ▪ Über zahlreiche Besucher freuten sich die Mitglieder des Fotoclubs Märkische Fotografen am Dienstagabend bei ihrer Ausstellungseröffnung im Foyer des St. Vinzenz Krankenhauses.

„Querschnitte“ lautet die Überschrift für die Gemeinschaftsausstellung der Fotokünstler zum 25-jährigen Bestehen des Clubs. Genau dies spiegeln die sehr unterschiedlichen Motive auch wider. So sind aussagekräftige Porträts von Menschen unterschiedlichen Alters neben faszinierenden Tieraufnahmen oder endlos weit scheinenden Landschaftsaufnahmen zu sehen. Schwarz-Weiß-Fotografien wechseln sich dabei mit farbenfrohen Motiven ab.
Außenstehende werden zu Sehenden
Bei der Begrüßung der Gäste freute sich Willi Prösser über die vielen Besucher aus dem „näheren Umkreis“, denn die Ausstellung sei für die Menschen aus Altena und Umgebung gedacht. Sein ausdrücklicher Dank galt dem 1. Vorsitzenden der Märkischen Fotografen, Carsten Miersch, der sich „wie ein Hürdenläufer“ für die Ausstellung besonders engagiert habe. Zuvor ging der langjährige Vorsitzende Martin Bielefeld in einer Rede auf die Entwicklung der Fotografie und des Fotoclubs in den vergangenen Jahrzehnten ein. „Eine ungeheure Bilderflut mit Milliarden von Aufnahmen – vom Datenmüll bis Ausstellungsstück – überschwemmt heute die Betrachter“, sagte Bielefeld im Hinblick auf die rasende Entwicklung bei digitalen Kameras. Hier stellte sich für Bielefeld auch die Frage: „Welche Berechtigung hat da noch ein Fotoclub?“, wo doch alles geknipst sei. Dieser Meinung setzte Bielefeld entgegen, das durch die Bilder der heimischen Fotografen „auch Außenstehende zu Sehenden werden“.
Der Fels in der Bilderflut
Heute haben die Märkischen Fotografen mehr als 25 aktive Mitglieder, die in unterschiedlichsten Bereichen ihre Motive finden. In der Clubgeschichte gelangen den Mitgliedern viele prämierte Aufnahmen. „Wir wollen so aktiv weitermachen, wie in den ersten 25 Jahren“, sagte Carsten Miersch nach der Eröffnung, „und damit aus der Bilderflut herausragen“

 

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