Presse

Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 29.12.2011

Krankenhaus
Neue Ärzte am laufenden Band
                     
Management Pfarrer Schmalenbach (Aufsichtsrat), Franz-Jörg Rentemeister (Geschäftsführer St. Vinzenz Krankenhaus), Dr. Dietmar Stephan und Dr. Armin P. Wurth von der Deutschen KlinikUnion

Altena. Der Wandel im Gesundheitswesen treibt auch das St.-Vinzenz-Krankenhaus um. Doch neue Köpfe, neues Glück: Rettung naht Ende Mai in Person der Herren und Inhaber der Deutschen Klinik-Union, den Herren Dr. Armin P. Wurth und Dr. med. Stephan. Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister präsentiert das ganze Jahr über neue Doktoren in den Chefetagen.
Der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Chefarzt Hans-Hellmut Baumeister, hatte Ende Dezember 2010 gekündigt. Er wechselt im Frühjahr als Oberarzt nach Balve und gerät dort - wie später klar wird - vom Regen in die Traufe: Im November werden dort Schließungsabsichten öffentlich.

Das Altenaer Krankenhaus hingegen scheint von dem Wechsel in der Chirurgie zu profitieren. Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister beweist bei seinem Werben um neue Ärzte ein sehr glückliches Händchen. Dr. Peter Gruber wechselt aus dem von der Schließung bedrohten Krankenhaus Wickede-Wimbern nach Altena und bringt mit Mustafa Karoud gleich einen neuen Oberarzt mit. Die Weichen für eine deutlich stärkere Spezialisierung sind gestellt.
Patientenandrang im Versorgungszentrum
Der Unfallchirurg und Hand-Spezialist Dr. Peter Wolfgang Gruber ist Unfallchirurg und Handspezialist. Karoud übernimmt Orthopädie und Wirbelsäulen-Behandlungen. Sie beide erbringen sowohl stationäre Leistungen als auch ambulante Behandlungen im MVZ nebenan - auch das ist neu und sorgt für einen regelrechten Patientenandrang. Außerdem wird bekannt, dass im Januar Dr. Matthias Richter von Plettenberg nach Altena wechselt: Er bekommt ebenfalls einen Chefarzt-Posten und kümmert sich in Altena um die Weichteil-Chirurgie. Am 1. Oktober beginnt Mohamed Daw seinen Dienst als neuer Oberarzt.
Auch in der Inneren Abteilung bewegt sich etwas: Seit dem 1. Oktober ist Chefarzt Jens Linderhaus Ärztlicher Direktor. Sein Oberarzt Dr. Hans Helmut Mahr verrichtet in diesen Tagen seine letzten Dienste am St.-Vinzenz-Krankenhaus. Er geht zum Jahresende in Rente; will aber weiter einspringen. Auch für ihn hat Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister bereits Ersatz gefunden.
Im Pflegeheim übernimmt mit Stephan Borowski ebenfalls ein neuer Mann das Ruder.
In die Freude darüber, dass es weiter geht am St.-Vinzenz-Krankenhaus, mischt sich allerdings auch ein negativer Beigeschmack: Die Mitarbeiter/innen müssen auf Teile ihres Gehaltes verzichten.
Christof Hüls

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 22.12.2011

Krankenhaus St. Vinzenz dennoch erhalten
„Niemand geht so ganz“
ALTENA ▪ Jetzt geht auch der letzte der „alten“ St.Vinzenz-Ärzte: Mit vielen anerkennenden Worten und standing ovations der Krankenhaus-Mitarbeiter wurde am Donnerstag Hans Helmut Mahr in den Ruhestand verabschiedet. Von Thomas Bender
Oberarzt Mahr
Mahr ist – mit einer Unterbrechung während seiner Facharztausbildung – seit 1981 am Krankenhaus tätig, davon mehr als zwei Jahrzehnte als Oberarzt der Inneren Abteilung. Erwähnenswert: In dieser Funktion war er auch federführend, was die Zusammenarbeit der St. Vinzenz-Notärzte mit dem Rettungsdienst der Feuerwehr anging.
„Sie haben sich verdient gemacht um Patienten und Mitarbeiter des Krankenhauses“, sagte St. Vinzenz-Geschäftsführer Franz Jörg Rentemeister und ließ recht schnell die Katze aus dem Sack: Mahr wird wiederkommen. Er hat sich angeboten, bei personellen Engpässen einzuspringen. Die zeichnen sich jetzt schon ab, weil das Krankenhaus einerseits einen guten Zulauf verzeichnet, andererseits aber Planstellen für Ärzte nicht besetzt werden können. „Niemand geht so ganz“, scherzte Rentemeister, der die Situation sehr gut kennt: Auch er ist eigentlich Rentner.
„Die Blumen machen den Garten, nicht der Zaun“ – mit diesen Worten verdeutlichte der ärztliche Direktor, wie wichtig vor allem die im Krankenhaus tätigen Menschen für die Genesung der Patienten sind. „Und sie blühen mehr als vorbildlich im Garten St. Vinzenz“, sagte Jens Linderhaus weiter. Wie die anderen Redner auch lobte er die humorvolle Art des Neu-Pensionärs.
„Herzlich willkomen im Club der Rentner“, sagte Dr. Rüdiger Balbach und bezeichnete Mahr als „liebenswert, fröhlich, gut gesonnen“. Sein Rat: Aus dem Ruhe- einen Unruhestand machen.
„Der Kapitän ist schon gegangen. Jetzt folgt ihm der Steuermann.“ Mit diesen Worten sponn Mahr den von Balbach vorgegebenen Faden weiter. Er hielt eine mit viel Witz durchsetzte Abschiedsrede. „Ein schönes Städtchen“ habe er gedacht, als er im Herbst 1981 von Nachrodt kommend zum ersten Mal nach Altena fuhr – „ich kannte ja die Seitentäler noch nicht“. Schallendes Gelächter vor allem bei den Beschäftigten löste seine Schilderung einer OP-Szene im Alten Krankenhaus aus. „Die Leute sind eben robust hier auf dem Land “ – nur so konnte er sich damals erklären, dass nicht eine Sepsis die nächste jagte.
„Irgendwann ist jede Zeit vorbei“, sagte Mahr. Der Aufschwung, den das Haus zur Zeit erlebe, habe ihm die Entscheidung, mit 63 in Rente zu gehen, leichter gemacht. Wie viele seiner Kollegen klagte auch Mahr über die Veränderungen, die der Ärzteberuf erfahren hat: „Das ist heute zu 50 Prozent Bürokratie. Man schreibt und schreibt und schreibt. So macht die Arbeit keinen großen Spaß mehr“.
Mahr scheidet zum 31. Dezember aus, an Weihnachten hat er noch Dienst – „so ist das eben, wenn man einen Chef mit kleinen Kindern hat“. Was seine zukünftige Nebentätigkeit im Krankenhaus angeht, hat Mahr klare Anforderungen an die Mitarbeiter: „Ihr müsst ganz lieb zu mir sein. Ich bin jetzt Rentner und nicht mehr so belastbar“.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 20.10.2011

St. Vinenz-Krankenhaus Gruber Chirurgie offiziell eingeführt am Mittwoch Trägerwechsel Vertrag komplett

Manchmal werden schon die Betten knapp
ALTENA ▪ „Wir sind dankbar, dass St. Vinzenz-Krankenhaus schon neue Fahrt aufgenommen hat.“ Das stellte am Mittwoch Pfarrer Ulrich Schmalenbach an den Anfang seiner Begrüßungsworte.

Nach einem Festgottesdienst in St. Matthäus schloss sich am Abend die offizielle Einführung des neuen chirurgischen Chefarztes Dr. Peter Gruber im Kreise zahlreicher Gäste im Pfarrheim von St. Matthäus an. Zwar praktiziert der Mediziner bereits seit dem 1. Juli am Ort, doch gehöre es sich, diesen personellen Neubeginn auch festlich zu begehen, meinte Schmalenbach. Er zitierte in seinen Worten immer wieder den Autobauer Henry Ford und stellte fest: „Ich finde es ermutigend, dass wir jetzt schon einige Zeit in der Disziplin Chirurgie einen Bettennotstand haben. Das stimmt mich froh.“
Modernes Management im Gesundheitswesen
In diese Kerbe schlug auch Franz Jörg Rentemeister als Geschäftsführer. Die gewählte Kombination aus Praxis und ambulanter Versorgung und die personelle Aufstockung in vielen weiteren Disziplinen des Hauses, unter anderem mit Oberarzt Mustafa Karoud als Tandempartner von Dr. Peter Gruber, trage erste Früchte. „Ich stelle fest: Das ist modernes Management im Gesundheitswesen.“
Ausdrücklich dankte Rentemeister allen Mitarbeitern und Entscheidungsträgern des Hauses, die schwierige Jahre hinter sich hätten. Dank sagte er aber auch der Bevölkerung Altenas und Umgebung. Sie begleite den Neubeginn des Hauses sehr positiv. Das führe derzeit zu Überlegungen, sogar eine Kurzliegerstation neu einzurichten. „Wir haben das Schiff St. Vinzenz gemeinsam auf einen guten Weg gebracht“, stellte er unter Beifall fest. Der wird kommenden Mittwoch übrigens notariell besiegelt. Rentemeister kündigte an, dass dann die entsprechenden Verträge mit der Deutschen Klinik-Union, dem neuen Träger, unterzeichnet werden. St. Vinzenz sei oft totgesagt worden, das sei vorbei. „Bitte tragen sie das auch nach außen!“
Linderhaus wird Ärztlicher Direktor
Dr. Jens Linderhaus, Ärztlicher Direktor des Hauses, dankte in seinen Worten auch Geschäftsführer Rentemeister. „Wir haben Erfolg gehabt, auch, weil wir eine vernünftige Geschäftsführung bekommen haben.“ Grubers dreimonatiges Wirken habe bisher „eingeschlagen wie eine Bombe.“ Der Internist sprach von einer hohen Entscheidungsdichte der letzten Wochen und Monate, „wir haben jetzt sogar eine Win-Win-Situation.“ Weil das Teamwork im Haus klappe und gut funktioniere, habe er keinen Zweifel, dass es weiter bergauf gehe.
Dr. Peter Gruber schließlich räumte ein, vielleicht noch nicht ganz in Altena angekommen zu sein. Doch auch er machte Anleihen bei Henry Ford in seinen Ausführungen und sprach allen Kollegen und dem Führungsteam „meinen aufrichtigen Respekt für die Bewältigung der Schwierigkeiten aus. Der Weg ist begonnen, aber es ist eben nur der Beginn“, meinte er. Er werde mit ganzer Kraft daran arbeiten, „zufriedene Patienten zu haben. Nur die sind schließlich der Schlüssel zum Erfolg.“
Von Johannes Bonnekoh

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 19.10.2011

Krankenhaus
Vinzenz-Trägerwechsel so gut wie perfekt

Altena, 19.10.2011, Christof Hüls

Dr. GruberSt.-Vinzenz-Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister gratulierte dem neuen Chefarzt der Chirurgie, Dr. Peter Gruber (li.). Foto: Christof Hüls

Altena. Am kommenden Mittwoch wird der Krankenhaus-Betreiberwechsel perfekt gemacht. Das gab Vinzenz-Geschäftsführer heute (Mittwoch) Abend am Rand der Einführung von Chefarzt Dr. Peter Gruber bekannt.
Die Nachricht löste Erleichterung aus, wie der spontane Beifall im Pfarrsaal von St. Matthäus zeigte. Franz-Jörg Rentemeister erklärte, dass sich Kirche und Deutsche KlinikUnion am Mittwoch kommender Woche beim Notar treffen würden, um den Wechsel endgültig festzumachen.
Noch einmal hatte die Katholische Kirche die Federführung bei einem Chefwechsel. Die neue chirurgische Mannschaft wächst. Beim Empfang am Abend lernten die 50 Gäste auch gleich weitere neue Gesichter kennen.
Dr. Matthias Richter tritt am 1. Januar 2012 als Chefarzt für die Bauchchirurgie seinen Dienst an der Bornstraße an. Gestern Abend nahm er erstmals offiziell an einem öffentlichen Termin teil. Mit seinem Dienstantritt stellt sich die Chirurgie breiter und spezialisierter denn je auf. Bereits seit dem 1. Oktober operiert Mohamed Daw als Oberarzt am St.-Vinzenz-Krankenhaus. Er arbeitete bisher, wie Dr. Richter, am Plettenberger Krankenhaus.
Seit dem Monatsbeginn fungiert der Chefarzt der Inneren, Jens Linderhaus, als Ärztlicher Direktor.
Doch am Mittwochabend stand Dr. Peter Gruber im Mittelpunkt. Der 52-jährige gab sich überzeugt vom neuen Konzept an der Bornstraße. Die Zusammenarbeit an der Bornstraße funktioniere „hervorragend“. Genau das sei unbedingte Voraussetzung für eine Zukunft des Altenaer Krankenhauses. Dr. Gruber: „Ich habe ein Ziel: zufriedene Patienten.“ Das sei ein Schlüssel zum Erfolg.
Die Arbeit des neuen Chefarztes und seines neuen Oberarztes, Mustfa Karoud, kommt bei den Altenaern scheinbar gut an. Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister sprach sogar von zeitweiser Bettenknappheit. Die Innere Abteilung half aus - auch das ein Zeichen der überaus guten Zusammenarbeit im St. Vinzenz.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 05.09.2011

St. Vinzenz: Neuer Pflegedienstleiter ist da
ALTENA - Das St.-Vinzenz-Krankenhaus und das angegliederte Pflegeheim haben einen neuen Pflegedienst- und Heimleiter. Zum 1. September trat Stephan Borowski seinen Dienst in dieser Dreifachfunktion in der Burgstadt an.
Stephan Borowski
Der „Neue“ ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Der Mann, der in Letmathe ein Eigenheim bewohnt, bringt eine „über 20-jährige Erfahrung in der Leitung verschiedener Einrichtungen mit“, wie er sich selbst beschreibt. Zuletzt war er in vergleichbarer Funktion in einer Einrichtung der evangelischen Kirche in Wetter tätig. Davor gab es Stationen in Wuppertal und Köln (Krankenhäuser) oder Menden (Perthes-Pflegeheim).
Stephan Borowski ist der Neue am Krankenhaus und Alten- sowie Pflegeheim St. Vinzenz  

Er möchte zunächst „viele Gespräche führen und gut zuhören“. In seinen neuen Tätigkeitsfeldern löst er Schwester Ulrike als kommissarische Leiterin des Pflegeheimes (47 Plätze) ab und folgt Schwester Irene, die die Leitung des Heim-Pflegedienstes inne hatte. Im St. Vinzenz-Krankenhaus ist Borowski als Pflegedienstleiter Nachfolger der pensionierten Ulrike Eller.
Dass das Haus in den letzten Wochen und Monaten oft Gesprächsthema am Ort war, hat den zupackenden Familienvater nicht abgehalten, sich auf die entsprechende Stellenanzeige zu bewerben. Und er nennt sein Lebensmotto, das er auch an einer Pinnwand in seinem neuen Büro gut sichtbar aufgehängt hat: „Wer aufhört besser zu werden, wird irgendwann aufhören, besser zu sein.“ Heißt in die tägliche Arbeit übersetzt für ihn: „Ich möchte das gute Niveau beider Einrichtungen halten, möglichst noch ausbauen.“ Und fast ein wenig kämpferisch fügt er an: „Wo es Schwierigkeiten gibt, nicht immer alles glatt läuft, ist eben nichts eingefahren. Das heißt doch wohl, da gibt es viel zu bewegen.“ Das möchte der bekennende „Teamplayer“ – „allein kann man wenig bewegen, im Team aber fast alles“ – auch in der täglichen Arbeit beherzigen.
Lesen nennt Stephan Borowski als sein liebstes Hobby. Dass er sich gerne im Garten aufhält, folgt unmittelbar. Daraus sei aber nicht abzuleiten, dass er auch sehr gerne Gartenarbeit leiste. Das müsse zwar gemacht werden, sei für ihn aber eher ein lästiges Übel.
Vorgestellt hat sich der „Neue“ in beiden Häusern bereits Ende letzter Woche. Da gehörte er zu den Gästen der Seniorenfeier im Vinzenz-Pflegeheim. „Es hat mir gefallen. Ich bin sogar länger geblieben, als geplant.“
von Johannes Bonnekoh

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 07.07.2011

Neue Chef-Chirurgen im Vinzenz
Altena, 07.07.2011, Christof Hüls

Der neue Chefarzt der Vinzenz-Chirurgie, Dr. Peter Wolfgang Gruber (li., und Oberarzt Mustfa Karoud mit ihrem ersten Patienten: Werner Krawatke hatte sich am Freitag den Oberschenkel gebrochen.
Altena. Für die neuen Chef-Chirurgen am St. Vinzenz war es ein Einstieg nach Maß: mit einem Beinbruch. Ohne großes Hallo fanden sich Dr. Peter Wolfgang Gruber und Mustfa Karoud am ersten Dienst-Tag gleich morgens im OP wieder. Ein 65-jähriger Altenaer hat sich den Oberschenkel gebrochen.
Neuer Monat, neues Krankenhaus, neuer Operationssaal, neue Kollegen, neue Aufgaben: Davon hat sich der neue Chefarzt Peter Wolfgang Gruber die Laune offenbar nicht verderben lassen. Er geht mit viel Schwung und hohen Erwartungen an die Arbeit in Altena. Den neuen Kollegen - Pflegepersonal wie Ärzten - zollt er Respekt: „Die Leute hier sind routiniert und erfahren.“ Oberarzt Mustfa Karoud fühlt sich gut aufgenommen: „Ich habe nicht das Gefühl, mit Fremden zu arbeiten.“

Neue Organisation und neue Angebote
Bei Chirurgen muss schließlich alles Hand in Hand laufen. Doch bis es richtig rund läuft, muss der neue Chefarzt einiges umorganisieren. Denn auch sein Arbeitsbereich ist neu: Mit jeweils einem Bein stehen der 52-Jährige Mendener Chefarzt und der 43-jährige Oberarzt im Krankenhaus an der Bornstraße. Das andere Bein steht in der Praxis im Gesundheitszentrum an der Steinstraße. Dort ist zu allem Überfluss Chirurg Dr. Strauß ausgefallen. Es gilt, den Spagat zwischen stationärer und ambulanter Versorgung zu schaffen. Noch gibt es ambulante Termine montags und freitags. Mittwochs operieren die beiden neuen Ärzte ambulant, dienstags und donnerstags kommen die stationären Fälle unters Messer.
An der ein oder anderen Stelle sehen die beiden Ärzte Investitionsbedarf. Junge Ärzte bringen neue Methoden an ein Krankenhaus. Aber nicht nur das: Mit den neuen Medizinern kehrt auch eine neue Arbeitsteilung am St.-Vinzenz-Krankenhaus ein.
Wie berichtet, kümmert sich Dr. Harald Hesler bis zum Jahresende um die Viszeral-Chirurgie (Weichteile). Mit Dr. Matthias Richter ist schon ein Nachfolger gefunden. Richter wechselt am 1. Januar von Plettenberg nach Altena auf den neuen (dann zweiten) Chefarzt-Posten der Chirurgie.
Peter Wolfgang Gruber ist Spezialist für Unfall-, Hand- und plastische Wiederherstellungschirurgie. Mustfa Karouds Spezialgebiet sind Knie-, Hüft- sowie Schultergelenke sowie Wirbelsäulen-Operationen. Als Orthopäde füllt er sogar eine Versorgungslücke in der Burgstadt.
Es erwecke fast den Anschein, als hätten zahlreiche Altenaer auf diese neuen Mediziner nur so gewartet, schmunzeln die zwei. Arbeit gibt es mehr als genug. Den niedergelassenen Kollegen will sich Gruber demnächst persönlich vorstellen. Doch noch ist zu viel im eigenen Haus zu regeln.
Dem 65-jährigen Patienten mit dem gebrochenen Oberschenkel geht es inzwischen hervorragend - obwohl ihn genau dieses Verletzungspech schon einmal ereilte. Werner Krawatke lief am Dienstag auf Krücken durchs Haus und würde lieber heute als morgen wieder nach Hause.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 05.07.2011

Neue Vinzenz-Ärzte treten ihren Dienst an
ALTENA - Erich Krawatke läuft schon wieder – der Rentner war der erste, den der neue Chirurgie-Chefarzt Dr. Peter Gruber und Oberarzt Mustfa Karoud operierten.
Dr. Gruber mit Patient

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:
Bender

Erich Krawatke (vorne) geht es schon wieder gut. Er dankt den Ärzten Mustafa Karoud und Dr. Peter Gruber
Sie standen am Freitag schon zwei Stunden nach ihrem Dienstantritt im St.Vinzenz-Krankenhaus am OP-Tisch, um bei Krawatke einen komplizierten Oberschenkelbruch zu richten. Das sei ein spannender Auftakt ihrer neuen Tätigkeit gewesen, sagten die beiden Chirurgen gestern und zollten gleichzeitig ihren neuen Mitarbeitern ein großes Lob. Karoud: „Ich hatte nicht das Gefühl, mit neuen Leuten zu arbeiten“. Beide Ärzte bescheinigten sowohl dem OP-Team als auch den Assistenzärzten „viel Erfahrung“, was die Zusammenarbeit wesentlich erleichtere.
Trotzdem ist vieles anders – sowohl für die neuen Ärzte als auch für Mitarbeiter und Patienten. Immerhin übernehmen Dr. Gruber und Karoud nicht nur den Dienst im Krankenhaus, sondern gleichzeitig auch die Praxis von Dr. Strauß. „Wir müssen viel organisieren“, berichteten die beiden gestern – auch deshalb, weil es an Patienten nicht mangelt. „Vor allem Rücken“, schmunzelt Gruber – offensichtlich hat sich die Nachricht, dass es in Altena jetzt mit Karoud wieder einen Orthopäden gibt, schnell verbreitet.
Ihm sei klar, dass er „schnellstens“ den Kontakt zu den Hausärzten suchen müsse, sagte Gruber. Ihnen will er erklären, welche Möglichkeiten die Chirurgie im Krankenhaus jetzt hat, auf dass sie möglichst viele Patienten zu ihm schicken. Gleichzeitig geht es darum, deren bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Neue Instrumente seien dazu erforderlich, auch neue Implantate. „Auch das Röntgengerät ist nicht mehr das modernste“, kündigt der neue Chefarzt schon mal ganz vorsichtig Wünsche an.
Komplett wird der organisatorische Umbau der St. Vinzenz-Chirurgie erst zum Jahreswechsel: Dann kommt Dr. Richter als Visceralchirurg nach Altena. Der Plettenberger löst Dr. Harald Heisler ab, der sich bislang um Blinddärme und andere Weichteile kümmert und längst im Rentenalter ist.

von Thomas Bender

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 25.06.2011

St. Vinzenz Zwei weitere Chirurgen kommen zum 1. Januar
Altena, 25.06.2011, Christof Hüls
Gesellschafter

Dr. Dietmar Stephan und Dr. Armin P. Wurth von der Deutschen KlinikUnion, Franz-Jörg Rentemeister (Geschäftsführer St. Vinzenz Krankenhaus),
Altena. An ihren anderen Standorten hat die Deutsche KlinikUnion (DKU) bereits ihre Bereitschaft zu mutigen Schritten gezeigt. Auch für das St.-Vinzenz-Krankenhaus schmieden Dr. Dietmar Stephan und Dr. Armin Wurth Pläne.
Beim Pressegespräch am vergangenen Mittwoch verrieten sie zu Details noch wenig. Allerdings kündigten sie an, dass zum 1. Januar 2012 zwei weitere neue Chirurgen ihren Dienst am St.-Vinzenz-Krankenhaus beginnen. Sie decken den Bereich der Viszeral-Chirurgie (Weichteile) ab.
DKU-Geschäftsführer Dr. Dietmar Stephan formuliert: „Wir werden aus dem Krankenhaus Altena keine Uniklinik machen können und auch nicht wollen.“ Die Krankenhaus-Bedarfsplanung und letztlich die Krankenkassen setzen einen engen Rahmen. Neue Abteilungen werde es in Altena nicht geben. Die DKU-Gesellschafter sehen aber innerhalb der vorhandenen Disziplinen große Möglichkeiten einer inneren Spezialisierung.
Das Krankenhaus solle in seiner Struktur und Identität erhalten bleiben. Das sei ein „wichtiger Erfolgsfaktor“. Die neuen Inhaber sehen die „große Verbundenheit“ der Bevölkerung und der Mitarbeiter mit „ihrem Krankenhaus“. Die Akzeptanz des Hauses in der Region sei ein entscheidender Faktor für den Erfolg, ergänzt Dr. Armin Wurth, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter der DKU.
Keine Synergieeffekte
Und da ist aus ihrer Sicht noch einiges drin für das Vinzenz-Krankenhaus.
Synergieeffekte mit den bereits zur DKU gehörenden Häuser sehen die beiden Krankenhaus-Fachleute nicht.
Die Standorte lägen zu weit auseinander. Sehr wohl jedoch profitiere man vom Know-How der anderen.
Die zwei haben nicht nur für St. Vinzenz einen Fünf-Jahres-Plan erarbeitet, sondern auch eine große Vision für ihr Unternehmen: „In den kommenden fünf Jahren soll die Gruppe zu einer der bedeutenden Träger von medizinischen Einrichtungen in Deutschland ausgebaut werden“, heißt es auf der Internet-Seite. Auch im Märkischen Kreis ist die DKU auf Brautschau.
Als Eckpfeiler ihrer Unternehmensphilosophie nennen sie schlagwortartig „Christliche Werte“, „Innovative Konzepte“, Medizinische Qualität, •Konservative, nachhaltige Unternehmenspolitik“ und „Beständigkeit ohne Renditemaximierung“.
Dr. Dietmar Stephan bezeichnet sich als medizinstrategischer Kopf“ des Unternehmens. Er durchschlägt in seiner Position die alte Barriere zwischen Chefarzt auf der einen und Geschäftsführung auf der anderen Seite - wie es selbst Laien seit der TV-Serie „Schwarzwaldklinik“ kennen. Der Chirurg operiert auch selbst: minimalchirurgisch in Siegen. Der frühere Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am St.-Marien-Krankenhaus und Ärztlicher Direktor der Weiss-Klinik Kredenbach leitet das Zentrums für minimal-invasive Chirurgie (MIC).

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 24.06.2011

Übernahme St. Vinzenz Krankenhaus: „Eine große Chance für Altena“, sagt Hollstein. „Super Sache“ meint SPD-Chefin Ibrom

Wünsche: Vertrauen und weitergehende Infos

ALTENA ▪ Er freue sich, dass der katholischen Kirche in Sachen St. Vinzenz Krankenhaus ein „vernünftiger Stabwechsel“ gelungen ist, meinte Dr. Andreas Hollstein in seiner Funktion als Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins gestern auf Anfrage. Dazu beigetragen hätten auf jeden Fall auch die Altenaer. „Sie sind auf die Straße gegangen.“

Hollstein hofft jetzt, dass die Bürger in der Zukunft auch dem Krankenhaus, seinen Ärzten und dem Pflegeteam ihr Vertrauen schenken werden. „Es ist eine große Chance für Altena.“ „Christliche Werte, patientenzentrierte Leistungserbringung, medizinische Qualität, konservative und nachhaltige Unternehmenspolitik, Wirtschaftlichkeit ohne Renditemaximierung“ – auf diesen Eckpfeilern basiert die Unternehmensphilosophie der Deutsche KlinikUnion und der Deutschen KlinikManagement, sagen die Geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Armin Wurth und Dr. Dietmar Stephan. Und: „Das Krankenhaus soll in seiner Struktur und Identität erhalten bleiben, das ist ein wichtiger Erfolgsfaktor bei einem Gesellschafterwechsel. Die große Verbundenheit der Bevölkerung und der Mitarbeiter mit ‚ihrem Krankenhaus‘ soll weiter gefördert und ausgebaut werden. Die Akzeptanz des Krankenhauses in der Region ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg.“
Irmgard Ibrom, die Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat der Stadt, hofft nun, dass die neuen Ärzte am St. Vinzenz recht schnell das Vertrauen der Altenaer gewinnen, damit „das Krankenhaus wieder ein Krankenhaus ist“. Dass Wurth Kaufmann und Stephan ein Mediziner ist, bewertet sie als „gute Mischung“. Wenn die beiden Männer es schafften, das Haus wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen, dann sei das eine „super Sache“.
„Die katholische Kirche wollte das Krankenhaus ja schließen“, sagte Oliver Held. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen erinnerte daran, dass die Altenaer auf die Straße gegangen sind und für den Erhalt des Krankenhauses gekämpft haben. Für ihn ist die Übernahme durch Deutsche KlinikUnion und Deutsche KlinikManagement erstmal eine gute Nachricht, weil „das ist eine neue Perspektive für das Haus“. Held freut sich darüber, dass die neuen Inhaber um Transparenz bemüht sind. Was er sich aber noch wünscht ist, dass es bald weitergehende Informationen gibt, besonders was die katholische Kirche und deren Verantwortung für den Weiterbetrieb und für die Mitarbeiter angeht.
Für FDP-Chef Bernhard Diel klingt das, was Wurth und Stephan sagen, vielversprechend. „Ich freue mich, dass es weitergeht und, dass das Angebot ausgebaut werden soll. Das ist ein positiver Schritt fürs Krankenhaus.“ Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Uwe Scholz, war gestern für eine Stellungsnahmen nicht zu erreichen.
Positiv blickt auch Ulrich Schell, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung von St. Vinzenz, in die Zukunft. „Wir müssen uns zusammenraufen und alle mitanpacken“, ist er sich dennoch im Klaren. Die Mitarbeiter müssten Opfer bringen, das hätten die neuen Inhaber bereits deutlich gesagt. „In welcher Größenordnung, das bleibt abzuwarten.“ In der kommenden Woche würden diesbezüglich erste Gespräche geführt. „Es soll nicht auf Biegen und Brechen gespart werden“, so Schell – momentan sei keine Rede von Stellenabbau. Vielmehr lägen zahlreiche Bewerbungen für die derzeit unterbesetzte Pflege auf dem Schreibtisch. ▪ Von Ilka Kremer

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 22.06.2011

Neuer Träger des Altenaer Krankenhauses: Deutsche KlinikUnion und deren Schwester die Deutsche KlinikManagement

Zwei Doktoren übernehmen St. Vinzenz
Die „Deutsche KlinikUnion GmbH“ (90 Prozent) und die „Deutsche KlinikManagement GmbH“ (10 Prozent) übernehmen ab 1. Juli das St. Vinzenz Krankenhaus – der Name bleibt. Mit großer Freude gab das gestern der Aufsichtsratsvorsitzende Pfarrer Ulrich Schmalenbach bekannt.

Dr. Wurth und Dr. Stephan

„Es war ein langer Weg bis heute“, meinte er. Aber jetzt sei sicher, dass das Haus als Akutkrankenhaus weitergeführt wird. Denn: „Wir wollten nie etwas anderes“, so Schmalenbach. Die Deutsche KlinikUnion (DKU) ist ein inhabergeführter privater Klinikträger. Die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter sind der Mediziner Dr. Dietmar Stephan und Betriebswirt Dr. Armin Wurth. Seit ihrer Gründung hat die DKU gemeinsam mit ihrer Schwestergesellschaft, Deutsche KlinikManagement (DKM), die Verantwortung für insgesamt neun Gesundheitseinrichtungen in NRW und Nordhessen übernommen, wie beispielsweise vor einem Jahr das Krankenhaus in Warstein. „Es stand kurz vor der Insolvenz, und jetzt ist das Jahr 2010 schon positiv“, erklärte Wurth. Für Altena haben die beiden Männer einen Fünf-Jahres-Plan aufgestellt. Die Stimmung in Sachen Krankenhaus wollen sie bereits in rund neun Monaten ins Positive gedreht haben, eine schwarze Null in der Bilanz streben Wurth und Stephan für Anfang 2013 an.
Ihr Konzept: der Ausbau der medizinischen Leistungen. „Der Patient wählt das Krankenhaus nach den Ärzten, nicht nach der Infrastruktur des Hauses – die wirklich gut ist – aus“, ist der Mediziner Stephan sich sicher. Bereits begonnen worden sei mit der chirurgischen Abteilung und dem neuen Chefarzt Dr. Gruber. Er decke mit seinem Team die Endoprothetik, die Wirbelsäulen- und Handchirurgie ab. Hinzu käme ab 1. Januar 2012 ein weiterer Chefarzt für die Allgemein- und Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie). Internistisch sei das Krankenhaus mit Chefarzt Jens Linderhaus gut aufgestellt. Zudem sei er Geriater, was vor dem Hintergrund, dass neurologische Erkrankungen zunehmen, von großer Bedeutung für Altena sei. „Wir glauben an dieses Haus und werden es wieder in gutes wirtschaftliches Fahrwasser bringen“, so das Versprechen von Wurth und Stephan. Sie verrieten auch ihr mittelfristiges Ziel: ein Verbund mehrerer Krankenhäuser der Umgebung. Doch: „Zunächst müssen wir hier unsere Hausaufgaben machen“ – Altena soll die Keimzelle sein.
Franz-Jörg Rentemeister bleibt dem Krankenhaus erhalten. „So lange er möchte, kann er Geschäftsführer bleiben“, sagte Wurth. „Er hat hervorragende Arbeit geleistet.“ An den Verträgen der Mitarbeiter werde sich noch nichts ändern, erklärte der Betriebswirt. Doch gespart werden müsse und dafür werde jeder seinen finanziellen Beitrag leisten müssen. Aber: „Wir werden das Sparpaket gemeinsam mit den Mitarbeiten schnüren.“ ▪ Von Ilka Kremer



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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 22.06.2011

Deutsche KlinikUnion übernimmt St. Vinzenz
Altena, 22.06.2011, Christof Hüls

Management

Pfarrer Schmalenbach (Aufsichtsrat) und Franz-Jörg Rentemeister (Geschäftsführer St. Vinzenz Krankenhaus), mit den neuen Inhabern: Dr. Dietmar Stephan und Dr. Armin P. Wurth von der Deutschen KlinikUnion (von rechts). Fotos: Martin Büdenbender
Altena. Die Deutsche KlinikUnion GmbH übernimmt zum 1. Juli das St. Vinzenz-Krankenhaus. Heute (Mittwoch) Nachmittag stellte die Kath. Kirchengemeinde die beiden neuen Inhaber vor: den Arzt Dr. Dietmar Stephan und den Betriebswirt Dr. Armin Wurth. Die Katholische Kirche gibt das Haus komplett ab, hat die christliche Grundausrichtung der Einrichtung jedoch in den Kaufvertrag geschrieben.
Der Name St. Vinzenz bleibt erhalten. Dr. Dietmar Stephan und Dr. Armin Wurth vertreten zusammen sowohl die Deutsche KlinikUnion, auf die 90 Prozent der Vinzenz GmbH übergehen, als auch die Deutsche KlinikManagementGmbH, die zehn Prozent und die Geschäftsführung übernimmt.
Die neuen Inhaber wollen das Altenaer Krankenhaus weiter entwickeln und sehen gute Chancen, spätestens 2013 schwarze Zahlen zu schreiben. Das Rezept der zwei Gesundheitsfachleute: ein breiter aufgestelltes Angebot (vier Chefärzte statt zwei) rasche Entscheidungen und die Vorteile eines inhabergeführten Unternehmens.
Einen wohl nötigen Gehaltsverzicht wollen die neuen Chefs rund 240 betroffenen Mitarbeitern mit anderen Angeboten versüßen.
Das Altenaer Problem sehen sie weniger auf der Kosten, als auf der Akzeptanzseite. Sie sehen im Raum Altena durchaus Entwicklungsmöglichkeiten.
Vor etwas über einem Jahr haben die beiden Unternehmer ein Krankenhaus in Warstein übernommen, das vor der Insolvenz stand. Außerdem gehört das Kaiserin-Auguste-Victoria-Krankenhaus in Ehringshausen zu der KlinikUnion. Für die Katholischen Kliniken in Oberhausen samt Pflegeheimen und Hospiz führen Stephan und Wurth die Geschäfte.
Und sie haben noch viel vor, wollen Altena als „Basis“ weiterer Geschäftsbeziehungen im Märkischen Kreis machen.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 17.06.2011

St. Vinzenz-Krankenhaus Altena: Kleine Feier für scheidenden Ärztlichen Direktor

Dr. Baumeisters Abschied: Dank ans Team

ALTENA ▪ Zum Lachen sei ihm nicht, meinte gestern Hans-Hellmut Baumeister während seiner Abschiedsfeier im Schwesternwohnheim des St. Vinzenz-Krankenhauses. Als Chirurg wisse er, welche besondere Bedeutung die Teamarbeit habe. Und Team bedeute: ein gemeinsames, vertrauensvolles und respektvolles Miteinander. „Wenn das alle hier im Hause begriffen hätten, dann gebe es diese Zusammenkunft heute nicht“, so Baumeister – der Ärztliche Direktor geht und wird Oberarzt im Balver Krankenhaus (wir berichteten).

Abschied von Dr. Baumeister

Mehr als 21 Jahre wirkte Hans-Hellmut Baumeister am Altenaer Krankenhaus. Er hat sich darauf spezialisiert, „Menschen wieder auf die Füße zu bringen“, wie Pfarrer Ulrich Schmallenbach es ausdrückte. Den Satz, „der Kapitän verlasse das sinkende Schiff“, passe nicht ins Bild, so Schmallenbach weiter. Das Krankenhaus sei zwar auf einem turbulenten Kurs gewesen, aber diese Zeiten seien vorbei. „Als Steuermann danken sie hier ab und möchten in einem anderen Haus ihren Dienst tun“, sagte Schmallenbach schließlich. Und das sei gut und richtig. „Sie haben für ihr Leben immer selbst die Verantwortung getragen, und im OP zu stehen und sich mit schwierigen Aufgaben auseinander zu setzen, das ist ja ihre Welt“, so der Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Für die Zukunft wünschte er Baumeister Glück und überreichte ihm einen Schutzengel.
Gute Kenntnisse und gut operieren zu können, das allein reiche nicht aus, um eine Abteilung erfolgreich zu leiten, meinte Baumeister. Deswegen dankte er dem Team aus Anästhesie, OP, Ambulanz, Labor, Röntgen, Pflege, niedergelassenen Ärzten und seinem Kollegen Jens Linderhaus für die gute Zusammenarbeit. Sein besonderer Dank aber galt seiner Sekretärin, „wer sie erbt, der hat ein unverschämtes Glück“ – seinen Nachfolgern wünschte er alles Gute für die Zukunft. ▪ Von Ilka Kremer

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 17.06.2011

Abschied nach 21 Jahren Chirurgie
Altena, 17.06.2011, Thomas Urban

Dr. Baumeister verabschiedet sich

Jens Linderhaus (links) bedankt sich bei Chefarzt Dr. Hans-Hellmut Baumeister für die gute Zusammenarbeit

Altena. In einer Feierstunde wurde gestern Dr. Hans-Hellmut Baumeister, Chefarzt der Chirurgie im Vinzenz-Krankenhaus, verabschiedet. Bei dem Empfang für den Mediziner, der 21 Jahre lang im Altenaer Krankenhaus tätig war, ging es auch um die aktuelle Krise des Hospitals.
Ausführlich bedankte sich Dr. Baumeister bei allen Mitarbeitern von St. Vinzenz, die seine Arbeit stets engagiert unterstützt hätten. Keinen Bereich ließ er in seiner Ansprache aus – Ambulanz, Labor, Pflege, Ärzte-Kollegen. .„Ohne gute Anästhesie hält kein Patient still“ – mit solchen Bemerkungen brachte er seine Zuhörer zum Schmunzeln.

Differenzen mit der Geschäftsführung
„Chirurgie ist Teamarbeit“, betonte Baumeister, um dann in nur einem Satz auf die Ursache seines Abschieds einzugehen: „Wenn alle Ebenen des Hauses dies begriffen hätten, wäre das heutige Treffen nicht nötig gewesen.“ Damit spielte er offen auf seine Differenzen mit Vinzenz-Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister an, in deren Folge er im Dezember gekündigt hatte.
„Keine Gespräche, kein Zusammentreffen, kein Ideenaustausch, Vorschläge und Mitarbeit offensichtlich unerwünscht“ – mit dieser herben Kritik an Rentemeister kurz nach Weihnachten hatte Dr. Baumeister seine Kündigung begründet. Ebenso energisch hatte der Geschäftsführer diesem Vorwurf widersprochen. Gestern bedankte sich Rentemeister bei Dr. Baumeister kurz für dessen langjährige Tätigkeit. Die ausführliche Würdigung des Chefarztes übernahm Pfarrer Ulrich Schmalenbach als Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Schmalenbach überreichte Baumeister als Abschiedsgeschenk einen Engel, der dem Chirurgen als Schutzengel dienen soll. Baumeister sei ein fachkundiger Operateur mit gutem Ruf, der stets gewissenhaft seinen Dienst am Patienten verrichtet habe, so Pfarrer Schmalenbach. Kurz ging er auf die Zukunft des Krankenhauses ein. Dabei verbreitete Schamlenbach Zuversicht: Das Haus sei in schwerer See gewesen, doch mittlerweile steuere man wieder auf einem guten Kurs, so der Aufsichtsratsvorsitzende.
Für Dr. Baumeister gab es zahlreiche Geschenke. Sein Dank für die gute Zusammenarbeit wurde mehrfach erwidert – ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der offiziell zum 30. Juni scheidende Chefarzt im St. Vinzenz-Krankenhaus nicht nur fachlich, sondern auch menschlich überaus geschätzt wird.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 24.05.2011

Deutlich mehr Chirurgie am St. Vinzenz-Krankenhaus
ALTENA Pressekonferenz im Krankenhaus – schon das hatte in den vergangenen Tagen Nachrichtenwert und schürte die Erwartung, dass ein neuer Träger vorgestellt werden würde. Davon war aber auch gestern Nachmittag nicht die Rede. Trotzdem verkündeten Pfarrer Ulrich Schmalenbach als Aufsichtsratsvorsitzender und Geschäftsführer Franz Jörg Rentemeister zukunftsweisende Nachrichten: Dr. Peter Wolfgang Gruber glaubt an das St. Vinzenz-Krankenhaus. Er tritt am 1. Juli die Chefarzt-Stelle in der Chirurgie an und wird damit Nachfolger von Dr. Hans-Hellmut Baumeister. Mustfa Karoud wird zum gleichen Zeitpunkt Oberarzt der St. Vinzenz-Chirurgie.

neues Ärzteteam
Franz-Jörg Rentemeister und Pfarrer Ulrich Schmalenbach stellten das neue Ärzteteam vor.

Beide Ärzte arbeiten zurzeit im Marienkrankenhaus in Wimbern, das ebenfalls mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Die Pläne, die Rentemeister ihm für das Haus in Altena vorgestellt habe, böten ihm als Arzt ideale Rahmenbedingungen – so begründete Gruber seinen Wechsel nach Altena. Sowohl er als auch Karoud werden sowohl im Krankenhaus als auch im Gesundheitszentrum eingesetzt – dort in der Praxis von Dr. Michel Strauß, der sich im September in den Ruhestand verabschieden will. „Besser geht es nicht“ – so beschrieb der bei der gestrigen Pressekonferenz die bevorstehenden Veränderungen. Von einer „charmanten Lösung“ sprach Dr. Harald Heisler, der derzeitige Oberarzt in der Chirurgie, der längst das Rentenalter erreicht hat und im November ausscheiden wird.
Der Vorteil liege einerseits an der engen Verzahnung zwischen niedergelassenen und Krankenhausärzten und andererseits in einer deutlichen Ausweitung des Leistungsangebotes der Vinzenz-Chirurgie, sagte Geschäftsführer Rentemeister und verwies auf die beruflichen Werdegänge der beiden neuen Ärzte. Gruber hat sich auf die Hand- und Fußchirurgie sowie die Unfallchirurgie spezialisiert. Karoud ist nicht nur Chirurg (und als solcher auf Endoprothetik, also den Ersatz von Gelenken spezialisiert), sondern hat auch die Facharztanerkennung als Orthopäde – ein Fachgebiet, das in Altena seit Jahren brach liegt. Ein weiterer, wichtiger Schwerpunkt des gebürtigen Lybiers ist die Wirbelsäulenchirurgie. Fehlt noch die Visceral-Chirurgie, also die, die sich mit den Weichteilen beschäftigt: Er führe auch mit einem Fachmann dieser Disziplin Gespräche, sagte Rentemeister und sagte außerdem: „Wir bieten mit diesem System eine Verzahnung zwischen stationärer und ambulanter Leistungserbringung. Dieses hat auch den Vorteil, dass keine Doppeluntersuchungen hier stattfinden und die Qualitätsbeurteilung unmittelbar erfolgt.“ Gut für die Altenaer sei es, dass sie jetzt vor Ort Leistungen in Anspruch nehmen könnten, für die sie bisher weit fahren müssten. Rentemeister betonte, dass es ab sofort möglich sei, Termine bei Dr. Gruber und Karoud zu vereinbaren.
von Thomas Bender

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 24.05.2011

Altenaer Krankenhaus
Neuer Chefarzt erweitert Leistungsspektrum im Vinzenz
Dr. Gruber bei Pressevorstellung
Das Team wächst: St.-Vinzenz-Geschäftsführer Rentemeister und der Aufsichtsratsvorsitzende Pfarrer Schmalenbach stellten die neuen Chef- und Oberärzte vor: Dr. Peter Wolfgang Gruber (3.v.l.) und Herrn Mustfa Karoud.

Altena. Dr. Peter Wolfgang Gruber wird neuer Chefarzt der Chirurgie am Altenaer Krankenhaus, Mustfa Karoud Oberarzt. Geschäftsführer und Aufsichtsrats-Vorsitzender präsentierten heute (Dienstag) das neue Chirurgen-Team und damit ein neues Leistungsspektrum. „Ein echter Sechser im Lotto“, freute sich Pfarrer Schmalenbach.
Die neuen Chefs der Chirurgie arbeiten sowohl für das Krankenhaus als auch das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ). Sie gewährleisten damit eine für Altena deutlich weitergehende Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung. Als Spezialist auch für Hand- und Fußchirurgie schafft Dr. Peter Wolfgang Gruber neue Möglichkeiten im Haus der Bornstraße. Mustfa Karoud ist Orthopäde und kümmert sich um Knie-, Hüft und Schultergelenke. Seine besondere Spezialität ist die Wirbelsäule. Das Krankenhaus vollzieht eine für große Kliniken übliche Aufteilung der Disziplinen. Um die Weichteile kümmert sich weiter Dr. Harald Heisler. Doch auch für seinen Fachbereich ist Vinzenz-Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister mit jüngeren Spezialisten im Gespräch. Die Monate von Heisler am Altenaer Krankenhaus sind, genauso wie für Dr. Strauß im MVZ, gezählt.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 19.05.2011

Gesundheit : Krankenhaus kämpft um mehr Patienten
Thomas Urban

 Altena.Im finanziell angeschlagenen Vinzenz-Krankenhaus tut sich etwas: Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister hat für kommenden Dienstag zur Pressekonferenz eingeladen. Ein Thema nennt er nicht. „Es geht um Substanzielles“, heißt es lediglich aus seinem Büro.
Im Detail hat sich der Geschäftsführer jedoch auf WR-Anfrage zur Entwicklung der Patientenzahlen geäußert. Hintergrund ist ein krasser Gegensatz: Trotz des offenbar großen öffentlichen Interesses am Erhalt des Hauses klagt Rentemeister über fehlende Patienten. Nach seinen Angaben werden jährlich nur etwa 3000 Menschen in der Inneren Abteilung und in der Chirurgie behandelt – zu wenig. Allein 2500 Altenaer waren im Juli vergangenen Jahres auf die Straße gegangen, um für den Erhalt des Krankenhauses zu demonstrieren.
Drei Fachärzte folgen Chefarzt
„Es rechnet sich noch nicht, insbesondere die Chirurgie“, sagt Rentemeister. Als er kürzlich im Sozialausschuss die Lage beschrieb, hatte er zugespitzt von einer „Verweigerungs-Haltung der Altenaer Bevölkerung“ gegenüber dem Krankenhaus gesprochen.
In der Chirurgie hat sich die Zahl der Fälle von 1228 (Jahr 2008) über 1242 (Jahr 2009) bis 1145 (Jahr 2010) entwickelt. Für dieses Jahr rechnet der Geschäftsführer mit einer Patientenzahl, die gegenüber 2010 weiter leicht zurückgeht.
„Unsere Chirurgie ist gut – und sie wird noch besser“, so Franz-Jörg Rentemeister. Denn die Nachfolge des Ende Juni scheidenden Chefarztes Dr. Hans-Hellmut Baumeister sollen gleich drei verschiedene Fachärzte antreten.
Gespräche mit Investor
In der Inneren Abteilung gab es im Jahre 2008 genau 1835 Patienten. Die Zahl entwickelte sich von 1857 (Jahr 2009) bis zu 1811 (Jahr 2010). Für 2011 geht Rentemeister von einem Niveau aus, das über dem von 2008 liegt – für ihn ein positiver Trend, weil Chefarzt Jens Linderhaus erst seit zwei Jahren im Dienst ist. „Es dauert immer zwei bis drei Jahre, bis sich ein neuer Chefarzt etabliert hat“, erklärt der Vinzenz-Geschäftsführer.
Der verhandelt seit Monaten mit potenziellen Interessenten, von denen einer die Trägerschaft des Krankenhauses übernehmen soll. Mehrfach hat Rentmeister durchblicken lassen, dass die Gespräche mit einem Investor weit fortgeschritten seien – ohne jedoch dessen Namen zu nennen. Gleichwohl betonte er bei seinem jüngsten Bericht im Sozialaussschuss: „Glauben Sie mir, ich würde das lieber heute als morgen tun.“ Es scheint durchaus möglich, dass bei der Pressekonferenz am Dienstag dieser Zeitpunkt gekommen ist.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 09.05.2011

St. Vinzenz Krankenhaus Chirurgie drei neue Ärzte breites Spektrum wird abgedeckt

Rentemeister macht Hoffnung
ALTENA ▪ Aus dem bisherigen Interessenten ist ein „zukünftiger neuer Träger“ geworden – bei St. Vinzenz-Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister kommt es auf die Nuancen an.
Heute (Montag) berichtete er dem Sozialausschuss über die aktuelle Lage des Krankenhauses. Wieder nannte er keine Namen, wusste aber trotzdem Neues zu berichten. Seine wichtigste Botschaft: In der Chirurgie geht‘s weiter, auch wenn Chefarzt Dr. Hans Hellmut Baumeister zum 30. Juni ausscheidet. Gleich drei neuen Chirurgen lägen unterschriftsreife Verträge vor, sagte Rentemeister und berichtete, dass mit dieser Mannschaft das Spektrum deutlich erweitert werde – und zwar sowohl im Krankenhaus selbst als auch im ambulanten Bereich, weil zwei der neuen Ärzte neben ihrer Tätigkeit im Krankenhaus in die Praxis des niedergelassenen Chirurgen Dr. Michael Strauß einsteigen wollen. Bauch- und Unfallchirurgie, Orthopädie, Fuß- und Handchirurgie, Sportverletzungen, Notfallmedizin – die von Rentemeister verlesene Liste der Zusatzqualifikationen des Dreierteams war lang.
„Wir haben kein Kostenproblem“ – so antwortete der Geschäftsführer auf Ulla Rumps Frage, ob sich das Haus solche Experten überhaupt leisten könne. „Unser Problem sind die Erlöse“ – einmal mehr klagte Rentemeister darüber, dass viele Altenaer das Krankenhaus nicht mehr nutzen, sondern sich benachbarten Kliniken zuwenden. Sehr deutlich gab er zu erkennen, dass ein solches Verhalten dem Erhalt des Hauses abträglich sei.
Rentemeister berichtete auch, dass zur Zeit ein Notarvertrag mit dem „zukünftigen neuen Träger“ in Arbeit sei und dass dazu noch einige Informationen zusammengetragen werden müssten. Außerdem werde von allen Beteiligten intensiv an einem Strukturpapier gearbeitet.
Einen Zeithorizont nannte Rentemeister nur indirekt: Er sei daran interessiert, auch die Phase nach der Übergabe an den neuen Träger zu begleiten, sagte er – deshalb spreche er mit dem darüber, zunächst bis zum Jahresende für St. Vinzenz zu arbeiten.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 29.04.2011

St. Vinzenz-Krankenhaus baut neue Abteilung auf
ALTENA - Gute Nachrichten für das St.-Vinzenz-Krankenhaus und für die Stadt. An der Bornstraße ist man dabei, eine Altersmedizinische Abteilung aufzubauen. Das berichtete Chefarzt Jens Linderhaus am Donnerstagabend bei einem Vortrag in der Burg Holtzbrinck. Einer der ersten, der sich offen darüber freuen konnten, war Wilfried Ramsbott als Vorsitzender des Krankenhaus-Fördervereins: „Die St.-Vinzenz-GmbH wird weiter bestehen – und wie es aussieht, sogar noch erweitert

Um über eben diese Ausdehnung des Leistungsspektrums zu berichten, war der Chefmediziner eingeladen worden. Für die Stadt und ihre Altersstruktur sei diese Ergänzung wichtig, sagte Linderhaus. „Frührehabilitation in der Altersmedizin“ lautete der Titel seines Vortrages. Die Weichenstellung für den Aufbau der neuen Abteilung sei bereits im September vergangenen Jahres erfolgt, gewährte der Chefarzt einen ersten Blick hinter die Kulissen.Wie nicht anders zu erwarten, war vor den ersten praktischen Schritten zunächst einmal „sehr viel Papierkram“ notwendig. Von den Mitarbeitern sei aber der Aufbau des zusätzlichen Standbeines rasch angenommen und gut umgesetzt worden. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das anderswo so gut geklappt hätte“, richtete Linderhaus ein dickes Lob an das Vinzenz-Personal.„Wir können nicht gegen die Natur arbeiten“, zog Linderhaus eine Grenze der medizinischen Leistungsfähigkeit allgemein, „aber wir können ihr ein Schnippchen schlagen.“ Erkrankungen und ihre Folgen könnten durch moderne Medizin, bei der ein Patient auch ganzheitlich betrachtet werde, „verschoben“ werden. Die Teilhabe eines Menschen am aktiven Leben werde dadurch verlängert. Wesentlicher Effekt: Erhaltung der Lebensqualität.Die Geriatrie (Altersmedizin) ruhe auf drei Säulen, so Jens Linderhaus: Innere Medizin zum einen, Tests zur Erkennung von Defiziten und Zusammenarbeit der medizinischen Disziplinen zum anderen und schließlich die Behandlung von „Fähigkeitsstörungen“, um einem Patienten ein weitgehend selbstständiges Leben zu ermöglichen. In wöchentlichen Teamsitzungen werden an der Bornstraße Behandlungsfortschritte, notwendige Veränderungen der Therapie und Abschlussberichte mit Empfehlungen für die Hausärzte besprochen.Gegenwärtig, so der Chefarzt, sei es „im Wesentlichen“ eine Station, die die neuen Aufgaben schultert. Sein Ziel sei es aber, letztlich einen eigenen Trakt für die Altersmedizin zu haben. Er bemühe sich in diesem Zusammenhang auch um mehr Betten. Bundesweit liegt die durchschnittliche Verweildauer in der Geriatrie bei 16 Tagen. „Wir sind gerade erst gestartet“, sagte Linderhaus zum Abschluss, „und liegen vielleicht noch etwas darüber.“von Thomas Keim

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 31.03.2011

Förderverein Vinzenz auch in Zukunft Notfall-Haus
Christof Hüls

Sigrun Blauth (l.) mit verdienten Mitarbeitern und Kunden der ersten Stunde.
Altena. Reiner Kemmerling, hakte in der Mitgliederversammlung des Krankenhaus-Fördervereins nach, ob das Krankenhaus auch unter neuer Trägerschaft als Notfall-Haus erhalten bleibe. Franz-Jörg Rentemeister antwortete: „Uneingeschränkt“.
Der Vorsitzende des Vereins, Wilfried Ramsbott, versuchte, Optimismus zu verbreiten: „Ich sehe Herrn Rentemeisters Arbeit positiv.“ Man sei sich nicht in allem einig. Doch der Vorstand hat den Eindruck, dass der jetzige Geschäftsführer schon mehr als seine Vorgänger bewegt habe.
Die Emotionen kochten gleich mehrmals hoch beim Treffen in der Burg Holtzbrinck. Alt-Bürgermeister Günter Topmann monierte die verwirrenden Informationen über das Vinzenz-Vital. „MediSport“ ist ab heute geschlossen und Ersatz gibt es nur für stationäre Krankenhaus-Patienten. Dass das „Vinzenz Vital“ bis vor fünf Jahren zum Krankenhaus selbst gehörte, wusste Rentemeister gar nicht. Er verteidigte den jetzigen Wechsel als ganz normalen Vorgang im Geschäftsleben: Eine Dienstleistung wird neu ausgeschrieben und der bisherige Partner unterliegt beim Vergleich der Angebote.
Grünen-Ratsherr Oliver Held teilte die positive Stimmung nach dem Lage-Bericht des Vinzenz-Geschäftsführers überhaupt nicht und holte zur Gegenrede aus. Er kritisierte die „Vorschusslorbeeren“, verlangte eine Information der Stadt vor Abschluss eines neues Trägervertrages und er erinnerte an die Kritik des bisherigen Ärztlichen Direktors über fehlende Kommunikation. Da wurde sogar Wilfried Ramsbott grantig und unterbrach Held. Rentemeister verteidigte sich: „Es hat keinen Zweck, einmal die Woche Kontakt mit dem Chefarzt aufzunehmen. Wenn es doch nichts Neues gibt...“ Franz-Jörg Rentemeister stellte es so dar, als hätten sich die Informationen erst am Tag der Mitgliederversammlung so konkretisiert. Rentemeister skizzierte auch Überlegungen, die Chefarzt-Position nicht mehr als Vollzeitstelle zu besetzen. Einen Teil seiner Zeit würde der neue Chef in der Chirurgischen Praxis im Ärztehaus verbringen.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 30.03.2011

Krankenhaus : Neuer Träger und neue Ärzte in Sicht
Christof Hüls

Vinzenz-Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister (re.) machte dem Förderverein Hoffnungen, dass sich sehr bald etwas tut im Altenaer Krankenhaus. Neben ihm Fördervereins-Vorsitzender Wilfried Ramsbott. Foto: Christof Hüls
Altena. St.-Vinzenz-Geschäftsführer Rentemeister plant einen Trägerwechsel des Altenaer Krankenhauses bereits zum 1. Juli 2011. „Der Entwurf eines Vorvertrages wird derzeit geprüft.“ Der Hauptversammlung des Fördervereins berichtete der Geschäftsführer heute (Mittwoch) auch über Verhandlungen mit neuen Ärzten.
Franz-Jörg Rentemeister entzündete am Mittwochabend vor knapp 30 Mitgliedern des Fördervereins in der Burg Holtzbrinck mehr als nur einen Hoffnungsschimmer.
Sich an die Vertraulichkeits-Erklärung haltend, verriet er immer noch keine Namen. Es gebe weiter drei Interessenten und mit einem sind die Verhandlungen offenbar sehr weit gediehen. „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ werde es einen neuen Träger geben - und zwar einen solchen, der das jetzige Leistungsspektrum aufrecht erhalte. Und mehr.
In Absprache mit diesen Interessenten verhandelt Rentemeister auch bereits mit Ärzten. Die wichtigste Personalie wäre ein Nachfolger für den ärztlichen Direktor, den Chefarzt der Chirurgie, Dr. Baumeister. Auch hier nannte Rentemeister keinen Namen, sehr wohl aber Qualifikationen: Es handele sich um einen Arzt für Chirurgie mit Zusatzqualifikationen und -ausbildungen für Orthopädie, (spezielle) Unfallchirurgie, Notfallmedizin, Hand- und Fußchirurgie, Gefäßchirurgie und Sportmedizin.
Ergänzend gebe es Gespräche mit einem Bauch-Chirurg - auch wenn diese Gespräche noch nicht so weit fortgeschritten zu sein scheinen.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 30.03.2011

Übernahme St. Vinzenz-Krankenhaus: Rentemeister verbreitet Optimismus
St. Vinzenz: Vorvertrag liegt auf dem Tisch
ALTENA ▪ „Verschiedenes“ war gestern Nachmittag der wichtigste Tagesordnungspunkt beim Krankenhaus-Förderverein – St. Vinzenz-Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister war gekommen und verbreitete Optimismus: „Wir sind schon zwei Mal totgesagt worden, und wir leben immer noch“.

Wilfried Ramsbott und Franz-Jörg Rentemeister
Tatsächlich liegt seit Montagabend der Entwurf eines Vorvertrages über die Übernahme des Krankenhauses durch einen anderen Träger vor. Das ist die wichtigste Neuigkeit, die Rentemeister den etwa 25 Mitgliedern mitzuteilen hatte. Ob dieser Vorvertrag abgeschlossen werde, liege jetzt an den Gremien der Krankenhaus-GmbH und der Kirche, die aber „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ zustimmen würden. Nach Rentemeisters Einschätzung kann der Übergang zum 1. Juli erfolgen.

Gespräche mit potenziellem Baumeister-Nachfolger
Und: Neben dem Interessenten, der diesen Vorvertrag vorgelegt habe, seien noch zwei weitere vorhanden. Namen nennt Rentemeister weiterhin nicht. Er nehme seine Verpflichtung zur Verschwiegenheit ernst, erklärte er und verwies auf Schäden, die Indiskretionen bei Übernahmeverhandlungen zum Beispiel bei Karstadt und bei der WestLB angerichtet hätten.
Auf Rückfrage von Rainer Kemmerling versicherte Rentemeister, dass das St. Vinzenz als Akutkrankenhaus weiterbetrieben werde und nannte auch einen Beleg dafür: Er sei mit einem Chirurgen im Gespräch, der die nach der Kündigung Dr. Baumeisters frei werdende Chefarztstelle in der Chirurgie als Teilzeitkraft übernehmen und gleichzeitig die Praxis von Dr. Michael Strauß weiterbetreiben wolle. Er sei nicht nur Unfallchirurg, sondern auch ausgebildeter Notfallmediziner.
Rentemeister berichtete auch von Verhandlungen mit weiteren Ärzten – es gebe Gespräche sowohl mit potenziellen Krankenhaus-Angestellten als auch mit Medizinern, die sich im Ärztehaus niederlassen wollten. All diese Gespräche seien mit den Übernahmeinteressen abgestimmt. „Ich bin überzeugt davon, dass wir etwas Besseres für die Bürger von Altena nicht tun können“, gab Rentemeister sich überzeugt.
Der Großteil der Mitglieder des Fördervereins ließ sich von Vortrag des Geschäftsführers überzeugen – vor allem Vereinsvorsitzender Wilfried Ramsbott zolle ihm höchsten Respekt: „Das ist sehr, sehr positiv“. Es würden jetzt neue und positive Wege beschritten, um das Haus zu halten.

Beendigung des Vertrags mit Vinzenz-Vital weiter rätselhaft
Andere waren weniger euphorisch – zum Beispiel Günter Topmann, der kritisch nach der Beendigung des Vertrags mit Vinzenz Vital-Pächterin Sigrun Blauth erkundigte. In der vergangenen Woche hatte Rentemeister von einem ganz normalen Vorgang gesprochen und davon, dass unter neuer Führung so weitergehe wie bisher – doch das sieht inzwischen ganz anders aus. Weiter geht lediglich die physiotherapeutische Betreuung von Krankenhaus-Patienten und Pflegeheim-Bewohnern – das übernimmt eine andere, in Altena ansässige Praxis. Medi-Sport im Ärztehaus hingegen wird es nicht mehr geben. Auch mit der ambulanten Reha, die dort angeboten wurde, sei es nun vorbei, erklärte Blauth am Rande der Sitzung – dazu bedürfe es einer Zulassung der Krankenkassen, die an sie gebunden sei. Diese Angebote gehörten nicht zu den originären Aufgaben eines Krankenhauses, erklärte Rentemeister dazu.
Interessant war auch der Kassenbericht, den Schatzmeister Joachim Broer vortrug: Wegen der Diskussion um den Fortbestand des Krankenhauses gingen die Spendeneinnahmen drastisch zurück. Weil gleichzeitig noch bereits zugesagte Investitionen wie zum Beispiel der Einbau einer Markise am Pflegeheim bezahlt wurden, verringerte sich das Vereinsvermögen deutlich. Dazu kommt, dass er 2010 auch die Protestmaßnahmen gegen die geplante Krankenhausschließung finanzierte – die Schafherde, die damals durch die Stadt getrieben wurde, kostete 1900 Euro.
Von Thomas Bender

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 10.03.2011

Zukunft scheint sicher

ALTENA - Für Wilfried Ramsbott, den Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer des St. Vinzenz-Krankenhauses, scheint die Zukunft des Hospitals gesichert. Das hat er einem Gespräch mit Geschäftsführer Franz Jörg Rentemeister entnommen, der zwar zugegeben wenig sage, aber wenn er sich äußere, dann mit Hand und Fuß, so Ramsbott.
Zur Zeit bereitet er die turnusmäßig angesetzte Mitgliederversammlung vor, die am 30. März, um 17 Uhr, in der Burg Holtzbrinck stattfindet. Dann, so ist Ramsbott hoffnungsvoll, könne mit dem Weiterbetrieb des Hauses unter einem neuen Träger bereits alles in trockenen Tüchern sein.
Gestern sagte er auf Anfrage, aktuell gebe es bekanntlich noch drei Interessenten. Mit einem seien die Verhandlungen so weit gediehen, dass am 15. März alles perfekt gemacht werden könnte. So hätte er jedenfalls Rentemeister verstanden. Dass das Haus geschlossen werde, sei überhaupt kein Thema mehr, ist Ramsbott sicher.
Dass es erst kürzlich erneut Irritationen gab, weil Vinzenz-Vital-Betreiberin Sigrun Blauth das Haus verlassen muss, erklärte er so: Der Vertrag sei bis zum 31. März befristet gewesen, es gebe auch für diese Praxis drei Bewerber. Einer davon sei Frau Blauth, entschieden sei bis jetzt aber noch nichts.
Ausdrücklich lobte Ramsbott erneut Verwaltungschef Rentemeister, der sich aktuell und sehr engagiert auch um neue Ärzte kümmere. Zwar sei ein fast perfekter Deal mit einem neuen Chirurgen offenbar in letzter Minute geplatzt, aber, der Verwaltungsleiter sei am Ball, ebenso für die Position des aus Altersgründen irgendwann in Kürze ausscheidenden Partners Dr. Strauß. „Es soll weitergehen, es wird weitergehen“, sagte Wilfried Ramsbott. „Und wenn wir etwas Glück haben, kann ich sogar schon auf unser Mitgliederversammlung am 30. März offiziell verkünden wie“.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 08.03.2011

Krankenhaus : Vinzenz-Förderer denken ans Ende
Christof Hüls

200 Schafe und ein Wolf mit Bischofsmütze liefen dem über 2000-köpfigen Demonstrationszug durch die Altenaer Innenstadt vorweg. Zum dritten Male demonstrierten die Altenaer für den Erhalt des Altenaer Krankenhauses.
Der St.-Vinzenz-Förderverein beschäftigt sich bereits mit der Eventualität seiner Auflösung.
Noch kämpft der Verein mit dem Altenaer Krankenhaus. Aber für den schlimmsten anzunehmen-den Fall will der Vorstand gewappnet sein. Am 30. März tagt die Mitgliederversammlung. Für diese liegt ein Antrag vor, die Satzung zu ändern: Im Falle einer Auflösung fällt das Vereinsvermö-gen bisher an die Katholische Kirchengemeinde St. Matthäus. Stattdessen, so der Antrag, soll das Geld an die Stadt Altena fließen.
Beide hätten die Pflicht, das Geld „ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke“ zu verwenden.
Die Katholische Kirche hat durch die Schließungsabsichten massiv an Ansehen und Vertrauen eingebüßt.
Der 1. Vorsitzende, Wilfried Ramsbott, berichtet von häufigen Nachfragen aus dem Kreis der 140 Mitglieder. Ramsbott erklärt: „Die wollen sicher sein, dass ihr Geld nicht in Hände kommt, in denen sie es nicht sehen wollen.“
Über 25 000 Euro hat der Verein auf dem Konto, nachdem alle Fördermaßnahmen gestoppt wurden. Der Beitragseinzug läuft derzeit. Den wollte der Vorstand nicht stoppen. Wilfried Ramsbott muss zwar wie alle Altenaer auf das Ergebnis der Gespräche mit potenziellen neuen Trägern warten. „Aber ich will mit positivem Blick abwarten.“ Den Einzug zu stoppen, wäre aus seiner Sicht das falsche Zeichen.
Auch im Falle einer Übernahme des St.-Vinzenz-Krankenhauses durch einen anderen Träger stünde eine Satzungsänderung an. Angesichts des Proporzes unter den Mitgliedern sei es sicher gerechtfertigt, über einen anderen Nutznießer im Falle einer Auflösung nachzudenken. Dann hätten wenigstens die Altenaer etwas von dem Geld.
Auch Ramsbott weiß nichts Neues zur Zukunft des Altenaer Krankenhauses. Der erweiterte Vorstand tagt heute mit Geschäftsführer Rentemeister. Ramsbott: „Das Informationsdefizit ist sicher nicht seine Schuld. Wir machen ihm keinen Vorwurf.“ Dennoch hofft er auf neue Informationen.
Seit Querelen keine Sonderspenden mehr
Einen Verwendungsvorschlag für die Gelder will der Vorsitzende in diesem Jahr nicht vorlegen.
Seit den Querelen sei etwa ein Dutzend Mitglieder ausgetreten, verrät Wilfried Ramsbott. Sonderspenden nach runden Geburtstagen oder nach Todesfällen blieben komplett aus.
Aufzugeben, dazu sei es noch zu früh. Der Vorsitzende bittet die Mitglieder dringend, zahlreich zu erscheinen - „um zu dokumentieren, dass uns allen die Zukunft des Hauses nach wie vor ein Herzensanliegen ist“.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 16.01.2011

Neujahrsempfang in St. Matthäus Altena. Mehr als 100 Anwesende hören interessiert Ausführungen von Franz-Jörg Rentemeister
Neuer Interessent für das St. Vinzenz-Krankenhaus

ALTENA ▪ Es gibt einen neuen Interessenten für die Trägerschaft des St. Vinzenz-Krankenhauses. Das teilte gestern der momentane Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister während des Neujahrsempfanges der katholische Kirchengemeinde in St. Matthäus mit.
Herr Rentemeister Franz-Jörg Rentemeister berichtete von einem neuen Interessenten für das Krankenhaus.
Mehr als 100 Anwesende hörten interessiert, dass von den ursprünglich vier Interessenten, die als Träger für das St. Vinzenz-Krankenhaus in Frage kommen, zwei bereits wieder abgesprungen seien. Doch kurz vor Weihnachten, so berichtete Rentemeister, habe er eine weitere Anfrage bekommen und am Dienstag werde er mit diesem neuen Interessenten ein erstes Gespräch führen.
Rentemeister erklärte weiter, dass seit Juli 2010 bereits Einsparungen bei den Betriebskosten von 140 000 Euro erzielt werden konnten, für das laufende Jahr könnten mehr als 200 000 Euro eingespart werden. Trotzdem sei es seiner Auffassung nach nicht möglich, das Krankenhaus als Solitär-Einrichtung weiter zu führen, für ihn sei die beste Lösung die einer neuen Trägerschaft.
Dietmar Flusche berichtete dann von der Arbeit im Kirchenvorstand, die „oft im Dunkeln“ ablaufe. Um den Verkauf der leer stehenden Immobilien zu forcieren, habe man nun eine externe Beratung hinzugezogen, immerhin konnten aber im Energiehaushalt Einsparungen erzielt werden. Die Friedhöfe seien nur mit großem ehrenamtlichen Engagement zu betreiben. Dort mache sich auch der Mangel an Finanzen bemerkbar, auch das Spendenaufkommen sei rückläufig, so Flusche.
Pfarrer Ulrich Schmalenbach machte dafür die „Erschütterungen im Gemeindeleben“ mitverantwortlich. Ihn habe auch negativ berührt, dass in Sachen Krankenhaus „nur eine Hand voll Menschen“ ein persönliches Gespräch mit ihm gesucht habe. Ulrich Schmalenbach betonte, dass „Aufsichtsrat und Geschäftsführung immer nur das Beste für Altena versucht haben“. ▪ Von Silvia Sauser

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 29.12.2010

St.-Vinzenz-Krankenhaus: Rentemeister verteidigt seine Informationspolitik

F. Rentemeister
Eigene Sichtweise: Franz-Jörg Rentemeister ist Geschäftsführer des St.-Vinzenz-Krankenhauses. Foto: WR

Altena. Franz-Jörg Rentemeister, Geschäftsführer des St.-Vinzenz-Krankenhauses, meldet sich mit einer schriftlichen Stellungnahme zu Wort: „Ich möchte nochmals betonen, dass meine Informationspolitik und Kommunikation Herrn Dr. Baumeister gegenüber nicht zu beanstanden ist.“
Wenn es Dr. Baumeister wünschte, habe er ihm gegenüber Rede und Antwort gestanden. „Die Namen der Interessenten habe ich selbstverständlich nicht bekannt gegeben.“ Die Aussage von Baumeister sei „nachweisbar falsch“. Rentemeister widerspricht auch dem Begriff der „Verhandlungen“.
Das habe er bisher an keiner Stelle gesagt. „In solchen Fällen geht es nicht anders, wie in der freien Wirtschaft, man sucht Interessenten, hat man sie gefunden, wird nicht gleich verhandelt, sondern der Verkäufer muss eine Fülle von Unterlagen an den Interessenten liefern, dieser prüft dieselben, bringt das Prüfergebnis in seine Gremien ein, dort wird dann entschieden, ob und wie es weiter geht.
Träger hat alle Zusagen eingehalten
Geht es dann weiter, wird verhandelt. Dass eine solche Verhandlung nicht kurzfristig zum Abschluss gebracht werden kann, ist selbstverständlich. Hier sei der Hinweis auf Karstadt oder andere Verkäufe, wenn auch in anderen Dimensionen, erlaubt.“ Für die zweite Monatshälfte Januar 2011 hätten zwei Interessenten die Aufnahme von Verhandlungen angekündigt.
Der Träger, vertreten durch Rentemeister, habe seit August alle Zusagen eingehalten. Das Krankenhaus sei nicht insolvent, keine Abteilung werde zum Jahresende geschlossen und er arbeite „nach wie vor sehr konzentriert“. Dr. Baumeister habe „offensichtlich“ die Betriebsleitungssitzung am 17. Dezember um 13.30 Uhr völlig ausgeblendet.
Kommentare im Internet beleidigend
Franz-Jörg Rentemeister stimmt dem WR-Kommentar in der Dienstags-Ausgabe zu - insbesondere im dritten und letzten Absatz. „Hier treffen Sie den Nagel auf den Kopf, wenngleich es nicht nur auf die Krankenkassen ankommt.“ Rentemeister: „Die Kommentare im Internet, leider alle anonym, strotzen teilweise vor Beleidigungen und Unverschämtheit, auch wenn man die Unkenntnis in der Sache berücksichtigt.“ Rentemeister bestätigt ausdrücklich die gute Arbeit von Dr. Baumeister. „Dennoch bleibt zumindest meine Verwunderung über sein Verhalten und seine Aussagen.“

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 29.12.2010

Vinzenz-Geschäftsführer weist Aussagen von Dr. Baumeister entschieden zurück

Rentemeister wirft Arzt Geschäftsschädigung vor

ALTENA ▪ Empört hat der St. Vinzenz-Geschäftsführer Franz Jörg Rentemeister auf Erklärungen reagiert, die der Ärztliche Direktor des Hauses im Zusammenhang mit seiner Kündigung abgegeben hat: Dr. Hans-Hellmut Baumeister überschätze sich, heißt es in einer von Rentemeister abgegebenen Erklärung. Er wirft dem Arzt darin vor, sich geschäftsschädigend zu verhalten und berichtet, dass dieser nie von sich aus das Gespräch gesucht habe. Es sei stets die Geschäftsführung gewesen, von der die Initiative zu Gesprächen ausgegangen sei.

Rentemeister bestreitet, dass es konkrete Verhandlungen mit Übernahmeinteressenten gibt. Dazu sei ein solches Verfahren zu komplex. „Interessenten bauen zunächst eine Checkliste auf für Unterlagen, die sie benötigen“, schreibt der Geschäftsführer. Erst nach Vorlage dieser Daten könne überhaupt erst entschieden werden, ob ein konkretes Übernahmeinteresse besteht. Die Entscheidung darüber finde zunächst bei den jeweiligen Geschäftsführungen statt, gehe dann an drei Gremien zur Entscheidung, dann erst werde verhandelt.
„Dieser Prozess nimmt viel Zeit in Anspruch“, schreibt Rentemeister, der in diesem Zusammenhang an die Verhandlungen über die Übernahme der Kaufhof-Gruppe erinnert. Zwei Interessenten lägen inzwischen alle angeforderten Unterlagen vor, mit ihnen könne möglicherweise in der zweiten Januarhälfte in konkrete Verhandlungen eingetreten werden. Der dritte Interessent habe sich erst kürzlich gemeldet, ihm gegenüber habe er sogar eine Verschwiegenheitserklärung abgeben müssen, schildert der Geschäftsführer in seiner Erklärung. (Leserbrief am Donnerstag in AK)

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 28.12.2010

Rückblick : St. Vinzenz bewegt die Altenaer

Christof Hüls

200 Schafe und ein Wolf mit Bischofsmütze liefen dem über 2000-köpfigen Demonstrationszug durch die Altenaer Innenstadt vorweg. Zum dritten Male demonstrierten die Altenaer für den Erhalt des Altenaer Krankenhauses.
Altena. Kaum eine Nachricht hat in diesem Jahr so viele Altenaer bewegt wie die Ankündigung, das St.-Vinzenz-Krankenhauses würde zum 31. Dezember geschlossen. Diese Hiobsbotschaft ist zwar von gestern. Doch viele Fragen bleiben - auch unter neuer Führung.
Die Chronologie zwischen Schrecken, Protesten und Hoffen:
Seit Jahren operierten Geschäftsführer und Träger, die katholische Kirche, an dem Kostenapparat im Vinzenz-Krankenhaus. Sinkende Einwohnerzahlen lassen die Zahl der Patienten schrumpfen. Fixkosten laufen weiter, egal ob 1000 oder 1500 Patienten behandelt werden. Doch die Krankenkassen zahlen nur noch eine feste „Fallpauschale“ pro Patient. 600 Euro liegen angeblich zwischen den Durchschnittskosten pro Patient und dem, was das Haus von den Kassen bekommt. Das Damoklesschwert in Form des erwarteten Defizits wiegt 1,9 Millionen Euro.
Jens Linderhaus, ein gebürtiger Altenaer, wird im Januar offiziell in sein Amt als Chefarzt der Inneren Abteilung eingeführt.
Im Hintergrund fallen die Entscheidungen längst nicht mehr in Altena, sondern beim Bistum in Essen und bei den Cellitinnen in Köln. Die drei Monate vor dem Jahreswechsel eingesetzte neue Geschäftsführerin Bettina Schmidt lässt die Intensivstation umziehen. Die bisherige Einrichtung sei überdimensioniert. Bis auf die frühere Schleuse biete auch die neue Station alle nötigen Einrichtungen, beruhigt Geschäftsführerin Bettina Schmidt.
Ein Schrei des Entsetzens geht im Juni durch die Stadt: Es wird bekannt, dass Bettina Schmidt von einer Schließung des Krankenhauses zum 31. Dezember spricht. Stattdessen wollen die Cellitinnen ein Pflegeheim XXL installieren.
Tausende Altenaer werden in den nächsten Monaten auf die Straße gehen, um für „ihr“ Krankenhaus zu streiten. Am WR-Redaktionsmobil äußern sich die Chefärzte und kritisieren, nicht eingebunden worden zu sein in die Überlegungen. Jens Linderhaus gibt unmissverständlich zu verstehen: Für ein Pflegeheim stehe er nicht zur Verfügung.
Der Förderverein des Vinzenz-Krankenhauses startet eine Kampagne „Rettet das Altenaer Krankenhaus“. Dazu gehören Transparente, Kundgebungen, Mail-Aktionen. Der Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde Altena und Vorsitzende des Vinzenz-Aufsichtsrates, Ulrich Schmalenbach, zieht den Zorn auch in der eigenen Gemeinde auf sich. Bürgermeister Hollstein nagelt den Weihbischof auf frühere Versprechen fest und beharrt darauf: Das ist nicht das „katholische Krankenhaus“, sondern das ist das Krankenhaus aller Altenaer Bürger.
Auch der Weihbischof kann die Wogen bei seinem Besuch nicht glätten.
Mitte Juli nimmt das Blatt eine überraschende Wende: Ohne die Gründe zu nennen, kündigt die Katholische Kirche den Geschäftsführungsvertrag mit den Cellitinnen. Bettina Schmidt wird abgezogen und wird sich später auch von den Cellitinnen trennen. An ihrer Stelle gewinnt die Kirche einen pensionierten Krankenhaus-Experten aus Olpe: Franz-Jörg Rentemeister (66) übernimmt.
Er schafft tatsächlich wieder so etwas wie ein Wir-Gefühl im Haus an der Bornstraße. Und er bekommt den Auftrag von der Katholischen Kirche, nach einem neuen Träger zu suchen.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 28.12.2010

St. Marienhospital Balve: Nachfolge von Dr. Bernhard Genzel ist teilweise geregelt. Weitere Personalentscheidung folgt in Kürz

Dr. Baumeister wird neuer Chirurg in Balve

BALVE ▪ Dr. Bernhard Genzel, Chefarzt und Leiter der Chirurgischen Abteilung des St. Marienhospitals, wird in einem halben Jahr in den Ruhestand gehen (wir berichteten). Eine Vakanz der Stelle wird es aber nicht geben, denn die Nachfolge ist praktisch schon geregelt.

Dr. Hans Hellmut Baumeister wird neuer Unfallchirurg am St. Marienhospital.
Am Montag wurde bekannt, dass der seit 21 Jahren am Altenaer St. Vinzenz-Krankenhaus tätige Dr. Hans Hellmut Baumeister nach Balve wechseln wird. Baumeister ist in Altena seit vielen Jahren Chefarzt der Chirurgie und seit etwas mehr als einem Jahr Ärztlicher Direktor des Krankenhauses. Seine Tätigkeit in der Burgstadt beendet er auf eigenen Wunsch, weil er an dem von der Schließung bedrohten Krankenhaus keine Perspektive für seine Arbeit mehr sehe, erklärte er. Der 62-Jährige besitzt einen ausgezeichneten Ruf und ist seit 1982 Facharzt für Unfallchirurgie sowie seit Ende 2007 auch Facharzt für Orthopädie. Am St. Marienhospital soll er ab Juli 2011 als Oberarzt das Team der Unfallchirurgie verstärken.
Damit hat das St. Marienhospital nach den Worten von Krankenhaus-Geschäftsführer Thomas Wülle für die Nachfolge von Dr. Bernhard Genzel eine Teillösung gefunden. Ein Arzt, der die neu aufzubauende Proktologie-Abteilung leiten und auch neuer Chefarzt des Hauses werden soll, werde noch gesucht, so Wülle. Allerdings ist der Geschäftsführer zuversichtlich, auch in dieser Beziehung schon bald Vollzug melden zu können. „Wir stehen relativ kurz vor dem Vertragsabschluss“, so Wülle. Wie er bestätigte, haben sich mehrere Kandidaten um die Stelle beworben, so dass das Krankenhaus wählen könne. „Das ist ein absoluter Glücksfall für Balve“, freute sich Wülle über diese Situation. Kleine Krankenhäuser in ländlichen Regionen haben oftmals Schwierigkeiten, fachlich kompetentes medizinisches Personal zu bekommen. Bevor Dr. Bernhard Genzel am 1. Juli 2000 seinen Dienst in Balve antrat, war das Krankenhaus 14 Monate lang ohne ärztliche Führung gewesen. ▪ vg

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 27.12.2010

Medizin : Chefarzt sieht in Altena keine Perspektive mehr
Christof Hüls
Dr. Baumeister
Dr. Hans-Hellmut Baumeister sieht keine Perspektive mehr am Vinzenz-Krankenhaus. Fotos: Hornemann

Altena. Der Ärztliche Direktor des St.-Vinzenz-Krankenhauses in Altena geht. Dr. Hans-Hellmut Baumeister zieht persönliche Konsequenzen aus Querelen. Der Chefarzt wechselt zum 1. Juli 2011 als Oberarzt zur Katholischen Hospitalgemeinschaft an das St.-Marien-Hospital in Balve.
Der 62-jährige Chefarzt dokumentiert seine Unzufriedenheit auch mit der neuen Geschäftsführung. „Keine Gespräche, kein Zusammentreffen, kein Ideenaustausch, Vorschläge und Mitarbeit offensichtlich unerwünscht“, lautet sein Fazit. Für den Bestand der Chirurgischen Abteilung mit dem bisher angebotenen Leistungsumfang „sehe ich keine Perspektive mehr“, stellt Hans-Hellmut Baumeister in seiner Erklärung fest.
„Bei aller zwingend gebotenen Diskretion während sensibler Verhandlungen ist es unverständlich“, verdeutlicht Baumeister, „dass nicht einmal die Leistungserbringer, die die Veränderungen umsetzen müssen, über mögliche Zielsetzungen mit den beiden noch verbliebenen Interessenten informiert oder in die Entwicklung auch nur ansatzweise mit einbezogen werden.“ Niemand komme an Veränderungen vorbei. Aber die Umsetzung könne nur miteinander bewältigt werden.

Hintergrund
Seit 1990 am St. Vinzenz
Dr. Hans-Hellmut Baumeister stammt gebürtig aus München, wuchs aber in Bochum auf.
Nach dem Examen als Arzt kam er über Zwischenstationen in Bochum und Hattingen 1990 als Chefarzt der Chirurgie ans Altenaer St.-Vinzenz-Krankenhaus.
Seit 1992 wohnt er in Altena. Er absolvierte Zusatzausbildungen in den Bereichen Unfall- und Visceral-Chirurgie sowie in Manueller Medizin.
Künftiger Arbeitsschwerpunkt wird Balve sein
Die Entscheidung sei schwer gefallen. Weiter entfernte Chefarztstellen habe er mit Rücksicht auf Familie und Freunde ausgeschlagen und stattdessen eine ortsnahe Variante gewählt. Drei Direktoren hätten ihm Angebote gemacht, berichtet Dr. Baumeister. Sein künftiger Arbeitsschwerpunkt für die Katholische Hospitalgemeinschaft Iserlohn wird in Balve sein, „so dass ich auch künftig für alle Altenaer zur Verfügung stehe.“
Seit sieben Jahren steht seine Abteilung zur Disposition. Auch in der Ära Kaufmann/Bieding gab es Pläne, die Chirurgie als eigenständige Abteilung aufzugeben. Michael Kaufmann hatte an einer Fusion mit dem Plettenberger Krankenhaus gestrickt, die aber dennoch eine chirurgische Versorgung in der Burgstadt sichergestellt hätte. Geschäftsführer Franz Jörg Rentemeister gab sich am Montag völlig überrascht. Die Kündigung landete in seinem Büro, als die Pressemitteilung bereits raus war.
 Nachuntersuchung: Dr. Hans-Hellmut Baumeister hatte seinem Patienten eine Knieprothese eingesetzt. Seit 20 Jahren operiert er am Krankenhaus in Altena. Foto: Ina Hornemann
Keine Informationen über Nachfolge-Regelung
Am 17. Dezember hatte erstmals überhaupt eine Betriebsleitungs-Sitzung mit Rentemeister stattgefunden. Es gebe inzwischen einen neuen, dritten Interessenten, informierte Rentemeister. Er dürfe aus nicht-öffentlichen Gesprächen nicht berichten, ließ sich Rentemeister keine weiteren Informationen entlocken. In früheren Gesprächen mit beiden Chefärzten sei es sehr wohl um Verbesserungsmöglichkeiten im Angebot des Krankenhauses gegangen.
Rentemeister sagt, er sei sogar zu Investitionen bereit. Während er mit Chefarzt Jens Linderhaus schnell überein gekommen sei, sei das mit Dr. Baumeister nicht möglich gewesen. Er habe jedenfalls seine Versprechen gegenüber Mitarbeitern und Bevölkerung eingehalten, sagt Rentemeister. „Wir sind fest am arbeiten. Ich bleibe bei meiner grundsätzlich positiven Beurteilung.“ Natürlich sei es nicht einfach, Ersatz für Dr. Baumeister zu finden, aber nicht unmöglich. Er will versuchen, das Problem auch mit den potenziellen Käufern zu erörtern.
Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein bedauerte den Schritt Baumeisters in einer ersten Stellungnahme. Altena verliere eine fachliche Kompetenz, die er als „herausragend“ bezeichnet.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 27.12.2010

Ärztlicher Direktor wechselt zum Balver Krankenhaus. Grund: Mangelnde Kommunikation und zu wenig Information

Baumeister verlässt das St.Vinzenz-Krankenhaus

ALTENA ▪ Dr. Hans Hellmut Baumeister verlässt zur Jahresmitte das St. Vinzenz-Krankenhaus. Das teilte der Ärztliche Direktor am Montagmorgen mit. Grund: „Die Chirurgie scheint ein ungeliebtes, weil durch die hohen Vorhaltekosten teures Kind dieses Krankenhauses zu sein“. Schon seit Jahren werde ihre Existenzberechtigung immer wieder in Frage gestellt.

Baumeister äußert sich auch unzufrieden mit der Art und Weise, wie jetzt nach neuen Investoren für das Haus gesucht wird. Er sei in diesen Prozess nicht eingebunden, schreibt er: „Information und Kommunikation liegen weiter brach. Keine Gespräche, kein Zusammentreffen, kein Ideenaustausch – Vorschläge und Mitarbeit offensichtlich unerwünscht“.
 „Für den Bestand einer chirurgischen Abteilung mit dem bisher angebotenen Leistungsumfang sehe ich keine Perspektive mehr“, hat Baumeister deshalb für sich beschlossen. Er wird zur Jahresmitte als Oberarzt zur katholischen Hospitalgemeinschaft Iserlohn wechseln, die Krankenhäuser in Iserlohn, Menden und Balve betreibt. Von ihr werde er vorzugsweise in Balve eingesetzt und stehe dort auch allen Altenaern zur Verfügung, schreibt Baumeister.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 11.10.2010

Aktionsbündnis friert Krankenhaus-Protest ein
ALTENA ▪ Das Aktionsbündnis „Rettet das Krankenhaus“ setzt seine Protest-Aktionen vorerst aus (wir berichteten). Gestern schraubten Wilfried Ramsbott, Vorsitzender des Fördervereins St. Vinzenz und aktives Mitglied im Aktionsbündnis, gemeinsam mit dem neuen Geschäftsführer des Hauses, Franz Jörg Rentemeister sowie Heiko Tölken vom Baubetriebshof, die Protestplakate auf dem Kreisel am Markaner ab. Auch die Hinweise rund um den Selve-Kreisel verschwanden.

 

Nahmen die Protest-Plakate „Nicht schließen!“ am Markaner-Kreisel in der Früh ab: Franz Jörg Rentemeister und Wilfried Ramsbott. Links im Bild Baubetriebshof-Mitarbeiter Heiko Tölken.

 

 

 

© Bonnekoh

„Wir setzen damit ein öffentliches Zeichen“, sagte Ramsbott. Das Krankenhaus sei unter der neuen Leitung von Rentemeister „auf einem guten, einem wie wir meinen positiven Weg“, deshalb wolle man die Protestplakate aus dem öffentlichen Raum entfernen. „Wir sind in konstruktiven Gesprächen“, unterstrich auch Rentemeister.
Das Aktionsbündnis wird in den nächsten Tagen an alle Einzelhändler herantreten und sie bitten, aus ihren Auslagen und Geschäften die Protestplakate „Nicht schließen!“, ebenfalls zu entfernen. In diesem Zusammenhang appellierte Ramsbott auch an die Altenaer, die die roten Aufkleber auf dem Heck ihres Auto prangen haben, sie abzunehmen.
Das sich der Protest vollständig erledigt habe, sei zwar vielleicht etwas voreilig, aber „wir wollen es wagen“, sagte der Krankenhaus-Fördervereinschef überzeugt.
Krankenhaus-Verwaltungschef Franz Jörg Rentemeister geht im übrigen davon aus, „bis zum Jahresende zu wissen, wie es mit dem Haus weitergeht und welche Perspektiven wir haben. Wir stecken da noch mitten in der Arbeit“, meinte er.
Die verschwundene Million Euro, die in der so genannten Konvergenzphase des Hauses plötzlich wie vom Erdboden verschluckt war, hat er mittlerweile wieder aufgespürt (wir berichteten). Der Geschäftsführer meinte nur, das Geld sei investiert worden. Nach seiner Ansicht nach aber in Dinge, die er wohl nicht gemacht hätte. Ausdrücklich verneinte er, dass es in diesem Zusammenhang einen Straftatbestand geben könnte. ▪ job

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 11.10.2010

Krankenhaus : Protestler rollen Transparente ein

Altena, 11.10.2010, Thomas Urban

Die Protestplakate gegen die Schließung des Krankenhauses wurden entfernt. Foto: Thomas Urban

Altena. Gestern Morgen wurden am Markaner- und am Selve-Kreisel die Transparente eingerollt, auf denen gegen Schließungs-Pläne für das Altenaer St. Vinzenz-Krankenhaus protestiert wurde.
Damit reagierte das Aktionsbündnis „Rettet das Altenaer Krankenhaus!“, dessen Mitglieder die Banner im Sommer aufgehängt hatten, auf Kritik des neuen Vinzenz-Geschäftsführers Franz-Jörg Rentemeister. Er hatte vergangene Woche erklärt, solche Aktionen würden dem Krankenhaus schaden. Wenn Assistenzärzte auf dem Weg nach Altena zum Vorstellungsgespräch die Transparente sehen, so hatte es Rentemeister plakativ moniert, drehten sie gleich wieder um.
„Wir stellen unseren Protest zurück“, sagte gestern Morgen Wilfried Ramsbott, Vorsitzender des Krankenhaus-Fördervereins, als er gemeinsam mit dem Vinzenz-Geschäftsführer die vier Transparente in beiden Kreiseln abhängte.

Info
Aktions-Chronik
22. Juni 2010: Über 1200 Menschen bilden eine Kette um das Krankenhaus.
2. Juli 2010: Hunderte kommen zu Friedensgebet und erneuter Menschenkette zusammen. Am Selve- und Markaner-Kreisel werden Protest-Transparente aufgehängt.
9. Juli 2010: Über 2500 Teilnehmer gehen bei einer Demo durch die Innenstadt.
Damit soll gezeigt werden, so Ramsbott, dass man bei der Zukunft des Krankenhauses an eine positive Lösung glaube. Das Aktionsbündnis werde auch auf Einzelhändler zugehen und diese bitten, Protest-Plakate aus den Schaufenstern zu nehmen, kündigte er an. „Ich selbst habe auch meinen Protest-Aufkleber am Auto abgemacht“, berichtete Ramsbott. Und: Die akute Phase des Protestes sei vorbei. Die Arbeit des Aktionsbündnisses beschränke sich nun darauf, engen Kontakt zur Vinzenz-Geschäftsführung zu halten.
Das Bündnis „Rettet das Altenaer Krankenhaus!“ hatte sich im Sommer als Reaktion auf die Schließungs-Pläne gebildet. Es startete mehrere Großdemonstrationen mit bis zu 2500 Teilnehmern, verbunden mit scharfer Kritik an der katholischen Kirche als Krankenhaus-Träger. Außerdem befestigten seine Mitglieder Transparente am viel befahrenen Markaner- und am Selve-Kreisel, um so auf die drohende Vinzenz-Schließung aufmerksam zu machen.

Bis Jahresende soll eine Perspektive her
Als Franz-Jörg Rentemeister Mitte Juli als neuer Vinzenz-Geschäftsführer vorgestellt worden war, verzichtete das Bündnis auf weitere Demos – als Zeichen der Anerkennung für Rentemeister und um einen Schritt auf die katholische Kirche zuzugehen.
Dass gestern auch die Protest-Banner entfernt wurden, war Resultat der ersten Sitzung des Aktionsbündnisses zusammen mit dem Krankenhaus-Geschäftsführer in der vergangenen Woche: Dort hatten Bündnis-Mitglieder zwar Rentemeisters Auffassung widersprochen, ihre Aktionen hätten dem Krankenhaus geschadet. Am Ende aber einigten sich beide Seiten auf den Vorschlag von Bürgermeister Hollstein, die Transparente in den Kreiseln symbolisch gemeinsam einzurollen.
Ohne Einzelheiten zu nennen, wiederholte Rentemeister gestern, dass er möglichst zum Jahresende eine Perspektive für das Krankenhaus präsentieren wolle. Allerdings hatte er vergangene Woche einmal mehr betont, dass die Einrichtung keineswegs schon über den Berg sei. Mit Blick auf die früheren Proteste hatte er auch erklärt, dass er künftig versuchen wolle, „unliebsame Aktionen und Diskussionen zu verhindern“.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 08.10.2010

Krankenhaus : Proteste „unliebsame Aktionen“

Altena, 08.10.2010, Christof Hüls
Altena. Der neue Vinzenz-Geschäftsführer gab es unverblümt zu: Er wolle versuchen, „unliebsame Diskussionen und Aktionen zu verhindern für die Zukunft“. Mit seiner Einschätzung, die Protestaktionen hätten dem Altenaer Krankenhaus geschadet, stieß Franz-Jörg Rentemeister das Aktionsbündnis am Donnerstag zunächst vor den Kopf.

Ärzte, Politiker, ehemalige Aufsichtsratsmitglieder und Krankenhaus-Mitarbeiter hatten mit einer solchen Schelte offenbar nicht gerechnet. Wilfried Ramsbott leitete als Vorsitzender des Vinzenz-Fördervereins auch die Runde im Ratssaal. Er griff zwar den Hinweis des Geschäftsführers auf zurückgehende Patientenzahlen auf: „Die Phase der Abstrafung muss enden.“ Und am Montag wollen Ramsbott und Rentemeister gemeinsam die Transpararente am Markaner einholen.

„Wirkung und Ursache verwechselt“
Dennoch blieb der Vorwurf nicht unwidersprochen im Raum. Ramsbott fragte sich, ob da nicht Ursache und Wirkung verwechselt würden. Schließlich sei in der Ära Schmidt „über Monate nichts Positives an die Öffentlichkeit gekommen.“ Dr. Frank Leienbach brachte es, an Rentemeister gewandt, auf den Punkt: „Ohne den Protest säßen Sie nicht hier!“ Dr. Rita Rüth verwies auf die allgemeine Ärzteknappheit. Unabhängig informiere sich jeder doch vor Antritt einer neuen Stellung im Internet.

Rentemeister wollte zwar keine Vergangenheitsbewältigung leisten, ließ dann aber doch auch klare Worte in Richtung der Verantwortlichen fallen. Seine Vorgängerin, Barbara Schmidt, sei nicht ermächtigt gewesen, in Gremien vom 31. Dezember als Schließungsdatum zu sprechen. Weder der Weihbischof noch Pfarrer Schmalenbach seien Krankenhaus-Experten. Vielleicht, so Rentemeister, sei „die eine oder andere Äußerung zumindest unklug gewesen“.

Kooperation, Fusion oder Übernahme
Rentemeister vermittelte den Eindruck, dass inzwischen hinter verschlossenen Tür mehr läuft. Von vier Interessenten an Übernahme, Fusion oder Kooperation seien noch drei übrig. Zwei hält Rentemeister für „bedeutungsvoll“.

Rentemeister geht davon aus, das erwartete Defizit im kommenden Jahr um 200.000 Euro senken zu können. „Das reicht allerdings nicht.“

Verheißungsvoll klingt auch das Vorhaben, eine geriatrische Früh-Reha einzurichten. An dieser Stelle übergab er das Wort an den jungen Chefarzt der Inneren Abteilung. Jens Linderhaus verwies auf neue Möglichkeiten nach einem Gerichtsurteil.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 07.10.2010

Für das Aktionsbündnis ist der neue Geschäftsführer ein Hoffnungsträger. Rentemeister: „Ich werde kämpfen“

Krankenhaus: Transparente sollen verschwinden

Altena ▪ Wenn Altenas Bürger den Erhalt ihres Krankenhauses wollen, dann müssen sie sich im Krankheitsfall auch dort behandeln lassen – das ist die zentrale Botschaft, mit der St. Vinzenz-Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister am Donnerstagabend vor das Aktionsbündnis „Rettet das St. Vinzenz-Krankenhaus“ getreten ist. Die Auslastung sei schlecht und mit Beginn der Proteste noch weiter zurückgegangen, sagte er und bezeichnete die Demonstrationen auch deshalb als schädlich.
Das sahen seine Zuhörer ganz anders – „dass Sie heute Abend hier sitzen, ist ein Erfolg dieser Proteste“, sagte Miriam Rönnecke. „Hier in Altena setzen viele tausend Menschen Hoffnung in Sie“, attestierte Kober.

Neue Gynäkologin kommt

Dabei versprach Rentemeister nichts – außer: „Ich werde weiter kämpfen“. Die Lage des Hauses sei bedenklich, er müsse sich viel mehr als vorgesehen auch um das operative Geschäft und nicht nur um die Entwicklung von Zukunftsperspektiven kümmern. Erster Erfolg: Einsparungen in Höhe von 200 000 Euro in diesem Halbjahr. „Aber das reicht nicht!“, warnte der Ende Juli verpflichtete Geschäftsführer. Deshalb kämpft er jetzt gegen die schlechte Zahlungsmoral der Krankenkassen an – an die hat das Krankenhaus offene Forderungen in Höhe von 800 000 Euro. Weiter hat Rentemeister es geschafft, eine neue Gynäkologin für das Ärztehaus zu finden. Sie wird noch in diesem Monat ihre Praxis eröffnen. Das Ärztehaus sei einer der Schwachpunke von St. Vinzenz, sagte der Geschäftsführer und sprach dabei von „Riesenproblemen“.
Rentemeister stellte noch zwei weitere, konkrete Maßnahmen vor: Zum einen verhandelt er mit drei Interessenten über Kooperationen, Fusionen oder auch Übernahmen – Details könne er natürlich nicht verraten, beugte er entsprechenden Nachfragen gleich vor. Zum anderen ist ganz konkret die Einrichtung einer geriatrischen Frührehabilitation geplant, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Eine Million Euro verschwunden
„Damit werden Sie nicht zufrieden sein“, sagte der St. Vinzenz-Geschäftsführer nach seinem Vortrag, schätzte damit aber die Stimmungslage seiner Zuhörer falsch ein. „Berechtigten Grund zur Hoffnung“ sah Wilfried Ramsbott und Dr. Andreas Hollstein sagte: „Jetzt ist eine Perspektive da“.
Interessantes Detail am Rande: In der so genannten Konvergenzphase, die kleinen Krankenhäusern eine Zeit lang gute Gewinne bescherte, hat das Haus nach Rentemeisters Berechnungen etwa eine Million Euro Überschuss gemacht – „dieses Geld finde ich nicht“. Dann solle er Strafanzeige erstatten, riet der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Einhard Pflüger. Zu seiner Zeit sei dieses Kapital noch da gewesen.

Im September akuter Ärztemangel
Die Transparente sind Rentemeister ein echter Dorn im Auge. Sie erschweren nach seiner Einschätzung auch die Suche nach neuen Assistenzärzten, die das Haus dringend brauche. Im September sei die Personalsituation so angespannt gewesen, dass Ärzte von außerhalb auf Honorarbasis verpflichtet werden mussten, um Bereitschaftsdienste aufrecht zu erhalten und den Notarztwagen besetzen zu können. Dr. Rita Rüth bezweifelte allerdings, dass das an den Plakaten lag – der Ärztemangel erreiche den ländlichen Raum, sagte sie. Außerdem könne auch ohne Protestplakate jeder Arzt, der sich für eine Stelle in Altena interessiere, schnell Informationen finden.
Trotzdem sollen die Banner jetzt verschwinden. Der Bürgermeister regte an, dass Wilfried Ramsbott sie gemeinsam mit Rentemeister öffentlichkeitswirksam entfernen soll – als Zeichen für die Bürger, wie Dr. Andreas Hollstein betonte.
Thomas Bender

 

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 23.08.2010

Spende : Förderer spendieren Markise
Altena, 23.08.2010, Heinz Linke
W. Ramsbott und U. Schmale
Wilfried Ramsbott (links) und die kommissarische Pflegeheimleiterin Ulrijke Schmale an der vom Vinzenz-Förderverein finanzierten Markise,
Altena. Beim Sommerfest des Vinzenz-Pflegeheims hatte die Markise schon gute Dienste geleistet. Jetzt wurde die Anlage von Wilfried Ramsbott, dem Vorsitzenden des Fördervereins, offiziell an die Einrichtung übergeben.
Insgesamt 36 Quadratmeter werden nunmehr durch die Markise auf der großen Terrasse abgedeckt. Durch den Sonnenschutz kann die Fläche von den Bewohnern jetzt an warmen Sommertagen bestens genutzt werden.
Der Wunsch nach dem Einbau einer Markise war vor einem Jahr vom damaligen Pflegedienstleiter Matthias Schumann ausgegangen. Im Herbst 2009 beschloss der Vorstand des Fördervereins die Maßnahme voll mit seinem Mitteln zu unterstützen. Die Auftragsvergabe erfolgte im April 2010. Die Kosten der aufwendigen Anlage beliefen sich auf rund 12.000 Euro. „Hätten wir gewusst, dass sich die Leitung von St. Vinzenz bereits zu diesem Zeitpunkt mit der Aufgabe des Krankenhauses befasst hat, dann hätten die Maßnahme nie gefördert. Wir bedauern sehr, dass uns damals niemand reinen Wein eingeschenkt hat“, so Wilfried Ramsbott im Gespräch mit der WR.
Insgesamt 25.000 Euro hat der Förderverein bisher jährlich etwa zu gleichen Teilen dem Krankenhaus und dem Pflegeheim für Anschaffungen zukommen lassen. Diese Mittel sind natürlich zunächst einmal gestoppt, denn noch sind die Schließungsabsichten ja nicht vom Tisch.
Krankenhaus: Hoffen auf ruhige Fahrwasser

„Die Berufung von Franz Jörg Rentemeister zum neuen Geschäftsführer von St. Vinzenz mache Hoffnung darauf, dass zunächst alles einmal in ruhigere Fahrwasser kommt,“ ist Ramsbott zuversichtlich.
Bei der offiziellen Übergabe der Markise gestern war die kommissarische Pflegedienstleiterin Ulrike Schmale, die Sozialbetreuerin Gabi Brackmann, der technische Leiter Dirk Mertens und die Vertretung der Heimbewohner zugegen. Der elektrische Anschluss für den Sonnenschutz war durch die technische Abteilung des Krankenhauses installiert worden. Die Anlage ist mit Sensoren ausgestattet worden, die auf Sonne, Wind und Tageslicht reagieren und Impulse zur selbsttätigen Öffnung oder Schließung der Markise aussenden.
Zum Zeitpunkt des Beschlusses, den Sonnenschutz für das Vinzenz-Pflegeheim aus Mitteln des Fördervereins zu finanzieren, stand die Absicht der Aufgabe des Krankenhauses bereits fest.

Geld vorerst nur für Solidaritätsaktionen

Vorsitzender Wilfried Ramsbott kritisiert, dass er über das Vorhaben nicht informiert worden ist.
In diesem Jahr werden keine Maßnahmen gefördert. Der Förderverein unterstützt dafür die Protestveranstaltungen.
Ramsbott sieht durch die Berufung von Franz Jörg Rentemeister zum Geschäftsführer des St. Vinzenz im Augenblick eine positive Entwicklung, so dass er in Übereinstimmung mit dem Bürgermeister nicht zu neuen Protestaktionen aufrufen will. „Wir wollen die momentane Entwicklung nicht behindern.“

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 11.08.2010

Krankenhaus Ambulante Gynäkologie in Altena eingestellt
Christof Hüls
Dr. Hesseling
Chefarzt Dr. Mathias Hesseling operierte im „Zentrum für ambulante Gynäkologie“ im Altenaer Krankenhaus.

Altena. Das „Zentrum für ambulante Gynäkologie“ hat den Betrieb eingestellt. Nach der Sommerpause kommen keine Spezialisten mehr aus Wuppertal nach Altena. Zwar dürfte weiter operiert werden. Die Eingriffe würden aber von den Krankenkassen nicht bezahlt.
Zweimal wöchentlich kümmerten sich bisher die Gynäkologen Dr. Mathias Hesseling und Dr. Rainer Heitz um Patientinnen aus der Region. Zwar dürfte weiter operiert werden. Die Eingriffe würden aber von den Krankenkassen nicht bezahlt, und die Operateure und das Haus würden darüber hinaus ein nicht tragbares Haftungsrisiko eingehen.
Martin Mackenberg-Hübner, Pressesprecher des Klinikverbundes St. Antonius und St. Josef, betont, dass „Einvernehmen zwischen allen Beteiligten – der alten und der neuen Geschäftsführung sowie den beiden Operateuren – bestand, dieses Angebot nicht gegen den erklärten Willen der Krankenkassen weiter aufrecht erhalten zu können.“ Einen Zusammenhang mit der Einsetzung eines neuen Geschäftsführers verneint Mackenberg-Hübner. Der neue Vinzenz-Geschäftsführer weilt derzeit im Urlaub.
Koopertation mit Wuppertal läuft weiter
Die Kooperation des St.-Vinzenz-Krankenhauses mit der Wuppertaler radprax läuft weiter: So werden Aufnahmen des hochmodernen Computer-Tomographen von der Bornstraße auch weiter per Datenleitung nach Wuppertal transferiert. Dort beurteilen Radiologen das Krankheitsbild.
Die Vergütung der Leistungen der Wuppertaler Gynäkologen in Altena scheiterte an einer Rechtslage, auf die sich die Krankenkassen berufen: Da das Altenaer Krankenhaus über keine gynäkologische Hauptabteilung verfügt, kann die Leistung von Krankenhaus-Ärzten – dies sind die beiden Operateure – nicht abgerechnet werden. Thomas Fritz, Geschäftsbereichsleiter der AOK Westfalen, bestätigt diese Darstellung. Die Praxis in Altena sei mit der gesetzlichen Rechtslage nicht vereinbar.
Ein niedergelassener Gynäkologe mit Kassensitz könnte hingegen, falls eine solche Belegabteilung wieder vorgehalten werden könnte, die hochmoderne Ausstattung der Operationssäle nutzen. Im Rahmen der von der vormaligen Geschäftsführerin Bettina Schmidt umgesetzten Verlegung der Intensivbetten sind besondere Kapazitäten für die ambulant operative Patienten entstanden. Davon profitieren Patienten die sich in der Chirurgie oder durch Ärzte für Koloprokotologie (Darm) oder HNO ambulant operieren lassen.
Das Krankenhaus sucht auch weiter nach einem Gynäkologen oder einer Gynäkologin für das angegliederte Gesundheitszentrum.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 22.07.2010

Krankenhaus: Wechsel an der Geschäftsführung wird positiv gesehen
von Johannes Bonnekoh - ALTENA - Für Wilfried Ramsbott, den Vorsitzenden des St. Vinzenz-Krankenhaus-Fördervereins, ist der Wechsel an der Spitze der Geschäftsführung „eine gute Entscheidung (AK berichtete)
W. Ramsbott

„Ich schätze Franz-Jörg Rentemeister als integeren Mann ein. Den Vorgang werte ich als gutes Zeichen. Offenbar schlägt das Bistum einen anderen, einen neuen Weg ein.“ Zwar sei es noch zu früh, zu sagen, wohin es gehe, doch ist nach Ansicht von Ramsbott die Chance, einen anderen Träger für das Haus zu finden, mit Rentemeister deutlich gestiegen. „Ich denke mal mit so viel Gegenwind und Druck hat das Bistum nicht gerechnet. Und deshalb werden wir nicht nachlassen, weiter für den Erhalt des Hauses zu kämpfen“, sagte er gestern auf dem Wochenmarkt. Dort verteilte er unter der Überschrift des roten Plakates „Nicht schließen!“ wieder „Protest-Urlaubsgrüße an das Bistum“.

Wilfried Ramsbott, Fördervereinschef des Altenaer St. Vinzenz-Krankenhauses. ▪
© Bonnekoh

.Ulrich Schell, Mitarbeitervertreter im Krankenhaus, meinte vorsichtig: „Wir können die neue Entwicklung natürlich noch nicht abschätzen. Aber Herr Rentemeister macht einen guten Eindruck“. Die Mitarbeitervertretung wolle und werde ihm nun die nötige Ruhe zugestehen, um alle notwendigen Daten aufzuarbeiten.
Dr. Hans-Hellmut Baumeister sagte, er habe Rentemeister in einem kurzen Gespräch am Mittwoch erstmals kennen gelernt. „Was ich nicht mehr zulassen werde, sind Heimlichtuerei und vertrauliche Gespräche. Das mache ich nicht mit. Und Herr Rentemeister hat versprochen, diesen Weg nicht zu gehen. Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren: Die Leute orientieren sich. Zwar noch nicht weg von unserem Haus, aber so was geht ganz schnell.“ Das Bistum müsse jetzt eine schnelle Entscheidung treffen.
„Wir warten auf die Dinge, die da kommen werden“, orakelte Stefan Kemper, Urlaubs-Vertreter des Bürgermeisters. „Wir sind ja aktuell nicht involviert, müssen halt zur Kenntnis nehmen, dass die Geschäftsführung gewechselt hat. Persönlich hoffe ich natürlich, dass die Dinge sich jetzt weiter positiv entwickeln werden.“

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 22.07.2010

St. Vinzenz : Zwischen Zurückhaltung und Zuversicht
Thomas Urban
Demonstration

Altena. Unterschiedlich fallen die Reaktionen auf den Geschäftsführer-Wechsel beim finanziell angeschlagenen St. Vinzenz Krankenhaus aus. Wie berichtet, war am Mittwoch Franz-Jörg Rentemeister als neuer Mann an der Spitze vorgestellt worden.

 

Altenaer demonstrieren für den Erhalt ihres Krankenhaus St. Vinzenz.

„Ich bleibe abwartend“, sagt Dr. Hans-Hellmuth Baumeister, Chefarzt der Chirurgie. Es sei klar, dass sich der neue Geschäftsführer erst einarbeiten müsse. Doch bei Baumeister klingt aufgrund seiner bisherigen Erfahrung Skepsis durch: „Ich bin es leid, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden“, kritisiert er. Man werde nicht gefragt, man werde nicht gehört. Es sei nicht bekannt, in welchen Bereichen das Krankenhaus Geld verdiene bzw. Defizite einfahre. „Wenn ich bei Opel arbeiten würde, wüsste man so etwas von jeder Schraube“, so Baumeister. Er prophezeit, dass sich Krankenhaus-Mitarbeiter nach neuen Jobs umschauen, wenn nicht bald eine Lösung auf dem Tisch liege. Baumeister: „Dann wird das hier eine leere Hütte.“
Zuversichtlicher äußert sich Ulrich Schell, Vorsitzender der Mitarbeiter-Vertretung des Krankenhauses, in dem es 230 Beschäftigte gibt. „Es hat sich in kürzester Zeit einiges bewegt“, meint Schell. Damit spielt er auf das Rentemeister-Engagement und zuvor auf die Berufung des Altersmediziners Dr. Heinrich Greuel in den Aufsichtsrat an. Ramsbott zuversichtlich

Dessen Bochumer Reha-Klinik für Senioren mit minimaler Akut-Versorgung ist möglicherweise ein Vorbild für Altena.
Optimistisch zeigt sich auch Wilfried Ramsbott, Vorsitzender des Fördervereins von St. Vinzenz. „Ich finde die Personalie positiv“, sagt er. Als Folge soll es zunächst keine große Protestaktion mehr geben. „Wir gehen damit einen Schritt auf die katholische Kirche zu“, erklärt Ramsbott. Allerdings bleibe es bei der E-Mail- und Postkarten-Aktion, über die Altenaer ihre Sorgen beim Bistum Essen äußern sollen.
Wilfried Ramsbott hofft, bald persönlich mit dem neuen Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister sprechen zu können. Er beklagt, dass die Krankenhaus-Verwaltung zuletzt Rechnungen im Wert von rund 16.000 Euro viel zu spät an den Förderverein weitergeleitet habe - u.a. für Außenbepflanzung, Sonnenbeschattung einen Instrumentenwagen und einen Krankenstuhl. Im April seien die Rechnungen im Krankenhaus, der Postadresse des Fördervereins, eingegangen, aber erst Ende Juni weitergeleitet worden. Die Folge: Der Förderverein kann kein Skonto mehr abziehen und muss möglicherweise Mahngebühren zahlen.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 21.07.2010

Im Altenaer Krankenhaus hat ab sofort Franz-Jörg Rentemeister aus Olpe das Sagen
St. Vinzenz wechselt Geschäftsführung aus
ALTENA ▪ Erneut eine überraschende Entwicklung am St. Vinzenz-Krankenhaus: „Einvernehmlich“ und mit sofortiger Wirkung wurde der Geschäftsführungsvertrag mit dem Wuppertaler Klinikverbund St. Antonius gekündigt.
Hr. RentemeisterFranz-Jörg Rentemeister

Das teilte heute (21. Juli) der Aufsichtsrat mit und präsentierte zugleich den Nachfolger der bisherigen Geschäftsführerin Bettina Schmidt. Franz-Jörg Rentemeister aus Olpe soll es jetzt richten. Der 67-Jährige war dreieinhalb Jahrzehnte in der Geschäftsführung des Martinus-Hospitals in Olpe tätig. Er gibt sich ein halbes Jahr Zeit, nach Lösungswegen für das Altenaer Krankenhaus zu suchen. Dazu müsse er zunächst alle relevanten Informationen zusammen tragen, teilte er am Vormittag mit und gab in diesem Zusammenhang auch eine Überraschung preis: Obwohl seit Wochen um die Zukunft des Krankenhauses gerungen wird und die alte Geschäftsführung bereits für die Umwandlung in eine geriatrische Reha geworben hat, gibt es bis heute keine Zusammenfassung und Bewertung aller relevanten Zahlen und Fakten.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 21.07.2010

St. Vinzenz : Neuer Geschäftsführer
Thomas Urban
Menschenkette Mehrere Demos für das Krankenhaus gab es in den vergangenen Wochen.

Altena. Das finanziell angeschlagene St. Vinzenz-Krankenhaus hat einen neuen Geschäftsführer: Gestern wurde Franz-Jörg Rentemeister (66) aus Olpe vorgestellt. Dort hat er sich den Ruf eines innovativen Krankenhaus-Chefs erarbeitet. Trotz der überraschenden Personalie müssen die Altenaer weiter um den Erhalt ihres Krankenhauses bangen. Denn auch der neue Mann verspricht ihnen keine schnelle Lösung.

„Wir wollen die nächsten Monate neutral angehen“, begründete Pfarrer Ulrich Schmalenbach, Vorsitzender des Krankenhaus-Aufsichtsrates, gestern den Wechsel an der Spitze. Der Geschäftsführungs-Vertrag mit den Kliniken St. Antonius in Wuppertal sei einvernehmlich aufgehoben worden. Damit ist auch die Amtszeit der bisherigen Geschäftsführerin Bettina Schmidt beendet.

Seit einer Woche arbeitet sich Franz-Jörg Rentemeister nun ein. Er hat nach einer Anfrage des Generalvikariats für die Aufgabe zugesagt. „Ich sauge Informationen förmlich auf“, sagt er, „aber ich brauche mehrere Wochen, um ein komplettes Bild zu bekommen.“ Es wird also einige Zeit dauern, bis Klarheit über die Zukunft des Krankenhauses herrscht.

Seit 1971 war Rentemeister im Kreis Olpe tätig – erst als Geschäftsführer im St. Martinus-Hospital, später in gleicher Position bei der Katholischen Hospital-Gesellschaft Südwestfalen, zu dem neben dem Olper Krankenhaus auch das Lennestädter St. Josefs-Hospital gehörte. „Hier ist ständig ausgebaut worden“, heißt es in Olpe über die lange Ära Rentemeister.

Unter seiner Führung steigerte das Olper Krankenhaus seine Bettenzahl von 330 auf 380. Wie das funktioniert hat, erklärt der 66-Jährige, der seit 2009 im Ruhestand ist, so: „Wir haben Marktlücken erschlossen.“ Ob das ein Hoffnungsschimmer für Altena ist? Rentemeister selbst jedenfalls sieht sein Engagement als „positives Signal“. Als er das begründen will, rutscht ihm ein flapsiger Satz heraus: „Ich bin mehr als eineinhalb Tage pro Woche im Haus“ – ein Seitenhieb in Richtung seiner Vorgängerin Schmidt. Rentemeister bringt auch politische Erfahrung mit: Für die CDU saß er im Olper Kreistag. Sein Aufgabengebiet dort: Soziales.

Jetzige Struktur kann nicht bestehen bleiben

Für die Arbeit des neuen Geschäftsführers gibt es einen Rahmen, den Pfarrer Schmalenbach so beschreibt: „Ein Bestand des Krankenhauses in der jetzigen Struktur ist nicht möglich.“ Er wiederholte gestern, dass im Aufsichtsrat noch keine Entscheidung über die Zukunft des Hauses gefallen sei. Es bleibe auch bei der Zusammenarbeit mit dem Bochumer Altersmediziner Dr. Heinrich Greuel. Er hat in einem zur Reha-Klinik für Senioren umgebauten Krankenhaus eine minimale Akut-Versorgung aufrecht erhalten.

Auf eine ähnliche Lösung hofft man auch in Altena – anstelle der Umwandlung in eine reine Pflege-Einrichtung, wie sie die katholische Kirche vorgeschlagen hat. Der neue Geschäftsführer will sich zu solchen Vorschlägen jetzt noch nicht äußern. „Wir stehen in Konkurrenz zu anderen Krankenhäusern“, begründet Franz-Jörg Rentemeister seine vorläufige Zurückhaltung.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 14.07.2010

Erneut Unterschriften gegen Krankenhaus-Umwandlung übergeben. Bürgermeister Hollstein leitet sie weiter an den Bischof
Rettet das Krankenhaus: 6500-facher Protest

ALTENA ▪ Kaum war die Nachricht von der drohenden Krankenhaus-Umstrukturierung ‘raus, da machten in Altena schon die ersten Unterschriftenlisten die Runde – eine anfangs noch unkoordinierte Aktion, die mehrere Mütter beziehungsweise Väter hatte. Zu ihnen gehörten auch Petronella Carnheim und Manuela Frenzel.

Petronella Carnheim und Manuela Frenzel übergaben die Unterschriften an Dr. Andreas Hollstein.
Mit großem persönlichem Engagement haben sie in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde Unterschriften gesammelt, Listen ausgelegt, Freunde und Verwandte aktiviert. Mit großem Erfolg: Gestern übergaben sie dem Bürgermeister gut 2800 Unterschriften, der sie nun an den Bischof weiterleiten soll.
Persönlich betroffen
Große persönliche Betroffenheit über die Krankenhaus-Pläne sei Grund für ihr Engagement gewesen, berichteten die beiden beim Bürgermeister. Das gilt vor allem für Manuela Frenzel: Sie hat im Altenaer Krankenhaus gelernt – es sei „unvorstellbar, dass dieses Krankenhaus so nicht mehr sein soll". Zusätzlich zu den Unterschriftenslisten hat sie über das Internet-Netzwerk „wer kennt wen“ einen Online-Protest organisiert, den ihren Angaben zufolge bis heute weitere 1 645 Personen unterstützt haben.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 09.07.2010

Demo fürs Krankenhaus. Tierschützer kritisieren den Einsatz lebender Tiere bei der Freitagsdemo. Schäfer bleibt gelassen
Ein donnerndes Pott Jost für das Krankenhaus

ALTENA ▪ Am Ende fuhr der Besenwagen – die Kehrmaschine des Bauhofes sammelte nach der Krankenhaus-Demo am Freitagabend die Köttel von 200 Wanderschafen ein. Sie und der Bischof im Wolfskostüm bildeten die Spitze des Demonstrationszuges, dem sich rund 2500 Menschen angeschlossen hatten.

Marschiert wurde durch die Innenstadt, wo die Schafe interessiert an der Bepflanzung der Blumenkübel knabberten und manche Auslage sozusagen in letzter Sekunde vor ihnen in Sicherheit gebracht wurde.
Abschlusskundgebung auf dem Bungern
Bei der Abschlusskundgebung auf dem Bungern traf Dr. Frank Leienbach den Nerv der Altenaer am besten, als er ein dreifaches „Pott Jost“ für Altena, die Bürger und das Krankenhaus anstimmen ließ. Da wurde es richtig laut auf dem Aufmarschplatz der Schützen. Aber auch bei den anderen Ansprachen zeigten die Demonstranten – darunter auch eine starke Abordnung der Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehr – mit Trillerpfeifen, Buh-Rufen, aber auch tosendem Applaus, dass sie von einer Umwandlung des Krankenhauses in ein Pflegeheim nichts halten und dass sie zu jenen stehen, die sich dem in den Weg stellen.
Übrigens: Ganz unumstritten waren die Aktionen nicht. Einige Katholiken fanden den Wolf mit der Bischofsmütze zu polemisch, der Tierschutzverein fürchtete angesichts der Hitze und der vielen Menschen um die Gesundheit der Schafe. Er habe mehrere Anrufe besorgter Bürger bekommen, berichtete der zweite Vorsitzende Wolfgang Brüggemann. Schäfer Mike Roloph vom Naturschutzzentrum sah das gelassen: Es handele sich um Wanderschafe, die es gewohnt seien, auch bei Hitze größere Strecken zum nächsten Weideplatz zurückzulegen.
Aufruf zur Sitzblockade
Es mehren sich auch Stimmen, die meinen, man müsse den Protest zum Bischofssitz in Essen tragen – „wir sollten ein paar Busse chartern und da eine Sitzblockade machen“, sagte Friedrich Wilhelm Becker am Rande der Demonstration. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein hingegen ist sich sicher, dass der Protest der Altenaer beim Bistum gehört wird: „Man spricht dort schon von den Freitagsdemos im Altena“, sagte er und spielte damit auf die Montagsdemos an, die den Untergang der DDR begleiteten. ▪ Thomas Bender

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 08.07.2010

Krankenhaus : „Der Bischof sollte
Christof Hüls
DemonstrationlAltenaer demonstrieren für den Erhalt ihres Krankenhaus St. Vinzenz. Der Zug zieht sich vom Bungernplatz bis zum Markaner.

Altena. Der Einsatz eines als Bischof verkleideten Menschen inmitten der Schafherde bei der Demo heute sorgt für ersten Unmut.
Das Aktionsbündnis „Rettet das Altenaer Krankenhaus“ schaltet einen Gang höher und will ab heute auch laut werden, nachdem die bisherigen Protestaktionen eher leise verliefen. Um dem Ganzen den Anstrich einer „Groß“-Demo zu verleihen, ziehen wie berichtet mehrere hundert Schafe den Demonstranten voraus. Mitten drin soll ein als Bischof verkleideter Mensch laufen. „Es geht nicht darum, den Bischof zu verunglimpfen“, beteuert Bürgermeister Dr. Hollstein. Das Aktionsbündnis wolle unterstreichen, dass der Bischof eine Verantwortung für seine Schäfchen hat. Der Förderverein von Krankenhaus und Pflegeheim sieht die Demo gleichzeitig als öffentliche Mitgliederversammlung. Auch Altenas größte Bürgerbewegung, die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft, ruft seine Schützen auf, zur Demonstration zu kommen. Eine offenbar mehrfach gestellte Frage hat Hauptmann Klaus Knipping im Nachgriff beantwortet: Ausnahmsweise brauchen die Schützen nicht ihre grünen Mützen aufsetzen.
Wer mit dem Auto kommt, sollte sein Fahrzeug lieber im weiten Umkreis parken. Am Treffpunkt Stadtwerke gibt es heute keine Parkmöglichkeiten! Um 17 Uhr beginnt dort die Demonstration. Schaf und Bischof vorweg soll sich die Menschenmenge über die Linscheidstraße bis zum Kreisel bewegen und dort in die Fußgängerzone umschwenken. Endpunkt wird der Bungernplatz sein.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 06.07.2010

Krankenhaus : Hoffnung auf Gespräche mit Pletttenberg
Christof Hüls
Altenaer demonstrieren für den Erhalt ihres Krankenhaus St. Vinzenz.
Altena. Eine engere Kooperation der Krankenhäuser Plettenberg und Altena kommt wieder in den Bereich des Möglichen. Am Montag beriet Altenas „Notarzt“ Dr. Greuel mit dem Plettenberger Geschäftsführer Michael Kaufmann. Der freut sich: „Das waren die ersten Gespräche mit dem St. Vinzenz seit dem 18. August vergangenen Jahres.“
Hinter den Kulissen verdichten sich Hinweise darauf, dass die katholische Kirche tatsächlich nicht mehr um jeden Preis an der Trägerschaft festhalten will. Angeblich sind das anthroposophische Gemeinschafts-Krankenhaus Herdecke, ein evangelischer Träger und der Johanniter-Orden an Kooperationen oder Übernahme interessiert.
Es besteht offenbar Aussicht, das Kriegsbeil zwischen katholischer Seite und der früheren Geschäftsführung Kaufmann/Bieding zu begraben. Michael Kaufmann lobt sein neues Gegenüber auf Altenaer Seiten: „Ich habe das Gefühl, dass das Bistum Essen mit Dr. Greuel einen sehr kompetenten und erfahrenden Mann geschickt hat.“ Und: „Der spielt mit offenem Visier.“
Um das zarte Pflänzchen des Vertrauens nicht zu schädigen, will Kaufmann auch Anzeige und einstweilige Verfügung gegen den stellvertretenden Altenaer Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Wehr nicht weiter verfolgen.
Es sei ein weiterer telefonischer Kontakt vereinbart worden, erklärt Kaufmann. Jetzt müsse geklärt werden, was von der Idee aus dem Sommer 2009 noch zu retten sei. Wie berichtet, strebten die Krankenhäuser Altena und Plettenberg bis vor einem Dreivierteljahr eine Art Fusion unter einer gemeinsamen Holding an.

Zwei Assistenzärzte verlassen das Haus

Gestern hatte Geschäftsführerin Bettina Schmidt zu einer Personalversammlung eingeladen, um Dr. Greuel vorzustellen. Der Tenor: „Wir arbeiten an allen Lösungen.“ Die Mitarbeiter/innen hatten sich konkretere Antworten oder Ansätze versprochen. Die konnte aber auch der in den Aufsichtsrat berufene Chefarzt aus Wattenscheid nicht geben. Schmidt stellte noch einmal die angeblichen Fehler der Vorgänger heraus.
Inzwischen wurde bekannt, dass mindestens zwei Assistenzärzte aus der Inneren Abteilung das Haus verlassen. Das nehme die derzeitige Geschäftsführung in Kauf, heißt es. Erspart es doch Kündigungen.

Das Aktionsbündnis „Rettet das Altenaer Krankenhaus“ ruft weiter zum Protest auf: mittwochs, donnerstags und montags um 14.30 Uhr sollten Altenaer weiter ihre Sorgen dem Bischof per Mail mitteilen. Am Freitag um 17 Uhr soll die bisher größte Demo erstmals „lautstark“ die Angst artikulieren.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 06.07.2010

Gespräche im Aufsichtsrat des St. Vinzenz-Krankenhauses. Friedrich-Wilhelms-Schützengesellschaft ruft zur Demonstration auf
St. Vinzenz: Greuel spricht mit Kaufmann

ALTENA ▪ Ende der Eiszeit: Dr. Heinrich-Walter Greuel, das neue Mitglied des St. Vinzenz-Aufsichtsrates, hat sich am Montag mit dessen ehemaligem Geschäftsführer Michael Kaufmann getroffen.

„Nicht schließen“ – das meint auch der Vorstand der Friedrich-Wilhelms-Schützengesellschaft.
Bei dem Gespräch ging es um Pläne, die Kaufmann seinerzeit zusammen mit dem damaligen Aufsichtsrat geschmiedet hatte und die eine Fusion der Krankenhäuser Altena und Plettenberg zum Ziel hatten.

Stillschweigen vereinbart
Über die konkreten Inhalte des Gespräches wurde Stillschweigen vereinbart. Allerdings merkte Kaufmann gestern an, dass er den Austausch als „sehr angenehm“ empfunden habe. Greuel sei ein offener und sachorientierter Gesprächspartner. Er habe ihm mitteilen können, dass Plettenberg nach wie vor an einer Zusammenarbeit interessiert sei.
Aus diesem Grunde habe er sich entschlossen, die juristischen Schritte gegen den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Wehr nicht weiter zu verfolgen, sagte Kaufmann gestern gegenüber dieser Zeitung. Eine weitere Verschärfung sei in der derzeitigen Situation „nicht sachdienlich“.
Auch die Schützen beteiligen sich
Der engere Vorstand der Friedrich-Wilhelms- Gesellschaft hat am Montag beschlossen, sich aktiv an der Protestaktion gegen die geplante Umwandlung des St. Vinenz-krankenhauses in einer geriatrische Reha zu beteiligen. Hauptmann Klaus Knipping wörtlich: „Wir forden alle Schützen mit ihren Angehörigen auf, sich am Freitag um 17 Uhr an den Stadtwerken zu treffen, um am Protestmarsch zum Bungern und der anschließenden Kundgebung teilzunehmen. Von den Verantwortlichen fordern wir eine Lösung, die die Interessen der Bürger Altenas berücksichtigt“. ▪ Thomas Bender

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 02.07.2010

Für St. Vinzenz: „Friedlich, mit Protest im Herzen“

ALTENA - Während manche gestern Nachmittag um kurz vor fünf noch ahnungslos durch die Stadt schlenderten, versammelten sich Hunderte auf dem Bungernplatz. Ihr Ziel: Sie wollen ihr Krankenhaus, das St. Vinzenz, retten. Rund 500 Altenaer kamen – trotz Hitze und Fußball-WM mit dem Spiel Niederlande gegen Brasilien (2 : 1). Und es waren erstaunlich viele ältere Mitbürger auf den Beinen. Sie beteten und bildeten eine Menschenkette bis zum Markaner. Von Ilka Kremer

„Verleih uns Frieden“: Rund 500 Altenaer sangen und beteten für die Rettung des Krankenhauses.
„Verleih uns Frieden“, so hieß das Lied, das die Demonstranten-Gemeinde sang. Denn sie alle wollen für das Krankenhaus kämpfen, aber mit Besonnenheit. Und so hatte auch das ökumenische Gebet nur friedliche Botschaften. Für die katholische Gemeinde sprachen Ulrich Slatosch und Miriam Rönnecke, für die evangelische traten Pfarrerin Merle Vokkert und Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier vor das Mikrofon. Sie baten um Gerechtigkeit, „dass der eine oder andere über seinen Schatten springt, und dass man wieder aufeinander zugeht“. Denn nur Offenheit und Transparenz könnten Verständnis dafür wecken, dass bestimmte Entscheidungen getroffen werden müssten. „Es ist nicht die Zeit zum Taktieren, sondern zum Handeln.“
Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein forderte dann die Demonstranten auf, eine Menschenkette bis zum Markaner zu bilden. „Friedlich, mit Protest im Herzen.“ Die Altenaer setzten sich in Bewegung, an der Burg Holtzbrinck vorbei, „die Stadt runter“ bis zum Kreisverkehr. Dort wurde das Banner mit Weihbischof Franz Vorraths Worten installiert: „Das Bistum Essen hält das St. Vinzenz-Krankenhaus Altena für die Bevölkerung (...) für unverzichtbar (...).“
Die nächste Protest-Aktion zur Rettung des Krankenhauses ist für kommenden Freitag geplant. Alle, die sich einsetzen wollen, treffen sich um 17 Uhr an den Stadtwerken.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 02.07.2010

Bürger Demonstrieren: Krankenhaus erhalten

Altena, 02.07.2010, Heinz-Rudolf Rust
„Es ist ernst, aber nicht hoffnungslos“, eröffnete Diakon Slatosch die Reihe von Gebeten und mahnte, Agressionen nicht ins Persönliche abgleiten zu lassen.
Sollte der Weihbischof noch einmal kommen, wird er seit gestern Abend am Markaner-Kreisel an sein Wort erinnert: „Das Bistum Essen hält das St.-Vinzenz-Krankenhaus für die Bevölkerung für unverzichtbar".

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 01.07.2010

Aktionsbündnis : Menschenkette und Gebet fürs Krankenhaus

Altena, 01.07.2010, Der Westen
Altena. Am Freitag um 17 Uhr macht das Aktionsbündnis „Rettet das Altenaer Krankenhaus“ wieder mobil: Nach einem Fürbitte-Gebet auf dem Bungernplatz braucht das Bündnis noch einmal viele, viele Menschen für eine Menschenkette.
Die soll entweder über die Lenneufer- oder durch Kirch- und Lennestraße führen. Von Hand zu Hand sollen die Teilnehmer ein Tansparent weitergeben bis zum Markaner-Kreisel. Dort soll es dann auf die Gefahr der Krankenhaus-Schließung aufmerksam machen.

Bischof beschwert sich

Unabhängig davon läuft der E-Mail-Protest montags, mittwochs und donnerstags um 14.30 Uhr weiter (ruhrbischof@bistum- essen.de). Weihbischof Vorrath äußerte sich am Dienstag bei seinem Besuch in Altena wenig begeistert darüber, sprach von „Agitation“ und berichtete von Kommentaren „unter der Gürtellinie“. Bürgermeister Dr. Hollstein unterstreicht deshalb: Bürger sollten dem Bischof sachlich „ihre Sorge“ mitteilen.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 30.06.2010

Kaufmann erstattet Strafanzeige gegen Hans Wehr. Der neue Aufsichtsrat wurde detailliert über Situation informiert
Kooperationszug ist noch nicht abgefahren

.ALTENA ▪ Das Plettenberger Krankenhaus sei weiter an einer engen Kooperation mit St. Vinzenz interessiert. Diese Einschätzung verkündeten die Plettenberger Geschäftsführer Barbara Bieding und Michael Kaufmann am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Das in den letzten Jahren von ihnen gemeinsam mit den Aufsichtsräten beider Häuser entwickelte Modell sei nach wie vor tragfähig und vernünftig, betonten die beiden.
Vordergründiger Anlass für ihre Einladung an die Presse waren scharfe Angriffe, die Hans Wehr gegen Bieding und Kaufmann gerichtet hatte. Sie hätten bewusst die auf die Insolvenz des St. Vinzenz-Krankenhauses zugesteuert und den Aufsichtsrat getäuscht, schrieb Wehr in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates. Gegen diesen Vorwurf werde er sich zu Wehr setzen, kündigte Kaufmann an. Seine Anwälte hätten den Auftrag, eine einstweilige Verfügung zu beantragen, die Wehr die Wiederholung dieser Behauptungen verbietet. Außerdem sollen sie Strafanzeige stellen.
Schlimm sei, das Wehr die Absurdität seiner Behauptung hätte erkennen können, sagte Kaufmann. In unmittelbarem Zusammenhang mit ihrer Abberufung habe Bieding den neuen Aufsichtsratsmitgliedern einen detaillierten, schriftlichen Bericht über die wirtschaftliche Lage des Krankenhauses übergeben. Dem sei auch zu entnehmen gewesen, welche Maßnahmen in der Vergangenheit bereits ergriffen wurden und welche zukünftigen Schritte erforderlich seien. Kaufmann erinnerte auch daran, dass die geplante Kooperation von vielen Fachleuten auch auf kirchlicher Seite sehr positiv bewertet worden sei. Selbst Martin Stein, Geschäftsführer bei Stiftung der Cellitinnen, habe Gefallen daran gefunden, aber klar (und ohne Angaben von Gründen) erklärt: „Mit Kaufmann nicht“. Als der Wille zur Kooperation im Oktober 2009 noch einmal von beiden Seiten bekräftigt worden sei, hätten die Geschäftführungen beider Häuser einen entsprechenden Arbeitsauftrag erhalten – „von Altenaer Seite ist daraufhin nichts passiert“, berichtete Bieding.
Heinrich Walter Greuel, der neue starke Mann im Vinzenz-Aufsichtsrat, habe ihn noch nicht angerufen, verriet Kaufmann – wenn der Wattenscheider Chefarzt das tue, dann sei er „natürlich“ zu Gesprächen bereit. „Wir können sofort da weitermachen, wo wir vor neun Monaten aufgehört haben“, sagte Kaufmann nicht ohne Hinweis darauf, dass seit dem Wechsel von Geschäftsführung und Aufsichtsrat im September 2009 viel Zeit verloren worden sei. Bereits eingeleitete Kooperationen etwa im Bereich der Haustechnik oder der Pflegedienstleitung seien von der Altenaer Geschäftsführung wieder rückgängig gemacht worden, und zwar kommentarlos.
Die Kooperation mit Plettenberg ist für Greuel „Plan A“. Er habe die Unterlagen dazu gesehen, sagte er am Dienstagabend im Pfarrsaal St. Matthäus. Manches verstehe er noch nicht, manches übersteige auch seine Vorstellungskraft – auch deshalb werde er sich damit noch befassen. Allerdings müsse man auch akzeptieren, dass es manchmal „Verwerfungen gibt, die sich nicht mehr ausräumen lassen“. Für Kaufmann ist das kein Thema: Es sei Aufgabe einer jeden Krankenhausgeschäftsführung, nach Kooperationspartnern zu suchen – „da haben Animositäten hintenan zu stehen“.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 30.06.2010

Ex-Geschäftsführung : Maßnahmenliste fürs St. Vinzenz Krankenhaus

Altena, 30.06.2010, Christof Hüls
Altena. Allergisch reagieren Barbara Bieding und Michael Kaufmann auf die Vorwürfe des 2. Vorsitzenden des Vinzenz-Aufsichtsrates. Sie überreichten gestern bei einem Pressegespräch in Altena eine Stellungnahme.
Hier der Wortlaut:
Der 2. Vorsitzende des Aufsichtsrates der St. Vinzenz Altena GmbH beschuldigt in einem offenen Schreiben gegenüber der Presse die frühere Geschäftsführung der Untätigkeit und des Missmanagements.
Nachdem Herr Hans Wehr in einem Telefonat am Montag, keine Empfindlichkeit für das von ihm Geschriebene gezeigt hat und sich im übrigen darauf für drei Wochen in die USA verabschiedet hat wählen wir diesen Weg um den Sachverhalt klarzustellen.
Aussage Hans Wehr: „In Altena ist sechs Jahre lang nichts passiert“
Herr Wehr muss offensichtlich ein anderes Krankenhaus meinen, denn es gibt eine Liste von Veränderungen, Neuigkeiten und Kooperationen die genau in dieser Zeit stattgefunden haben.
-Erste Demenz-WG im Märkischen Kreis
-Mikroinvasive Gynäkologie
-Ärztehaus mit Wohneinheiten und Parkhaus
-Umwandlung des Krankenhauses in eine GmbH
-Gesundheitszentrum Altena GmbH
-Fortlaufende Verbesserung des Unterbringungsstandard
-Ausgliederung der Abteilung Physikalische Therapie
-Ausgliederung des Labors
Wir haben die mehr als sinnvolle Kooperation mit dem Krankenhaus Plettenberg eingeleitet und waren Mitbegründer der Lennetz GmbH, dem Zusammenschluss von über 80 niedergelassenen Ärzten.
Aussage Hans Wehr: „ Für mich entsteht der Eindruck, dass – warum auch immer - gezielt und bewusst auf eine Insolvenz hin gearbeitet wurde“
Das ist eine völlig haltlose Behauptung die, weil unwahr und durch nichts zu beweisen, ein absichtliche Verleumdung darstellt um uns zu diskreditieren und offensichtlich von eigenen Versäumnissen abzulenken. Mit einer Insolvenz ist nicht zu scherzen, auch ein Vorwurf in diese Richtung ist mit Recht strafbewehrt!
Aussage Hans Wehr: „Offensichtlich hat die alte Geschäftsführung es sogar verstanden, die Mitglieder des damaligen Aufsichtsrates zu täuschen.“
Wir empfehlen Herrn Wehr, weil noch nicht geschehen, sich mit Herrn Pfarrer B.Mezger, den Mitgliedern des alten Aufsichtsrates sowie Herrn Brüggemann vom Bistum Essen über die Arbeit der alten Geschäftsführung auszutauschen. Sie waren in all den Jahren bei ihrem Krankenhaus und haben jeden Schritt mitverfolgt, diskutiert, darum gestritten und die daraus entstandenen Lösungen und Schritte mitgetragen!
Aussage Hans Wehr: „Anders ist nicht zu erklären, warum die Aufsichtsratsmitglieder bei ihrer Amtsniederlegung in verschiedenen Presseerklärungen die wirtschaftliche Lage des Krankenhauses als überdurchschnittlich gut dargestellt haben“
Die Aussage zur Wirtschaftlichkeit des Hauses kam auch vom Bistum Essen. Herr Brüggemann (ehemals Mitglied des Aufsichtsrates) hat jährlich die wirtschaftlichen Ergebnisse der katholischen Krankenhäuser im Bistum Essen be-wertet und darüber dem Kirchenvorstand geschrieben. das St. Vinzenz-Krankenhaus rangierte in den letzten Jahren unter den 18 Häusern im Bistum Essen unter den besten Fünf! Herr Wehr kann dies durch einfaches Studium der Unterlagen im Pfarrbüro oder im Krankenhaus nachvollziehen.
Aussage Hans Wehr : „ .. dass wir, der neue Aufsichtsrat, sprichwörtlich vom „Donner“ gerührt wurden, als die von der alten Geschäftsführung bestellte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft uns die Ergebnisse für das Jahr 2008 mit einem Minus von 442.774,44 € vorstellte.“
Bei genauem Studium, oder noch einfacher, nach Rücksprache mit dem alten Aufsichtsratsvorsitzenden, hätte Herr Wehr erkennen können, dass im Jahr 2008 zusätzliche Rückstellungen in sechsstelliger Höhe gebildet wurden um den schon damals geplanten Umstrukturierungsprozess abzufedern.
Aussage Hans Wehr: „Schriftlich und mündlich wurden wir darauf hingewiesen, dass schon absehbar sei, dass für 2009 kein uneingeschränkter Prüfvermerk mehr erteilt würde und dass im Jahr 2010 mit einem Defizit von zwei Millionen € zu rechnen wäre.“
Herr Wehr und offensichtlich andere im Aufsichtsrat sind einer geübten Praxis bei Übergabe der Geschäftsführung erlegen. „Alles bisher war schlecht und eigentlich geht das Schiff unter …“ Ein Wirtschaftsprüfer wird immer die Gefahren darstellen. Das hat er auch in den Jahren zuvor. Genau deshalb gab es ja die beabsichtigte Umstrukturierungsabsicht. Das steht auch in den Berichten zu den Jahresabschlüssen der früheren Jahre. Man muss sie nur lesen!
Aussage Hans Wehr: „ Wichtig ist, dass die anderen 50% der vorhandenen Räume möglichst so genutzt werden, dass eine Kostendeckung erreicht wird“
Herr Wehr möge doch einmal einen Rundgang im Krankenhaus machen! Wo sollen die 50% Leerstand denn sein? Wir haben die Räume sukzessive umgewandelt. So ist heute z.B. eine komplette Etage ein Pflegeheim. Im Wohnheim haben wir ein Demenz-WG etablieren können. Herr Wehr und offensichtlich auch andere des Aufsichtsrates (und der Bischof!) sind offensichtlich der kurzatmigen Argumentation mit der Auslastung von 48% auf den Leim gegangen. Auch hier hätte das Studium der Unterlagen oder ein offener Dialog mit dem alten Aufsichtsrat frühzeitig für Klarheit gesorgt.
Aussage Hans Wehr: „Wir nehmen jede Unterstützung an“
Die Botschaft hören wir wohl, allein es fehlt uns der Glaube. Der neue Aufsichtsrat hat sich, getrieben durch die neue Geschäftsführung, im September 2009 „vor den Karren spannen lassen“ und ist Versprechungen einer bislang unbekannten Krankenhausgesellschaft aus Köln gefolgt. Geradezu fahrlässig war es, das im Haus und im alten Aufsichtsrat vorhandene besondere Wissen um das Haus völlig zu ignorieren und stattdessen sogar ein Kommunikationsverbot zu akzeptieren. In diesem Zusammenhang ist auch als fahrlässig zu bezeichnen, dass man Frau Bieding im September 2009 ohne Anhörung freigestellt hat. Der Aufsichtsrat hat auch zugelassen, das ein persönlich motivierter Feldzug des Herrn M. Stein gegen Herrn M. Kaufmann, letztlich zum Zusammenbruch der Kooperation mit Plettenberg geführt hat. Herr Wehr hat persönlich dazu beigetragen, indem er, Herr Pfarrer Schmalenbach und Frau B. Schmidt im November 2009 den Vertretern des Eigentümers des Krankenhauses Plettenberg Kooperationswilligkeit vortäuschte, aber in Wirklichkeit jede einzelne Kooperationsschädigung durch die neue Geschäftsführung hingenommen hat.
Zusammenfassung: Herr Wehr und viel seiner Kollegen wollen nicht sehen, dass der Wechsel in Geschäftsführung und Aufsichtsrat im September 2009 sehr unglücklich verlaufen ist. Die Ansicht das alles bis dahin von Unwissenden, Getäuschten und Bösartigen schlecht gemacht wurde, ist zwar einfach aber leider auch falsch. Der jetzige Aufsichtsrat und auch das Bistum Essen muss sich fragen lassen, warum man nicht einen Weg gesucht hat, das bislang Erreichte in den guten Punkten fortzuführen. Dafür hätte man nur mit diesen ehemaligen Geschäftsführern und Aufsichtsratsmitgliedern sprechen müssen! Stattdessen wurde einer neuen, in Altena völlig unbekannten, neuen Geschäftsführung vertraut und die alten Verantwortlichen „verdammt“. Ein in den Startlöchern befindlicher Umstrukturierungsprozess wurde dadurch abrupt gestoppt, die heiße Phase in der Verhandlung mit den Krankenkassen jäh abgebrochen. Nichts von dem was heute als Erkenntnis bekannt gemacht wird, hätte nicht auch im September in einem fairen und offenen Gespräch gesagt werden können. Dann wäre kein Bruch, sondern eine Weiterentwicklung, noch einfach möglich gewesen.
Heute ist der 30. Juni. Das St.Vinzenz hat 9 Monate verloren. Das haben die Mitarbeiter, die auch einem Beske getrotzt haben, nicht verdient!“
Weitere Berichte in der Druckausgabe der Westfälischen Rundschau!

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 29.06.2010

Streit eskaliert : Anzeige gegen Vinzenz-Aufsichtsrat
Altena, 29.06.2010, Christof Hüls
Altena. Katholische Kirche zerschlägt derzeit, wo es geht, Porzellan und verschärft Konflikte.
Der Weihbischof wirft dem Bürgermeister vor, vertrauliche Gespräche ausgeplaudert zu haben. Das St.-Vinzenz-Krankenhaus verlangt der Lennetz-GmbH überlassene Büroausstattungen zurück und bringt damit niedergelassenen Ärzte gegen sich auf. Der stellvertretende Aufsichtsrats-Vorsitzende der Vinzenz-GmbH kassiert für sein gestriges Statement eine Unterlassungsklage. Ex-Vinzenz-Geschäftsführer Michael Kaufmann verlangt eine Unterlassungserklärung und kündigte Strafanzeige an. Die früheren Geschäftsführer des Altenaer Krankenhauses laden am Mittwoch zu einem Pressegespräch ein.
Weihbischof wirft Bürgermeister Vertrauensbruch vor

Bürgermeister Dr. Hollstein schilderte am Montag im Rat noch einmal das Problem und appellierte an die Ratsleute, sich in den Kampf um den Erhalt des Krankenhauses einzubringen. Hollstein verlas in Auszügen Briefe von Pfarrer Schmalenbach, des Bischofs und des Weihbischofs. Für Franz Vorrath ist der Sinn von Demos „nicht nachvollziehbar“. Die wirtschaftlichen Fakten seien nicht aus der Welt zu schaffen. Vorrath wirft dem Bürgermeister persönlich Vertrauensbruch vor. Hollstein beteuert, dass, obwohl nur über ein erstes Gespräch Vertraulichkeit vereinbart worden sei, er auch über eine zweite Runde Stillschweigen bewahrt und lediglich die Fraktionen informiert habe. Der Bürgermeister gibt sich „verstimmt, weil an meiner persönlichen Glaubwürdigkeit gezweifelt wird.“ St.-Antonius-Geschäftsführer Stein habe gegenüber ihm und Stadtkämmerer Kemper gesagt, die Reha-Pläne seien das „offizielle Modell“ und „bereits beschlossen“.

„Versuchen, Protest zu kanalisieren“

Hollstein verteidigt den Protest: „Wir versuchen, den Protest zu kanalisieren.“ Was Altena nun drohe, könne bald noch vielen anderen Kleinstädten drohen.
In diesem Krankenhaus steckten 60 Millionen Euro öffentliche Zuschüsse, verwies Grünen-Sprecher Oliver Held auf die Vergangenheit. Das gebe der Öffentlichkeit zumindest ein moralisches Recht, über die Zukunft des Krankenhauses mitzuentscheiden. Dass die Stimmung so gegen Kirche ausschlägt, ist für den CDU-Fraktionssprecher Uwe Scholz nicht verwunderlich: „Da es keine sachliche Ebene mehr gibt, bleibt nur die emotionale.“ Die Cellitinnen sind aus seiner Sicht reine Vermögensverwalter für das Bistum. Scholz stellt sogar die Trägerschaft der katholischen Kindergärten in Frage. „Wir werden uns die Option offen halten.“

Sogar die Linke meldet sich zu Wort

Sogar der Linke-Ratsherr Manfred Wolfinger meldete sich Wort - zum ersten Mal im Rat. Am Beispiel Altena zeige sich: Nicht das Krankenhaus arbeite schlecht. „Das System mit seiner starren ökonomischen Ausrichtung arbetiet schlecht.“ Wolfginger verweist auf den Landeskrankenhausplan, in dem Altena doch schließlich aufgeführt sei.
Am Dienstagabend weilt Weihbischof Vorrath zum Gespräch im Matthäus-Pfarrheim.

Versöhnliche Töne von Pfarrer Ulrich Schmalenbach

Pfarrer Ulrich Schmalenbach äußerte sich am Sonntagmorgen in der Messe erstmals öffentlich. Er schlägt versöhnliche Töne an. Hier sein „Brief an die Gemeinde“ im Wortlaut:
„Liebe Schwestern und Brüder, als Pfarrer Ihrer Gemeinde teile ich die Sorgen um den Erhalt unseres Krankenhauses. Über 125 Jahre werden hier Patienten versorgt, lange haben Vinzentinerinnen hier ihren Dienst geleistet. Jetzt ist dieses Haus der Sorge um den kranken Menschen in der Krise. Viele erfüllt dies mit Wut, manche mit blankem Hass. Emotionen sind überall zu spüren.

„Auch ich bin traurig“
Auch ich bin über die Entwicklung traurig. Wie Sie bin auch ich auch für den Erhalt des Krankenhauses. Ich würde mich freuen, wenn wir eine Akutversorgung für die Bürger Altena auf Dauer festlegen könnten. Wir sind gezwungen Veränderungen vorzunehmen, weil abgesenkte Fallpauschalen und geringe Nutzung des Krankenhauses keine Alternative lassen.
Bevor gesicherte Ergebnisse vorgestellt werden konnten, sind unausgereifte Planungsvorschläge an die Öffentlichkeit gelangt. Dies hat bedauernswerter weise zu einer emotionalen und nicht sachlichen Auseinandersetzung geführt.
Mir liegt sehr viel daran, den entstandenen Schaden zu begrenzen und mit Ihnen gemeinsam nach einer realistischen Lösung für Altena zu suchen.
Dieser Prozess ist bereits seit mehreren Wochen in der konkreten Bearbeitung. Am 9.6.2010 hat die Gesellschafterversammlung auf meinen Vorschlag Herrn Dr. Greuel aus Wattenscheid in den Aufsichtsrat berufen. Er soll als erfahrener Moderator den Prozess zur Entscheidung begleiten. Der Aufsichtsrat hat ihn beauftragt einen Krisenstab zu bilden, der hilft, ein tragfähiges Konzept zum Erhalt des St. Vinzenzkrankenhaus zu erstellen.“
Wie der Protest weiter geht

Fortgesetzt wird der Protest am heute und morgen um 14.30 Uhr mit Protestmails ans Bistum (an die Adresse ruhrbischof@bistum-essen.de oder generalvikariat@bistum-essen.de). Die Aktion läuft montags, mittwochs und donnerstags immer um punkt 14.30 Uhr. Am Freitag lädt das Aktionsbündnis zu einem Fürbitte-Gebet auf den Bungern-Platz ein. Kurzfristig kann sich ein anderer Ort ergeben. Vom Bungernplatz aus soll eine weitere Menschenkette gebildet werden bis zum Markaner. Die Kette soll Transparente transportieren, die zum Erhalt des Krankenhauses aufrufen.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 29.06.2010

Altenas Katholiken wegen der Krankenhaus-Diskussion tief verunsichert. Weihbischof sucht das Gespräch mit der Gemeinde
St. Vinzenz: „Es ist bereits fünf Minuten nach 12“
ALTENA ▪ „Hier brennt der Baum“ – auf diesen Nenner brachte Ulrich Hins am Abend die Stimmung in der katholischen Kirchengemeinde. „Wir werden ans Kreuz genagelt und haben aus unserer Gemeinde 14 Tage lang nichts gehört“. „Am Ende werden wir einen verheizten Pfarrer haben und eine Gemeinde, die zerstritten ist“, befürchtet Hins.
Der Frust sitzt also tief, das war bis Essen zu spüren. Deshalb besuchte Weihbischof Franz Vorrath die Gemeinde, suchte das Gespräch mit den Gemeindemitgliedern. Die Einladung erfolgte sehr kurzfristig, trotzdem kamen rund 50 Katholiken in den Pfarrsaal. Dort erfuhren sie: So, wie es das St. Vinzenz-Krankenhaus bis heute gibt, hat es keine Zukunft. Das sagt der Bischof, das sagt die Geschäftsführung, das sagt auch Dr. Heinrich- Walter Greuel. Der Chefarzt einer Wattenscheider Klinik ist – wie berichtet – neu in den Aufsichtsrat berufen worden und kümmert sich seit etwa einer Woche intensiv um den Zustand des Krankenhauses. Sein Eindruck: „Es ist bereits fünf Minuten nach 12“.
Es wurde viel über Kommunkation geredet und darüber, dass man sie verbessern müsse – und prompt lieferte der Bischof in seinem Eingangsstatement einen erneuten Beweis dafür. Das Krankenhaus sei nur zu 48 Prozent ausgelastet – diese in den letzten Tagen oft genannte Zahl führte Vorrath als eines der Argumente dafür an, das dringend was passieren muss. „Das empfinden die Mitarbeiter als einen Schlag ins Gesicht“, empörte sich ein im Krankenhaus tätiges Mitglied der Gemeinde - die Zahl sei falsch. Tatsächlich stellte sich gestern heraus, dass es sich um eine rein statistische Größe handelt, sie geht von 145 Planbetten aus. Fakt ist aber: Diese 145 Betten gibt es längst nicht mehr, vor allem wegen der Einrichtung der Pflegestation. Auf den regulären Stationen des Krankenhauses stehen 73 Betten, im Schnitt werden 70 Patienten behandelt. „Das sind aber Größen, die sich wirtschaftlich einfach nicht mehr darstellen lassen“, betonte die neue Geschäftsführerin Bettina Schmidt und Greuel stand ihr mit einem konkreten Beispiel zur Seite: Neben Chefarzt Baumeister und seinem Oberarzt arbeiten vier Assistenzärzte in der chirurgischen Abteilung. Das reiche so gerade eben, um die vorgeschriebenen Standards zu erfüllen, sagte Greuel und rechnete vor, dass damit auf einen Arzt fünf Patienten kämen. „Das geht gar nicht. Das rechnet sich nicht“. Üblich sei eine etwa doppelt so hohe Patientenzahl pro Arzt.
Der Wattenscheider war der engagierteste Warner und derjenige, der  – weil nicht vorbelastet und kompetent  – die Menschen am besten erreichte. Er rechnete vor, dass St. Vinzenz im Moment einen monatlichen Verlust von 100 000 Euro macht – „das hält das Haus nicht lange durch“. Es werde dringend ein Partner benötigt, die Suche danach müsse jetzt mit Hochdruck geführt werden. Auch über „Plan A“ will er noch einmal nachdenken. Das ist die Kooperation mit Plettenberg, von der Bettina Schmidt wiederum nicht sehr viel hält: „Zwei Blinde zusammen werden nicht unbedingt sehend“.
Es ging also viel ums Geld – dass das ein Manko sei, gab Vorrath zu: „Es soll doch der Mensch im Mittelpunkt stehen“. Aber dazu bedürfe es eben auch der Wirtschaftlichkeit eines Krankenhauses. Gerne sähe er es, wenn sich am Charakter das St. Vinzenz als einem Krankenhaus der Grund- und Akutversorgung nichts ändern würde. Er müsse aber auch der Realität ins Auge sehen – und die sei, dass andere Lösungen gesucht werden muss.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 28.06.2010

Der Stadt Altena fehlten 2009 rund 13 Millionen Euro
Rat: Rekorddefizite und Sorgen um St. Vinzenz
ALTENA ▪ An riesige Haushaltsdefizite haben Altenas Kommunalpolitiker sich längst gewöhnt, Hiobsbotschaften von Stefan Kemper nehmen sie seit Jahren schon quasi emotionslos hin.
Das war auch gestern so, als der Kämmerer den vorläufigen Jahresabschluss für 2009 bekannt gab: Mit einem Minus von 9,1 Mio. Euro kalkulierte er im Haushaltsplan, am Ende fehlten sogar 13 Mio. – eine Folge der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Steuerausfälle. Die von den Unternehmen zu entrichtende Gewerbesteuer halbierte sich im Vergleich zum (guten) Jahr 2008. Das sei ein Rückgang, der weit über dem Landesdurchschnitt lag, berichtete Bürgermeister Dr. Hollstein. Insgesamt war 2009 das schlimmste Jahr in der Altenaer Nachkriegsgeschichte. Und für das laufende Jahr bahnt sich eine noch bedenklichere Entwicklung an. Mit 15,7 Mio. Euro Defizit rechnete Kemper im Etat, aktuell liegt seine Planzahl leicht verbessert bei 15 Mio. Euro.
Diskutiert wurde über diese Zahlen überhaupt nicht. Die Politik beschränkte sich darauf, die Jahresrechnung an den Rechnungsprüfungsausschuss zu überweisen.
Kurz zuvor allerdings hatten sich die Fraktionen einstimmig dafür ausgesprochen, in den nächsten Monaten ein ehrgeiziges Finanz-Ziel anzusteuern: Schon 2015 soll der Etat wieder ausgeglichen sein, mit der Vorlage des Entwurfs im Herbst sollen dafür die Weichen gestellt werden. Das ist eine Aussagen, die (auf Druck der Kommunalaufsicht) mit dem so genannten Puckler-Bericht verbunden sind. Einstimmige Ansicht des Rates zu diesem Thema: Der so genannte Lenkungsausschuss soll jetzt abklopfen, welche der auf über 100 Seiten dargestellten Sparvorschläge sich realisieren lassen und dem Rat dann entsprechende Vorschläge machen.
Auch das Krankenhaus war gestern Thema. Dabei wurden besonders mangelnde Transparenz und sich widersprechende Aussagen der Kirche kritisiert. Ihm sei das heftig umstrittene Modell einer Umwandlung in ein großes Pflegeheim mit angeschlossenen Reha-Betten am 9. Juni offiziell als einziges, noch mögliches Modell zur Rettung des Hauses vorgestellt worden, betonte Dr. Hollstein und erinnerte daran, dass auf einer Personalversammlung im Krankenhaus ähnlich argumentiert worden sei.
Am Freitag die nächste Protestaktion
Ganz anders stellt das inzwischen Pfarrer Ulrich Schmalenbach dar: „Bevor gesicherte Ergebnisse vorgestellt werden konnten, sind unausgereifte Planungsvorschläge an die Öffentlichkeit gelangt“, verkündete er am Sonntag in den Gottesdiensten in einem von den Kanzeln verlesenen Brief.
Äußerst verärgert reagierte Bürgermeister Hollstein auf einen Passus in einem Brief, mit dem ihm Weihbischof Vorrath Indiskretion vorwirft. Das sei „starker Tobak“, schimpfte das Stadtoberhaupt und betonte, dass er über das Thema erst dann in der Öffentlichkeit gesprochen habe, nachdem die Pläne erstens als offiziell bezeichnet worden seien und zweitens eine Presseanfrage an ihn gerichtet worden sei. Von Indiskretionen seinerseits könne da keine Rede sein.
Hollstein gab auch bekannt, dass das Aktionsbündnis für den kommenden Freitag zur nächsten Aktion aufruft: Einem Gebet am Bungern folgt eine Menschenkette (mindestens) bis zum Markaner, an den Kreisverkehren werden Protest-Banner aufgehängt.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 28.06.2010

Thema Krankenhaus : Vorwürfe an ehemalige Vinzenz-Geschäftsführer

Altena, 28.06.2010, Christof Hüls
Protest
Am kommenden Freitag soll sich erneut eine Menschenkette in Altena bilden. Fotos: Christof Hüls

Altena. Hans Wehr, 2. Vorsitzender des St.-Vinzenz-Aufsichtsrats, beschuldigt die frühere Krankenhaus-Geschäftsführung der Untätigkeit und des Missmanagements. Er glaubt, dass auf eine Insolvenz hin gearbeitet worden ist.
Wehr: „Für mich entsteht der Eindruck, dass bewusst auf eine Insolvenz hin gearbeitet wurde.“ Denn für Hans Wehr ist es „offensichtlich“, dass alte Geschäftsführung , die früheren Mitglieder des Aufsichtsrates getäuscht habe. „Anders ist nicht zu erklären, warum die Aufsichtsratsmitglieder bei ihrer Amtsniederlegung die wirtschaftliche Lage des Krankenhauses als überdurchschnittlich gut dargestellt haben.“
Das „Aktionsbündnis Rettet das Altenaer Krankenhaus“ plant weitere Aktionen: Am kommenden Freitag, 2. Juli, wird um 17 Uhr zum Fürbitte-Gebet aufgerufen. Das soll auf dem Bungernplatz laufen, bevor sich eine weitere Menschenkette bilden soll: Die Teilnehmer sollen Banner weiter reichen bis zum Markaner.
Wir veröffentlichen folgend den Wortlaut der Stellungnahme von Aufsichtsratsvize Hans Wehr:
In vielen Diskussionsbeiträgen zum Thema Krankenhauserhalt wird vom Versagen der Kirche, einzelner Personen und von geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen gesprochen. Niemand hat bisher klar ausgesprochen, was wirklich los ist. Lassen Sie mich darum kurz die gesetzlichen Rahmenbedingungen zusammenfassen:
 
Durch das GKV-Gesundheitsreformgesetz 2000 (Gesetz zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung ab dem Jahr 2000) wurde vorgesehen, ab 2003 ein „durchgängiges, leistungsorientiertes und pauschalierendes Vergütungssystem einzuführen“ (§ 17 Abs. 1 KHG). Alle voll- und teilstationären Krankenhausleistungen, mit Ausnahme von psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen, werden über diagnosebezogene Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups – DRGs) vergütet.
Mit der DRG-Einführung verfolgte der Gesetzgeber folgende Ziele: •Verkürzung der Verweildauern der Patienten im Krankenhaus •Stabilisierung der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung •leistungsbezogene Vergütung der Krankenhäuser •mehr Transparenz über Leistungen und Kosten der Krankenhäuser •mehr Wettbewerb der Krankenhäuser untereinander •Förderung des Strukturwandels •Umsetzung des Prinzips „Geld folgt Leistung“ bei Strukturveränderungen im Krankenhausbereich und bei Patientenwanderungen zwischen Krankenhäusern.

Es gab keinen Grund für ökonomische Betriebsführung

Ganz klar war also, dass dieses Gesetz zunächst einmal zu Kosteneinsparungen führen sollte. Weiter wurde erwartet, dass die Umsetzung eine Verbesserung der Behandlungsqualität bringen sollte. Während die Verbesserung der Behandlungsqualität durch die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen erreicht wurde (abschließende Studien fehlen noch), ist das Ziel der Kosteneinsparung verfehlt worden.
Jetzt zurück zu unserem Krankenhaus. Bis zur Einführung der Fallpauschalen konnte ein Krankenhaus keine wirtschaftlichen Probleme bekommen, weil letztlich alle entstandenen Kosten bezahlt wurden. Es gab keinen Grund für eine ökonomische Betriebsführung. Schlimmer noch, gut wirtschaftende Krankenhäuser wurden nicht belohnt.
Die Fallpauschalen bedeuten nun, dass ein Krankenhaus für eine definierte Leistung einen ganz bestimmten Geldbetrag bekommt. Die wirklichen Kosten spielen bei der Vergütung keine Rolle.
Damit sich die Krankenhäuser auf diese Phase vorbereiten konnten, wurde mit der Verabschiedung des Gesetzes eine Übergangsfrist (Konvergenzphase) von fünf Jahren zugestanden. In dieser Zeit konnten die Krankenhäuser die Weichen für ein Überleben stellen. Da auch andere Krankenhäuser die Zeit nicht rechtzeitig genutzt haben oder nutzen konnten, wurde die Frist noch einmal um ein Jahr verlängert. Am 01.01.2010 wurde das Gesetzt nun „scharf“ geschaltet.

„In Altena ist sechs Jahre lang nichts passiert“

In Altena ist in diesen sechs Jahren nichts passiert. Die jetzt für alle erkennbare finanzielle Notlage kann weder der Kirche noch dem Gesetzgeber angelastet werden. Wenn in mehr als sechs Jahren weder Spezialisierungen noch Kooperationen eingeleitet wurden, kann man nur von grobem Missmanagement sprechen. Für mich entsteht der Eindruck, dass – warum auch immer - gezielt und bewusst auf eine Insolvenz hin gearbeitet wurde. Offensichtlich hat die alte Geschäftsführung es sogar verstanden, die Mitglieder des damaligen Aufsichtsrates zu täuschen. Anders ist nicht zu erklären, warum die Aufsichtsratsmitglieder bei ihrer Amtsniederlegung in verschiedenen Presseerklärungen die wirtschaftliche Lage des Krankenhauses als überdurchschnittlich gut dargestellt haben.
Ich muss einfach noch einmal erwähnen, dass wir, der neue Aufsichtsrat, sprichwörtlich vom „Donner“ gerührt wurden, als die von der alten Geschäftsführung bestellte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft uns die Ergebnisse für das Jahr 2008 mit einem Minus von 442.774,44 € vorstellte. Schriftlich und mündlich wurden wir darauf hingewiesen, dass schon absehbar sei, dass für 2009 kein uneingeschränkter Prüfvermerk mehr erteilt würde und dass im Jahr 2010 mit einem Defizit von zwei Millionen € zu rechnen wäre. Das liegt daran, dass wir pro Patientenaufenthalt im Schnitt rund 600.-- € mehr Kosten haben, als wir erstattet bekommen.
Die neue Geschäftsführung hat sofort Sparmaßnahmen eingeleitet und umgesetzt. Dennoch werden wir in diesem Jahr mit einem Verlust von ca. 1.200.000.-- € rechnen müssen. Mit Sparmaßnahmen allein ist unser Krankenhaus aber nicht zu retten. Bei einer Belegung von deutlich unter 50% in den letzten Jahren kann nicht wirtschaftlich und gleichzeitig patientenorientiert gearbeitet werden. Wichtig ist, dass die anderen 50% der vorhandenen Räume möglichst so genutzt werden, dass eine Kostendeckung erreicht wird.

„Wir nehmen jede Unterstützung an“

Die inzwischen geprüften und verhandelten Modelle wurden am Samstag bereits in der Pressemitteilung des Bischofs aufgelistet und müssen hier nicht wiederholt werden. Auch die Einwände und Absagen der Kostenträger und möglichen Kooperationspartner ergaben sich aus der genannten Pressemitteilung. Ich versichere, dass es Ziel von Geschäftsführung und Aufsichtsrat ist, unser Krankenhaus mit möglichst breitem Leistungsangebot zu erhalten. Wir nehmen jede Unterstützung an, die uns auf diesem Weg weiterbringt. Es gibt noch keine Beschlüsse!
Das Schlimmste für die nächsten Wochen wäre, wenn durch die vielen - gut gemeinten - Briefe, Artikel und Äußerungen die Verunsicherung steigen würde und so eine noch stärkere Patientenorientierung in andere Krankenhäuser erfolgte.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 25.06.2010

Krankenhaus : Vinzenz nicht mal halb ausgelastet
Altena. Mit einer Auslastung von „derzeit 46 %“ sei eine Perspektive für den Erhalt des St.-Vinzenz-Krankenhauses kaum zu finden, meldet sich Bistum Essen zu Wort.
Die Kommunikationsabteilung des Ruhrbistums schreibt: „Ziel des Trägers und der neuen Geschäftsführung war es, ein Konzept zu entwickeln, das einerseits wirtschaftlich tragfähig sein und andererseits auch zukünftig die Krankenhaus- Grundversorgung in Altena sicher stellen sollte.“
Die Stellungnahme rechnet erneut vor: Aufgrund der veränderten Krankenhaus-Finanzierung erwartete das St.-Vinzenz-Krankenhaus in diesem Jahre einen Verlust von rund 1,9 Millionen Euro. Verschiedene Maßnahmen hätten das Defizit bereits auf 1,1 Mio. Euro gesenkt. Diese Summe bleibe dem Haus als strukturelles Defizit. „Um eine drohende Insolvenz abzuwenden, muss gehandelt werden.“
Angesichts dieser Fakten seien Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Überzeugung, dass ein Krankenhaus der Grundversorgung unter diesen Umständen ohne Neupositionierung wirtschaftlich nicht überlebensfähig sei. Die Probleme seien vielschichtig: Die Erlöse aus Krankenhausleistungen wurden reduziert. Die Vorhaltekosten kleinerer Häuser seien höher als in Großkliniken, weil u.a. eine Mindestbesetzung vorgehalten werden müsse. Der Bevölkerungsrückgang in Altena führe zu einer geringen Auslastung: „Der Rückgang (1993 bis 2009) der Betten um 53 Prozent“, der Rückgang behandelter Patienten um 34 Prozent und Rückgang der Verweildauer um 38 Prozent führten bei möglichen 145 Betten jetzt zur Auslastung von 46 %.
Die Krankenkassen wollten zudem die Behandlung der Patienten in großen Zentren konzentrieren, weil dies wirtschaftlicher sei. Aufsichtsrat und Geschäftsführung hätten seit Dezember 2009 verschiedene Lösungsmodelle diskutiert. Es seien Gespräche mit verschiedenen Partnern und Experten geführt worden. Vier Lösungsmodelle seien diskutiert worden (siehe Kasten), eine Entscheidung aber noch nicht getroffen.
Aufsichtsrat und Geschäftsführung waren sich einig, dass eine Umwandlung in eine reine Pflegeeinrichtung nicht gewünscht ist. Bei der Kalkulation aller anderen Modelle zeige sich, dass auch diese Einrichtungen nicht risikofrei seien.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 25.06.2010

Ausführliche Stellungnahme des Bistums Essen zur Diskussion über die Zukunft des Altenaer Krankehauses
Überlegungen haben Verlust der Chirurgie zur Folge

ALTENA - Zur Diskussion über die Zukunft des St.Vinzenz-Krankenhauses hat das Bistum Essen gestern folgende Erklärung abgegeben:

Die katholische Kirche will das St. Vinzenz in Altena in eine Reha-Klinik umwandeln.
1. Das Bistum Essen hat sich in der Vergangenheit immer wieder dafür eingesetzt, dass das St. Vinzenz-Krankenhaus in Altena als Akut-Krankenhaus erhalten bleibt. Mit einer Auslastung des Krankenhauses von derzeit 46 Prozent ist aber eine Perspektive für den Erhalt des Hauses kaum zu finden.
2. Schon 1996 wurde auf Initiative des Bistums Essen mit den St.-Antonius-Kliniken Wuppertal ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen, um die wirtschaftlichen Nachteile einer kleineren Klinik aufzufangen. Diese Kooperation wurde im September 2009 bekräftigt. Ziel des Trägers und der neuen Geschäftsführung war es, ein Konzept zu entwickeln, das einerseits wirtschaftlich tragfähig sein und andererseits auch zukünftig die Krankenhaus- Grundversorgung in Altena sicher stellen sollte.
3. Aufgrund der veränderten Krankenhaus-Finanzierung erwartet das St.-Vinzenz-Krankenhaus am Ende der Konvergenzphase in diesem Jahre einen Verlust von rund 1,9 Millionen Euro. Durch bereits umgesetzte Sanierungsmaßnahmen der Geschäftsführung kann dieses Defizit auf 1,1 Millionen Euro begrenzt werden. Daraus ergibt sich ein strukturelles Defizit von über einer Million Euro pro Jahr, das auch in den kommenden Jahren zu erwarten wäre. Um eine drohende Insolvenz abzuwenden, muss gehandelt werden.
4. Angesichts dieser Fakten sind Aufsichtsrat und Geschäftsführung der St-Vinzenz Altena GmbH der Überzeugung, dass ein Krankenhaus der Grundversorgung unter diesen Umständen ohne Neupositionierung wirtschaftlich nicht überlebensfähig ist. Die Probleme sind vielschichtig:
- Die Erlöse aus Krankenhausleistungen wurden reduziert.
- Die Vorhaltekosten kleinerer Häuser sind höher als in Großkliniken, weil u.a. eine Mindestbesetzung vorgehalten werden muss.
- Der Bevölkerungsrückgang in Altena führt zu einer geringen Auslastung des Krankenhauses: Der Rückgang (1993 bis 2009) der Betten um 53 Prozent, der Rückgang behandelter Patienten um 34 Prozent und der Rückgang der Verweildauer um 38 Prozent führen bei möglichen 145 Betten jetzt zu einer Auslastung von 46 Prozent.
- Die Krankenkassen wollen zudem die Behandlung der Patienten in großen Zentren konzentrieren, weil dies wirtschaftlicher ist.
5. Aufsichtsrat und Geschäftsführung diskutieren seit Dezember 2009 verschiedene Lösungsmodelle. Es sind Gespräche mit verschiedenen Partnern und Experten geführt worden mit dem Ziel einer veränderten Nutzung des Standortes. Folgende Lösungsmodelle wurden dabei diskutiert:
a) Umwandlung in eine reine Pflegeeinrichtung
b) Erweiterung der Pflegeeinrichtung von ca. 40 Betten auf ca. 80 Betten, Reduzierung der Inneren Abt. auf 40 Betten mit geriatrischem Schwerpunkt, Einrichtung einer geriatrischen Reha mit 40 Betten, Schließung der Chirurgie
c) Erweiterung der Pflegeeinrichtungen von ca. 40 Betten auf ca. 80 Betten, Errichtung einer geriatrischen Reha mit 80 Betten, Schließung der Chirurgie und der Inneren Abt.
d) Pflegeheim 40 Betten, Reha 40 Betten, Innere Abt. 40 Betten
e) Erweiterung Pflegeheim auf 80 Betten, Innere Abt. 40 Betten
Aufsichtsrat und Geschäftsführung waren sich einig, dass eine Umwandlung in eine reine Pflegeeinrichtung nicht gewünscht ist. Bei der Kalkulation aller anderen Modelle zeigt sich, dass auch sie nicht risikofrei sind.
6. Der Aufsichtsrat hat bislang keinen Beschluss gefasst, welches Modell verfolgt werden soll.
7. Um Lösungen für eine Zukunftssicherung des St.-Vinzenz-Krankenhauses zu finden wurden zudem konkrete Maßnahmen eingeleitet. So ist Dr. Heinrich-Walter Greuel, Chefarzt und Geschäftsführer des Marien-Hospitals in Bochum-Wattenscheid, in den Aufsichtsrat der St.-Vinzenz Altena GmbH gewählt worden. Er kann wichtige Erfahrungen aus zurückliegenden Umstrukturierungen seines Hauses in die Überlegungen einbringen.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 24.06.2010

Chefarzt Dr. Greuel : Vinzenz will lernen von Wattenscheid

Altena, 24.06.2010, Christof Hüls

Dr. Ottilie Scholz beim Rundgang durchs wattenscheider Marienhospital auf dem Bild: v.l. dr. Ottilie Scholz (Oberbürgermeisterin), Dr. Heinrich - Walter Greuel (ärztlicher Leiter), Margret Sickel (Patientin) Foto: © Gero Helm
Altena. Der Aufsichtsrat der St. Vinzenz-GmbH holt sich geriatrische Fachkompetenz ins Haus. Dr. Heinrich-Walter Greuel hat im Marien-Hospital Wattenscheid das geschafft, was wohl auch den meisten Altenaern vorschweben würde.
Er hat die Leistung vollbracht in einem Reha-Zentrum eine minimale Akut-Versorgung aufrecht zu erhalten.
Am Dienstag, als sich die Menschenkette um das Altenaer St.-Vinzenz-Krankenhaus gerade wieder auflöste, meldete sich erstmals der Aufsichtsrat öffentlich zu Wort. Neben einer besseren Öffentlichkeitsarbeit verspricht er, nach weiteren Lösungsmöglichkeiten zu suchen (WR berichtete).
Als erstes will sich das Gremium um eine Person vergrößern: den Ärztlichen Direktor und Geschäftsführer des Wattenscheider Marien-Hospitals, Chefarzt Dr. Heinrich Greuel. Er schaffte tatsächlich, ein nicht mehr wirtschaftlich zu betreibendes Krankenhaus um eine Reha zu ergänzen, ohne die Akut-Versorgung des Bochumer Stadtteils aufzugeben.
Seine Einrichtung preist der Chefarzt selbst auf der Internet-Seite als „einzigartig in dieser Form“: „Wir bieten Ihnen in unserem Zentrum ein geriatrisches Akutkrankenhaus, eine Rehabilitationsklinik sowie eine Tagesklinik mit teilstationärer Rehabilitation an.“

Marien-Hospital musste vor 15 Jahren umbauen

Der Zwang zum Bettenabbau in Bochum zwang den katholischen Träger dort bereits vor 15 Jahren zur Suche nach neuen Konzepten. „Es wurde geschaut, welcher Bedarf an gesundheitlicher Versorgung wirklich vor Ort gebraucht wurde“, erklärt Dr. Heinz-Walter Greuel. Die Suche gelang: Vor fast genau zehn Jahren wurde aus dem 110 Jahre alten allgemeinen Krankenhaus eine „Modellklinik“, die sich auf Pflege und Rehabilitation älterer Menschen spezialisiert hat.
Das geriatrische Krankenhaus verfügt über eine umfangreiche diagnostische und therapeutische Ausstattung und unterhält rund um die Uhr eine Notfallaufnahme. Auch kleinere chirurgische Eingriffe sind möglich, jedoch keine großen Operationen mehr.
Ob das Vinzenz-Krankenhaus eine Chance hat, an dieser Modellklinik anzuknüpfen, steht natürlich in den Sternen.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 23.06.2010

St. Vinzenz-Krankenhaus : „Altenheim+“ gefährdet jahrzehntelangen Konsens

Altena, 23.06.2010, Christof Hüls
Ruhrbischof Hengsbach
Ruhrbischof Hengsbach bei der Eröffnung des Krankenhauses St. Vinzenz in Altena.
Altena. „Mit der Umwandlung in eine Reha-Klinik würde der jahrzehntelange Konsens der Arbeitsteilung aufgegeben“, kritisiert die Evangelische Kirchengemeinde das angepeilte Projekt „Altenheim+“ statt Krankenhaus. Darauf hatte auch Alt-Bürgermeister Günter Topmann immer wieder hingewiesen.
Nach dieser mündlich getroffenen Vereinbarung sollte sich Katholische Gemeinde um Kranke kümmern und sich die Evangelische Gemeinde der Pflegebedürftigen annehmen. Günter Topmann kann sich gut an die Zeit erinnern, als das Thema Krankenhaus als Glaubensfrage lief.
Bis in die siebziger Jahre gab es in Altena zwei Krankenhäuser: das von Anfang an Katholische an der Bornstraße und ein ursprünglich evangelisches an der Freiheitstraße (heute Wohnhaus und Domizil des märkischen Medienzentrums und des Johanniter-Kindergartens „Zwergenburg“).
Dem Johanniter-Orden hatten die Altenaer ihr erstes Krankenhaus zu verdanken, das 1856 auf Burg Altena entstand. Zwölf Jahre später gründete ein katholischer Pfarrer eine Niederlassung von Franziskanerinnen -- die erste Keimzelle des späteren St.-Vinzenz-Krankenhauses. Ihr erstes eigenes Gebäude bekommen sie 1881. Die Johanniter weihten 1909 den Neubau an der Freiheitstraße ein. Später übernahm die Stadt und zuletzt der Kreis Altena dort die Trägerschaft.

Land bestimmt 1966 den Träger

Das Jahr 1966 wird zum Schicksalsjahr für die Altenaer Krankenhaus-Landschaft: Das Land NRW entscheidet, nur noch ein Krankenhaus in Altena zuzulassen. Als Träger bevorzugt das Land die Katholische Kirchengemeinde Altena. Die Stadt klagt durch zwei oder sogar drei Instanzen. Wie es Alt-Bürgermeister Günter Topmann im Rückblick schildert, riskiert die Stadt dabei jedoch, die Zustimmung zum Neubau eines Krankenhauses zu verlieren. Deshalb lenkt Topmann ein. Dechant Bolte, Vertreter des Bistums und der Stadt vereinbaren: Das Altenaer Krankenhaus werde zwar unter katholischer Trägerschaft stehen, aber ausdrücklich ein Haus für alle Altenaer sein. Und die Aufgaben werden geteilt.
Das Kreiskrankenhaus an der Freiheitstraße wird 1979 als Haus II an das Vinzenz-Krankenhaus angegliedert. Damit ist der Weg frei zum Abriss und Neubau des St.-Vinzenz-Krankenhauses. Bis 1986 werden Kranke noch an der Freiheitstraße versorgt. Dann erfolgt der Umzug in eines der damals modernsten Einrichtungen eines Krankenhauses der Grundversorgung.
Die evangelische Kirche setzte stattdessen auf Altenpflege und baut das Ellen-Scheuner-Haus. Diese Aufgabenteilung wurde bereits aufgeweicht durch die Einrichtung eines Pflegeheims im Krankenhaus an der Bornstraße. Weil der Bedarf da war, störte diese Konkurrenz bisher nicht.

Rettungsdienst : Ohne Krankenhaus bleibt Patient auf der Strecke

Altena, 23.06.2010, Christof Hüls

Wie lange benötigt der Rettungswagen von Altena in die umliegenden Krankenhäuser? Montage: Rudi Rust
Altena. Nach dem Krankenhaus bleibt der Patient auf der Strecke. Im Durchschnitt viermal täglich fährt in Altena der Rettungswagen (RTW) raus. Mehr als jedes zweite Mal ist der Notarzt aus dem St.-Vinzenz-Krankenhaus dabei. Beim Kampf um Leben und Tod geht es um Minuten.
Das verleiht der Schließung des St.-Vinzenz-Krankenhauses eine Dramatik über den Verlust von Arbeitsplätzen hinaus. Vor allem um die Notarzt-Versorgung macht sich der Leiter der Altenaer Feuer- und Rettungswache, Udo Winter, Sorgen.

Sanitäter sind bisher schnell vor Ort

Durch das Rendezvous-System sind qualifizierte Helfer bisher schnell am Ort. Der Rettungsdienst-Bedarfsplan schreibt vor, dass Notfall-Hilfe binnen zehn Minuten da sein muss. Während sich zwei Rettungsassistenten mit dem großen RTW direkt auf den Weg zum Notfallort machen, dreht der Notarztwagen eine Runde vorbei am Krankenhaus. Dort springt der diensthabende Arzt in den Wagen. Nur wenige Minuten später, oft gleichzeitig mit dem RTW, trifft der Mediziner ein - also binnen der gesetzten 10-Minuten-Frist.
Ein Notarzt aus der Kreisklinik Hellersen schafft es im Idealfall - nachts und ohne Schnee - in 15 Minuten. Udo Winter: „Wenn wir einen Notarzt brauchen, dann sofort.“ In Städten ohne Krankenhaus wie Meinerzhagen nehmen niedergelassene Ärzte diesen Dienst wahr. Winter: „Aber wollen Sie als Patient, dass Ihr Arzt dreimal am Tag aus der Praxis rausspringt?“
Winter widerspricht auch der Aussage „Ein guter Notarzt im RTW ist genauso gut wie ein (schlechter) Arzt im Krankenhaus.“ Notarzt und Sanitäter könnten einen Patienten nur „transportfähig“ machen. Alles andere sei Sache des Krankenhauses. Dort gibt es genauere EKGs, Röntgengeräte, Labor usw.

Fahrt nach Hellersen kostet 45 Minuten

Je nach Ort des Notfalls wäre der Weg ins Nachbarkrankenhaus dann noch einmal deutlich länger: Aus dem Bereich der Innenstadt, so die Erfahrungen des Feuerwehr-Chefs, braucht der RTW zwischen 15 und 30 Minuten. Doch für die Feuerwache geht es um mehr. Winter: „Wenn der RTW nach Hellersen fährt, ist der mindestens 45 Minuten weg.“ Zu der längeren Fahrzeit kommt der größere Andrang an der Lüdenscheider Notaufnahme. Steht der Altenaer RTW gerade in Lüdenscheid, wenn der nächste Notruf kommt, muss eben ein RTW aus Lüdenscheid, Iserlohn oder Werdohl ausrücken. So kommt eine Minute zur nächsten.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 23.06.2010

Krankenhaus St. Vinzenz: Bürgermeister nimmt Stellung zum Statement Schmalenbachs
Aussagen des Aufsichtsrates für Hollstein „eher nebulös“

ALTENA - Mit vorsichtiger Zurückhaltung hat Dr. Andreas Hollstein vom Aktionsbündnis „Rettet das Altenaer Krankenhaus“ am Mittwoch die jüngste Stellungnahme des Aufsichtsrates kommentiert.
Zwar handele es sich um einen ersten Schritt in die richtige Richtung, sagte er – es blieben aber noch viele Fragen offen. Und: „Ich hätte mir deutlich mehr gewünscht“. Die Frage, wie es jetzt weitergehe, sei „eher nebulös“ beantwortet worden. „Es bleibt jetzt abzuwarten, wie diese Ankündigungen mit Leben erfüllt werden sollen“, sagte der Bürgermeister und hofft hier auf weitere und vor allem weitergehende Erklärungen des Trägers – „ich möchte wissen, was sich hinter den einzelnen Sachen verbirgt“.
Der Krankenhaus-Aufsichtsrat hatte am Dienstagabend angekündigt, einerseits seine Öffentlichkeitsarbeit nachhaltig verbessern zu wollen. Andererseits will er einen „Krisenausschuss“ bilden, in dem auch mit externer Hilfe nach Lösungmöglichkeiten gesucht werden soll – durch Änderungen in der Krankenhausfinanzierung erwartet das Haus im laufenden Jahr ein Defizit von über einer Mio. Euro.
Dass mit Dr. Heinrich-Walter Greuel aus Wattenscheid ein neues Aufsichtsratsmitglied berufen wurde, begrüßt Hollstein: „Endlich wird ein Experte hinzugezogen“. Der Arzt leitet in Wattenscheid ein Krankenhaus mit deutlichem geriatrischen Schwerpunkt, das aber trotzdem auch der Akutversorgung aller kranken Menschen dient. ▪ ben.-

 

Bei der ersten großen Protestaktion auch viele junge Altenaer auf der Straße
1200 umzingeln das Krankenhaus
ALTENA - 1200 Menschen haben am Abend eine Kette um das Krankenhaus gebildet und so ihren Protest gegen die geplante Umwandlung in eine Reha-Klinik zum Ausdruck gebracht. Die erste große Aktion gegen die Pläne der Kirche sei damit ein Erfolg, erklärte anschließend Dr. Andreas Hollstein für das Aktionsbündnis „Rettet das Altenaer Krankenhaus“.
Protestierende
Wie ein Lauffeuer hatte sich die Nachricht von der Protestaktion den ganzen Tag lang in der Stadt verbreitet, und zwar auch und gerade unter jungen Menschen. Nicht nur in den Schulen wurde (meist von Schülern) für die Demo geworben, sondern auch in von Jugendlichen frequentierten Netzwerken im Internet.
Auch deshalb waren aus mancher Familie gleich drei Generationen gekommen, um sich für das Krankenhaus zu engagieren. Manch einer hatte echte Probleme, weil es im weiten Umkreis kaum noch Parkplätze gab. Dass Patienten und Mitarbeiter sich über dieses deutliche Zeichen freuten, war an der Bornstraße deutlich sichtbar.
Freundlich unterstützt wurde die Aktion von Polizei und Feuerwehr, eilig zusammengetrommelte Ordner versuchten, die Aktion zu koordinieren. Ganz gelang ihnen das nicht: Während sich an einigen Stellen die Menschen in Dreierreihen drängten, klafften anderswo Lücken in der Schlange. Rein rechnerisch hat‘s aber gepasst: 900 Menschen hätten nach Berechnungen des Aktionsbündnisses schon ausgereicht, um eine Menschenkette von St. Matthäus zum Krankenhaus und dann über die Steinstraße und die B 236 zurück zur Kirche zu bilden.
Viele Demonstranten hatten Kerzen mitgebracht. Entzündet wurden sie dann, als die Kette gebildet war, wobei die erste Flamme vom Ewigen Licht in der Kirche St. Matthäus gespendet wurde – ein überaus symbolträchtiger Akt.
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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 22.06.2010

Protest : Es brennt im Altenaer Vinzenz-Krankenhaus

Altena, 22.06.2010, Christof Hüls

Altenaer Bürger

Die Bürger von Altena protestieren mit einer Menschen- und Lichterkette gegen die drohende Schließung ihres Krankenhauses St. Vinzenz. Foto: Rudi Rust
Altena. 1200 Altenaer reihten sich in die Menschenkette rund ums Krankenhaus ein - deutlich mehr als erhofft. Das St. Vizenz Hospital soll geschlossen und in eine Reha-Klinik umgewandelt werden. Dagegen gibt es nun massiven Protest auf der Straße.
Es brennt im Krankenhaus der Stadt Altena! Gott weiß warum: Auf den Glockenschlag um 18 Uhr geht der Brandmelder im St. Vinzenz. Sirenen und Martinshörner hallen durch die Stadt. Fast 100 Feuerwehrleute rücken aus. Doch Gefahr droht nicht durch Flammen, sondern Fallpauschalen. So schließt sich die Feuerwehr der Bürger-Gegenwehr an.

Bürgermeister mahnt vor Kirchenpforte

Während der Aufsichtsrat an den letzten Zeilen seiner ersten öffentlichen Stellungnahme feilt, sammelt sich die geballte Bürger-Gegenwehr vor der Kirchenpforte. Zumindest der Absender der E-Mail lässt darauf schließen: Der Pfarrer ist wieder da. In der Menschenkette steht er nicht. Der Bürgermeister mahnt vor der Kirchenpforte: „Wir wollen keine Beschimpfungen vortragen.“
Obwohl er kein Megafon nimmt, bleibt sein Ruf nicht ungehört. Zivil und mit fast schon zu guter Laune über die Riesenresonanz machen sich die Scharen auf, IHR Krankenhaus zu umstellen. Es läuft etwas unkoordiniert. So etwas hat Altena schließlich lange nicht mehr gemacht - zuletzt während des Golfkrieges. Mangels Ordnern ruft Hollstein den Feuerwehrleuten zu, sie sollten sich alle zehn bis zwölf Teilnehmer einordnen. Etwas Feuer ist im Spiel: Die Flamme und viele der Kerzen kommen aus der Pfarrkirche. „Als Zeichen“, wie es Andreas Hollstein formuliert, „wo das Licht eigentlich her kam: aus der christlichen Kirche.

Wattenscheider
Arzt im Aufsichtsrat

Stadtkämmerer Stefan Kemper hat sich, wie viele andere Katholiken auch, mit eingereiht. Und er hat ausgerechnet: Wenn auf jedem Meter eine Person steht, müssten 900 Personen zusammen kommen. Es sind mehr - eindeutig. Insbesondere auf Werdohler Straße und der Bornstraße drubbelt sich alles. „Aktion für Aktion“ will der Bürgermeister, dass sich der Druck steigert - „bis wir gehört werden.“
Gegenüber der Presse meldet sich um 19.25 Uhr der Aufsichtsrat per Mail zu Wort. Er sehe sich „im Einklang“ mit den Interessen der Altenaer Bevölkerung heißt es darin. Mit der gemeinsam sollten die Probleme des St. Vinzenz angegangen werden. Noch einmal wird eine Pressekonferenz angekündigt. Es würden Maßnahmen ergriffen, die Kommunikation in die Öffentlichkeit zu verbessern. Der Aufsichtsrat kündigt außerdem an, einen Wattenscheider Chefarzt in den Aufsichtsrat zu berufen und einen Krisenausschuss einzurichten.
Der Protest geht am Mittwoch um punkt 14.30 Uhr weiter: Altenaer sollen dem Bischof ihre Sorgen per E-Mail schildern (Adresse: ruhrbischof@bistum-essen.de)

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 22.06.2010

Stellungnahme des Vinzenz-Aufsichtsrates

ALTENA - Für den Aufsichtsrat der St. Vinzenz-Krankenhaus GmbH hat am Dienstagabend dessen Mitglied Gerhard Schmalenbach eine Erklärung zur aktuellen Debatte abgegeben. Wir veröffentlichen das Dokument im Wortlaut:
„Der Aufsichtsrat der St. Vinzenz Altena GmbH hat sich in der heutigen Sitzung intensiv mit den Ereignissen der letzten Tage auseinander gesetzt. Er sieht sich im Einklang mit diesen Interessen der Altenaer Bevölkerung. Die Probleme des Krankenhauses sollen gemeinsam mit der Bevölkerung und den gesellschaftlich und politisch relevanten Gruppen angegangen werden.
Zur Krisenbewältigung wurden daher nachfolgende Entscheidungen getroffen:
1. Es wird kurzfristig eine Pressekonferenz geben, in der über den aktuellen Status des Krankenhauses berichtet wird.
2. Es werden Maßnahmen ergriffen, mit denen die Kommunikation in die Öffentlichkeit deutlich verbessert werden soll. Das Ziel ist es, gemeinsam einen Weg aus dieser Krise zu finden.
3. Es hat derzeit den Anschein, als hätte sich der Aufsichtsrat bereits abschließend für eine Aufgabe des Krankenhauses positioniert. Dies ist nicht der Fall. Der Aufsichtsrat ist seit seiner Einsetzung damit befasst, Lösungen zu finden, vorgeschlagene Lösungsmodelle zu prüfen und zu hinterfragen sowie die Entwicklung weiterer und möglicherweise auch neuere Lösungswege einzufordern.
Aus diesem Grunde sind folgende Einzelmaßnahmen beschlossen bzw. umgesetzt worden.
1. Der Aufsichtsrat wird durch Dr. Heinrich-Walter Greuel ergänzt. Er ist Chefarzt und Geschäftsführer des Marienhospitals in Wattenscheid.
2. Es wird ein Krisenausschuss eingerichtet, in dem über den Aufsichtsrat hinaus Kompetenzen eingebunden sollen. Dieser Ausschuss soll versuchen, Perspektiven für den Erhalt des Krankenhauses zu entwickeln und soweit möglich vorzubereiten.“

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 21.06.2010

Protest : Menschenkette im Kampf für Krankenhaus
Altena, 21.06.2010, Christof Hüls
Altena. Ein Aktionsbündnis „Rettet das Altenaer Krankenhaus“ ruft viele Menschen auf am Dienstag eine Menschenkette, um das St.-Vinzenz-Krankenhaus zu bilden. Aus dem Hospital soll eine Reha-Klinik werden.

Die Vinzenz-Geschäftsführerin hat am Dienstag erneut eine Pressekonferenz abgesagt. „Es gibt neue Informationen, die ausgewertet werden müssen“, erklärte Klinikgruppen-Sprecher Martin Mackenberg-Hübner. Der Westen berichtete bereits: Ein Akut-Krankenhaus wird’s nach dem Willen des St.-Vinzenz-Trägers nicht mehr geben, Notfallversorgung gestrichen, Innere und Chirurgie geschlossen. Zu teuer. Stattdessen kommt die Reha-Klinik. So soll es ab dem nächsten Jahr aussehen.

Krankenhaus, Ansicht von der Steinstraße

Massiv von der Schließung bedroht: Das St-Vinzenz-Krankenhaus in Altena. Foto: Guido Raith

Mit Kerzen zur Kirche kommen

Am Sonntagabend formierte sich im Rathaus das Aktionsbündnis gegen die Krankenhaus-Schließung. Dazu gehören neben dem Ärztlichen Direktor und der Personalvertretung des Krankenhauses die Spitzen der Altenaer Ratsfraktionen, zwei Vertreterinnnen der Katholischen Kirchengemeinde Altena, Stadtkämmerer Stefan Kemper, Andreas Hollstein als Bürgermeister und Vize des Fördervereins und drei der ehemaligen Aufsichtsrats-Mitglieder der Vinzenz GmbH.
Im Aktionsbündnis formiert sich heftiger Protest. Ein erstes Zeichen soll die Menschenkette setzen.
Das Aktionsbündnis will nach Angaben von Dr. Hollstein „piano“ beginnen. Dazu gehört als erste große Aktion die kurzfristig organisierte Menschenkette. Dazu rufen die beteiligten Organisationen und Verbände auf, mit Kerzen zur Matthäus-Kirche zu kommen. Treffpunkt ist dort um 18.30 Uhr. Von der Lindenstraße aus soll sich die Kette die Bornstraße hoch mindestens bis zur Krankenhaus-Pforte in Position bringen, am besten auch über die Treppe wieder runter zur Werdohler Straße.

Aufkleber und Plakate gedruckt

Aufkleber und Plakate mit dem Aufruf „Rettet das Altenaer Krankenhaus“ sind im Druck und sollten in einer ersten kleinen Auflage bereits am Montagabend verteilt werden. Gleichzeitig informiert das Aktionsbündnis auf der Internet-Seite www.rettet-das-altener-krankenhaus.de über aktuelle Aktionen und Ereignisse. Das Aktionsbündnis fordert alle Altenaer mit Internet-Anschluss auf, das Bistum Essen dreimal wöchentlich mit E-Mails zu versorgen. Ab Mittwochmittag sollen alle Altenaer jeweils mittwochs, donnerstags und montags punkt 14.30 Uhr dem Bistum ihre Sorgen mitteilen, und zwar an die Mailadressen ruhrbischof@bistum-essen.de und generalvikariat@bistum-essen.de.
Organisationen oder Verbände, die mehr zur Rettung des Krankenhauses beitragen oder weitere Ideen einbringen möchten, sind zur nächsten Sitzung des Aktionsbündnisses eingeladen, die am Sonntag, 27. Juni, um 18 Uhr im Rathaus tagt.
Die meisten, die jetzt protestieren, haben die Parteien gwählt, die für das Fallpauschalensystem verantwortlich sind. Die Folgen dieser Politik kann man jetzt hier in Altena sehen.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 21.06.2010

Krankenhaus: Erneut eine Pressekonferenz abgesagt Neues Aktionsbündnis will am Dienstag Lichterkette bilden

Geschäftsführung und Aufsichtsrat schweigen

ALTENA ▪ Von offizieller Seite gibt es nach wie vor keine Erklärung zu den Krankenhaus-Plänen: Eine für den heutigen Montag vorgesehene Pressekonferenz wurde kurzfristig abgesagt – es bestehe innerhalb der Gremien noch Gesprächsbedarf, hieß es zur Begründung.

Plakat

Am Sonntagabend gründete sich das Aktionsbündnis „Rettet das Altenaer Krankenhaus“, das schon am morgigen Dienstag (22. Juni) eine erste Protestaktion stattfinden lässt: Alle Altenaer sind aufgerufen, eine Lichterkette von der St.Matthäus-Kirche zum Krankenhaus zu bilden. Los geht es um 18.30 Uhr.
Dem Aktionsbündnis gehören Mitglieder aller Ratsfraktionen an, Gründungsmitglieder sind darüber hinaus der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Dr. Hans-Hellmut Baumeister, und Ulrich Schell als Leiter der Personalvertretung. Mit Christiane Frebel und Miriam Rönnecke nahmen auch zwei Mitglieder des Pfarrgemeinderates an der Gründungsversammlung teil. Dieses katholische Gremium hat für heute eine Stellungnahme angekündigt.
Im Auftrag des Aktionsbündnisses hat die Dahler Werbeagentur Pfiffikus ein Protestplakat entworfen. Es ist im DIN A 4-Format ab sofort beim AK erhältlich.

 

Presbyterium bezieht Stellung zu den Plänen der Katholiken: Jahrzehntelanger Konsens würde aufgegeben

Krankenhaus: Protestanten regen runden Tisch an

ALTENA ▪ Zur Diskussion um das Krankenhaus hat das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Altena am Montagmorgen folgende Stellungnahme abgegeben:

„Mit großer Sorge verfolgt die Evangelische Kirchengemein-de Altena die Nachrichten über die Pläne der katholischen St. Matthäus-Gemeinde, das Altenaer St. Vinzenz-Krankenhaus in eine Reha-Einrichtung umzuwandeln und damit offenbar die medizinische Notfall- und Grundversorgung der Bevölkerung aufzugeben.
Viele Fragen sind offen; es gibt große öffentliche Erregung. Daher regt die Evangelische Kirchengemeinde die Bildung eines Runden Tisches zum Erhalt des Krankenhauses an und stellt gerne Räume und Moderation zur Verfügung.
Mit der Umwandlung in eine Reha-Klinik würde der jahrzehntelange Konsens der Arbeitsteilung aufgegeben, dass Diakonie und Evangelische Kirche vorrangig die Altenhilfe in Altena übernehmen, die katholische Kirche und Caritas das Gesundheitswesen.
Seit 1881 gibt es ein katholisches Krankenhaus in der Stadt, seit über 130 Jahren haben sich katholische Christen, aus tiefer Überzeugung und vom Glauben getragen, in den Dienst der Barmherzigkeit gestellt und für eine stationäre Versorgung kranker Menschen gesorgt. Im Jahr 1967 hat das Land Nordrhein-Westfalen entschieden, in Altena nur noch ein Krankenhaus zuzulassen. Träger des Hospitals wurde – nach nicht ganz einfachen Verhandlungen – die St. Matthäus-Gemeinde. Aus dem ehemaligen Städtischen Jo-hanniter-Krankenhaus (später Kreiskrankenhaus) an der Freiheitstraße wurde 1979 das St. Vinzenz-Hospital/Haus II, bis 1986 im Neubau an der Bornstraße beide Standorte zusammengelegt wurden und ein modernes Krankenhaus an den Start ging. Während sich die katholische Gemeinde also um die Kranken kümmerte, übernahmen die evangelischen Christen die Aufgabe, sich um die pflegebedürftigen Menschen zu kümmern: Die Diakoniestation und das Ellen-Scheuner-Haus resultieren aus dieser sinnvollen Aufteilung.
Die evangelische Kirchengemeinde hält ein Krankenhaus in Altena auch und gerade heute für unverzichtbar. Insbesondere Krankenhäusern in kirchlicher Trägerschaft kommt, trotz aller Fragen der Wirtschaftlichkeit, eine besondere Bedeutung zu, ihren Auftrag zu erfüllen und kranken Menschen zu helfen. Die Evangelische Kirchengemeinde weiß um die Schwierigkeit, in heutiger Zeit ein Krankenhaus dieser Größe in kirchlicher Trägerschaft zu führen, appelliert aber an alle Verantwortlichen, nach tragfähigen – auch überkonfes-sionellen – Kooperationen zu suchen.“

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 18.06.2010

Förderverein dreht dem Krankenhaus Geldhahn zu
ALTENA - Der Förderverein St. Vinzenz dreht dem Krankenhaus den Geldhahn zu. Bereits fest zugesagte Mittel für die Anschaffung von so genannten Telemetrie-Geräten werden damit nicht fließen – sie würden ja wohl nicht mehr gebraucht, sagte Dr. Andreas Hollstein in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender. Der Vorsitzende Wilfried Ramsbott befindet sich zurzeit im Ausland. Das Vorgehen sei aber mit ihm abgestimmt, teilten Hollstein und der Schatzmeister Joachim Broer gestern morgen mit. Von Thomas Bender
Seitenansicht Krankenhaus von Steinstraße aus
Der Förderverein will das Krankenhaus nicht mehr unterstützen.
Der Förderverein wurde 1999 gegründet und hat seither rund 250 000 Euro an das Krankenhaus überwiesen. Das Geld stammt nicht nur aus den Beiträgen der rund 150 Mitglieder, sondern vor allem auch aus Spenden beispielsweise anlässlich runder Geburtstage oder auch bei Trauerfällen.
In einem Schreiben an Aufsichtsrat und Geschäftsführung des Krankenhauses heißt es, die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes seien „enttäuscht über die Informationspolitik und die Handlungsweise der katholischen Kirche als Träger“. Nicht einmal ansatzweise sei der Förderverein informiert gewesen – „wir empfinden diese Vorgehensweise als Täuschung und Geringschätzung unserer Arbeit“.
Hollstein und Broer riefen die Altenaer gestern trotz alledem dazu auf, dem Förderverein treu zu bleiben oder gar neu beizutreten. Denn: Er will sich an die Spitze der Protestbewegung gegen die beabsichtigte Umwandlung des Krankenhauses stellen. Dabei gehe es nicht nur darum, sinnvoll erscheinende Aktionen „zu bündeln und zu koordinieren“, sondern sie auch zu finanzieren. Dafür stehe ein fünfstelliger Betrag zur Verfügung. Schon nächste Woche sollen erste Entscheidungen fallen.
Wie inzwischen auch bekannt wurde, hat das Krankenhaus 2009 auf zusätzliche Einnahmen in Höhe von mindestens 50 000 Euro verzichtet. Seit der Übertragung des Rettungsdienstes an den Märkischen Kreis steht ihm für die Einsätze der Notärzte mehr Geld zu. Mehrfach habe der Kreis entsprechende Gesprächsangebote gemacht, jedoch nie eine Reaktion des Krankenhauses erhalten, berichten Insider

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 17.06.2010

Bar-Kasse des St. Vinzenz ist gut gefüllt
ALTENA ▪ Was wird aus dem Krankenhaus? Offiziell blieb diese bange Frage vieler Bürger auch gestern unbeantwortet – eine zunächst geplante Pressekonferenz der Geschäftsführung wurde wieder abgesagt, dann eine angekündigte Presseerklärung auf heute verschoben.
St. Vinzenz
Bis in den späten Nachmittag hinein tagte gestern die „Klinikkonferenz“, der alle Mitarbeiter des Krankenhauses angehören. Dort informierte die Geschäftsführung über ihre Pläne – wie berichtet, soll das Pflegeheim deutlich vergrößert und der Rest des Hauses als geriatrische Rehabilitationsklinik genutzt werden. Für akute Notfälle soll es nicht mehr zur Verfügung stehen. In dem Fall, dass sich das nicht verwirklichen lasse, sei die Möglichkeit einer Schließung zum Jahresende in den Raum gestellt worden, berichteten Teilnehmer an der Sitzung anschließend geschockt.
Das Krankenhaus hat nach eigener Auskunft über 100 Mitarbeiter allein in der Pflege, hinzu kommen Verwaltungskräfte, Mitarbeiter in Funktionsbereichen wie Küche und Haustechnik und natürlich die Ärzte. Es gilt damit als einer der größten Arbeitgeber der Stadt.
Völlig unklar ist im Moment vor allem, wie groß der finanzielle Druck auf das Krankenhaus tatsächlich ist. Bis zu seinem Ausscheiden im Spätsommer 2009 habe das Haus „keine müde Mark Verlust gemacht“, versichert der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Einhard Pflüger. Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 1997 bis 2007, die dem AK vorliegen, bestätigen das: In diesen elf Jahren machte das Krankenhaus Gewinne von über 3,5 Mio. Euro, die nicht ausgeschüttet, sondern in die Rücklagen überführt wurden. Die Bilanzen aus diesen Jahren weisen ein ständig steigendes Eigenkapital aus, zudem verfügte das Krankenhaus danach Ende 2007 über ein Barvermögen beziehungsweise offene Forderungen von über vier Millionen Euro. Ganz bewusst sei dieses Polster gebildet worden, um für die mit der Einführung neuer Abrechnungsmodalitäten seit Anfang 2010 einhergehenden Einnahmeausfälle gerüstet zu sein, sagte Pflüger schon im Jahr 2009. Er berichtete auch, dass die St. Vinzenz-Zahlen beim Bistum stets als vorbildlich gegolten hätte.

Wie es nach 2007 weiterging mit den Finanzen des Hauses, liegt weitestgehend i Dunkeln. In diesem Jahr wurde das Krankenhaus in eine GmbH umgewandelt und muss seither eigentlich seine Bilanzen im Bundesanzeiger veröffentlichen. Das hätte erstmals im Jahr 2009 geschehen müssen, im Bundesanzeiger findet sich ein dementsprechender Eintrag aber nicht.
„Es ist genauso gekommen, wie ich es gesagt habe“, kommentierte Pflüger die neuesten Ereignisse. Dass es ab 2010 eng werde, sei absehbar gewesen, deshalb habe der alte Aufsichtsrat sich beizeiten auf die Suche nach Kooperationspartnern gemacht. Jetzt sei gar kein Konzept mehr erkennbar. Das Problem dabei: „Die haben fast ein ganzes Jahr versäumt, etwas zu tun“.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 17.06.2010

Thema Krankenhaus: Hitzige Diskussionen am WR-Redaktionsmobil
Altena, 17.06.2010, Heinz-Rudolf Rust

Das WR Redaktionsmobil steht auf dem Wochenmarkt in Altena. In einem Forum zur Situation des St. Vinzenz Krankenhaus diskutieren Ärzte, Bürger, Politiker und ein Vertreter der Verwaltung unter der Moderation von WR-Redakteur Christof Hüls.

Das Thema Krankenhaus-Schließung brennt den Altenaern offenbar unter den Nägeln.
Zwei Stunden diskutierte WR-Redakteur Christof Hüls mit Politikern, Ärzten und anderen Betroffenen über die sich abzeichende Aufgabe des St.-Vinzenz-Krankenhauses als Akut-Klinik.
WR-Mobil : Altenaer bangen um ihre Notfallversorgung

Altena, 17.06.2010, Sabine Loos
Am Redaktionsmobil
Das WR Redaktionsmobil stand am Donnerstag auf dem Wochenmarkt in Altena.WR-Foto: Rudi Rust

Altena. Ein Akut-Krankenhaus wird’s nach dem Willen des St.-Vinzenz-Trägers nicht mehr geben, Notfallversorgung gestrichen, Innere und Chirurgie geschlossen. Zu teuer. Stattdessen kommt die Reha. So sieht’s aus ab dem kommenden Jahr.
Die bittere Nachricht wurde am Mittwoch Ärzten und Personal unterbreitet, gestern machte Chefarzt Dr. Hans Hellmut Baumeister am WR-Infomobil – Sarkasmus und Bitterkeit in der Stimme – die aktuelle Lage öffentlich. Das Vorgehen wertete er als „nach Gutsherrenart“ gegenüber den Mitarbeitern, denen habe man Mitziehen oder Gehen angeraten. „Das ist Erpressung“. Bitter auch: Im Vorfeld habe man auf Gespräche zum Beispiel mit den Ärzten verzichtet.
Fehlenden Austausch und Kommunikation kritisierten gestern Morgen viele Redner am WR-Redaktionsmobil. Es parkte gegenüber der Burg Holtzbrinck und war bei den zwei, von WR-Lokalredakteur Christof Hüls moderierten Diskussionsrunden dicht belagert. Viele Bürgerinnen und Bürger unterbrachen ihren Markteinkauf, blieben stehen und verfolgten die teilweise emotionsgeladenen Aussagen. Viele harrten über zwei Stunden aus.
Bürgermeister rechnet mit Amtskirche ab

Mit der katholischen Kirche rechnete Bürgermeister Dr. Hollstein, selbst ein bekennender Katholik, ab: „Ich schäme mich für das Verhalten der Amtskirche“ – und deren Sparkurs. Er richtete auch den Blick auf Ulrich Schmalenbach, Pfarrer in Altena und Aufsichtsratsvorsitzender des St.-Vinzenz-Krankenhauses. „An seiner Stelle wäre ich hier bei den Menschen und nicht auf einer Wallfahrt“, räumte aber ein, dass man Pfarrer Schmalenbach „verheizt“ und „als Werkzeug missbraucht“ habe.
Der erste Mann Altenas rief die Bürgerschaft auf, sich gegen die Reha-Pläne zu stellen und beim Bistum Druck zu machen. Der Bischof müsse wissen, dass sich ein „kleines gallisches Dorf „zur Wehr setzt.
„Wir müssen auf die Straße gehen“, sagte Alt-Bürgermeister Günter Topmann. Er sprach von einem gut geführten Haus und einem „tüchtigen Aufsichtsrat, der sich für die Bevölkerung eingesetzt“ habe. Für dieses Statement gab’s kräftigen Applaus. der Zuhörer. Zu schade, dass das Bistum die tüchtigen Leute rausgeschmissen habe. Scharf kritisierte Topmann, dass Beschlüsse vom Träger „unter Ausschaltung der Ärzte“ gefasst worden seien.
.Angst um Arbeitsplätze und Bestürzung hat sich im St. Vinzenz seit Mittwoch bereit gemacht. Mit der radikalen Lösung habe niemand gerechnet, sagte Personalvertreter Ulrich Schell. Man sei davon ausgegangen, dass die Notfallversorgung bestehen bleibe. Im übrigen müsse man jetzt Ruhe bewahren. Vor allem dürften die Mitarbeiter nicht weglaufen....
Die Stadt hat ein Recht auf ihr Krankenhaus, war für Dr. Gerhard Erning, Sprecher des Fördervereins St. Vinzenz. So sieht das auch Werner Thiele, ehemaliger Ortsvorsteher in der Rahmede, bekennender und „frisch entlassener Patient“. „In Lüdenscheid ist man nur eine Nummer, hier wird man behandelt wie in der Familie“, sagte Thiele. Stimme aus dem Menge: „Stimmt“. „Wir müssen auf die Straße gehen“, rief Thiele kämpferisch. Auf der Suche nach Lösungen zum Erhalt der Akut-Versorgung gingen die Wortbeiträge immer wieder in Richtung Kooperation mit Plettenberg.

Wohin mit Infarkten und Arbeitsunfällen?

Nur nicht für Martin Mackenberg-Hübner, Pressesprecher der St. Josef und St. Antonius Kliniken in Wuppertal, der die andere, rein wirtschaftlich orientierte Seite seines Dienstherrn vertrat. Jeder Patient schlage mit 800 Euro Minus zu Buche. Nur die Reha-Klinik könne die Zukunft sichern. Das glaubten weder der Altenaer AOK-Mann Bernd Flues (Ein Krankenhaus ist unverzichtbar) noch Dr. Frank Leienbach: Wohin mit Herzinfarkten, mit Arbeitsunfällen, mit alten und ganz jungen Patienten? Nach Lüdenscheid? Die sind doch schon jetzt überlastet. Leienbach bedauerte fehlende Zusammenarbeit der Ärzte mit der neuen Verwaltung.
Gegen Ende der Diskussion stieß Einhard Pflüger hinzu, früherer Vorsitzender des Krankenhaus-Aufsichtsrates. 13 Jahre hat es keine Verluste gegeben sagte er. Man habe sehr gut gewirtschaftet und Rücklagen gebildet. „Das stimmt“, erwiderte die Mackenberg-Hübner. „Aber leider sind das zweckgebundene Gelder und nicht greifbar“. Mit der Liquidität sei es von Grün über Gelb jetzt auf Rot gegangen. „Es ist ein Fehler, ortsnahe Strukturen zu zerschlagen“, sagte MdL Michael Scheffler. Er äußerte Bedenken, dass „Reha-Betten überhaupt genehmigt werden.“

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 16.06.2010

Krankenhaus : Reha angeblich letzte Rettung

Altena, 16.06.2010, Christof Hüls
Krankenhaus Altena
Altena. Die Katholische Gemeinde scheint ihre Mitarbeiter/innen unter Druck zu setzen: Sollte das Modell einer Reha nicht umsetzbar sein, so hieß es bei der Personalversammlung, könnten die Lichter am Jahresende ausgehen.
Geschäftsführerin Bettina Schmidt sagte die zunächst für gestern angekündigte Pressekonferenz noch am Dienstagabend wieder ab, lieferte aber auch keine andere offizielle Information und war gestern nicht erreichbar. Den ganzen Tag über führte sie Gespräche mit Mitarbeitern. Am Dienstag hatte sie mit Banken, Bistums-Vertretern und den Cellitinnen getagt, um die Möglichkeiten auszuloten. Ob die Beteiligung von Banken an dieser Runde auf Finanzierungsgespräche für einen Umbau oder auf Liquiditätsprobleme hindeuten, lässt sich nur spekulieren.
Der Widerstand gegen die Variante Altenheim + Reha wächst; gleichzeitig aber auch die Resignation. Kleine Krankenhäuser wie in Altena stecken in Schwierigkeiten durch die Einführung der neuen „Fallpauschalen“ (DRG). Seit zwei Jahren bezahlen die Kassen nicht mehr pro Nacht, sondern pauschal pro Fall. Kleinen Kliniken wurde eine Konvergenzphase genehmigt mit zeitweise höheren Sätzen. Diese Schonfrist ist Ende vergangenen Jahres ausgelaufen. Krankenhäuser können nun lediglich bei besonderen Komplikationen einen erhöhten Satz in Rechnung stellen. Der wirtschaftliche Druck wächst enorm, Patienten so schnell wie möglich zu entlassen, weil jeder zusätzliche Tag auf Kosten des Krankenhauses geht.
Die Behandlung eines Patienten mag gar nicht teurer sein als in einem großen System. Doch jedes Krankenhaus muss eine grundlegende Struktur mit Fixkosten aufrecht erhalten. So sind Abschreibungen zum Beispiel fürs Röntgengerät fällig, egal, ob ein Patient oder 100 untersucht werden. Für die Akutversorgung muss Personal rund um die Uhr bereit stehen: für die Ambulanzen, den OP oder das Labor.
In Kenntnis dieser Lage soll das Krankenhaus Rücklagen in siebenstelliger Höhe gebildet haben, die zwischendurch sogar an den Partner in Wuppertal ausgeliehen wurden. Die Schuld an der misslichen Situation wird zwischen alter und neuer Leitung hin- und her geschoben.

Noch läuft alles weiter

Beide Chefärzte verweisen darauf, dass vorläufig alles im Krankenhaus weiter läuft wie bisher. Chefarzt Linderhaus weist auf einen missverständlichen Satz im gestrigen Bericht hin: Natürlich ist er besorgt, dass die Akut-Versorgung „nicht“ mehr weiter besteht.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 16.06.2010

Krankenhaus-Debatte St. Vinzenz. „Erschreckend, wie wenig man hier als Chefarzt zu sagen hat“
Linderhaus macht das nicht mit

ALTENA - „Dafür stehe ich nicht zur Verfügung“ – klare Worte fand der neue St. Vinzenz-Chefarzt Jens Linderhaus am Dienstag zu den Plänen von Aufsichtsrat und Geschäftsleitung. Von Thomas Bender
Ein Krankenhaus ohne Akutversorgung sei „für mich als Altenaer nicht tragbar“. Das habe er auch mitgeteilt, als ihm dieses Konzept vor einigen Tagen in einem kurzen Gespräch von Geschäftsführerin Bettina Schmidt und Aufsichtsratsvorsitzendem Ulrich Schmalenbach mitgeteilt worden sei. Diese Pläne seien „nicht tragbar“, es werde „zu Recht“ massiven Widerstand dagegen geben, prophezeit Linderhaus und betont, dass alle bisher getroffenen Entscheidungen ohne Zutun oder auch nur Anhörung der ärztlichen Leitung des Hauses getroffen worden seien. Die Kommunikation mit der Geschäftsführung sei „schlecht“. Und weiter: „Es ist erschreckend, wie wenig man hier als Chefarzt zu sagen hat“.
Grundsätzlich ist Linderhaus dafür, im Krankenhaus auch den geriatrischen Bereich (also den der Altersheilkunde) abzudecken – er hat entsprechende Zusatzqualifikationen, sieht hier sein Hauptbetätigungsfeld. Er könne sich die Geriatrie aber nur als zusätzliches Standbein vorstellen, um das Haus mitsamt seinen bisherigen Strukturen zu stärken, sagte er.
Dem AK vorliegende Dokumente zeigen, dass genau das das Anliegen der „alten“ Geschäftsführung mit Michael Kaufmann und Barbara Bieding war. Sie und der damalige Aufsichtsrat schalteten danach vor gut eine Jahr die Kölner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Solidaris ein, die die Bildung einer gemeinsamen Betriebsführungsgesellschaft mit dem Plettenberger Krankenhaus empfahl. Über die praktische Umsetzung dieser Pläne seien 2009 bereits intensive Verhandlungen mit der AOK und dem Verband der Ersatzkassen geführt worden. Ziel sei es gewesen, in Altena sowohl Reha-Betten als auch die Akutversorgung aufrecht zu erhalten, was nur im Zusammenspiel mit dem Plettenberger Haus möglich gewesen wäre, wie es in den Papieren heißt. Die damaligen Planungen scheiterten nach dem AK ebenfalls vorliegenden Informationen am Veto des Bistums, wo das gleichberechtigtes Miteinander mit den Plettenbergern in einer Holding nicht erwünscht war.
Bistumsvertreter waren auch am Dienstag wieder in Altena – zu einer Sitzung mit der Geschäftsführung und Bankenvertretern. Für Mittwoch sind eine Mitarbeiterversammlung und eine Pressekonferenz geplant.
Gerade mit Blick auf die Mitarbeiter sei er tieftraurig über die Entwicklung, sagte Linderhaus gestern – neben einer „tollen Immobilie“ habe er in Altena ein motiviertes Team aus Ärzten und Pflegern vorgefunden. Er sei fest davon überzeugt, dass auf dieser Grundlage eine vernünftige Entwicklung des Krankenhauses möglich sei. Dass es finanzielle Probleme gebe, sei ihm bewusst – „wir brauchen mehr Patienten“. Abgesehen von einem nicht erklärbaren Rückgang der Fallzahlen im Mai habe es in allen übrigen Monaten des Jahres 2010 Zuwächse bei der Auslastung der Betten gegeben. Hier gelte es anzusetzen. „Aber das kann man nur gemeinsam“, mahnte der Chefarzt. Verbesserungen seien kaum zu erreichen, „wenn man ständig in der Defensive ist“. - ben.-

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 15.06.2010

Krankenhaus : Linderhaus zu Reha-Plänen: „Mit mir nicht“
Altena, 15.06.2010, Christof Hüls
Chefarzt J. Linderhaus
stellt sich gegen die Reha: „Mit mir nicht!“
Altena. „Dafür stehe ich nicht zur Verfügung.“ Auch der zweite Chefarzt des Vinzenz-Krankenhauses, Jens Linderhaus, stellt sich strikt gegen den präferierten Pläne zum Umbau in eine Reha-Klinik.
Ein solches Konzept sei für ihn nicht tragbar. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit sei ihm der Plan „vor kurzem“ in einem etwa zehnminütigen Gespräch mitgeteilt worden, berichtete der Chef der Inneren Abteilung gestern. „Ich habe erst einmal gar nichts gesagt und dann glaube ich nur ,Oh mein Gott’ und ,Das kriegen Sie in Altena nicht durch! Da geht man in den Widerstand in der Bevölkerung.“ Mit ihm sei eine geriatrische Reha-Klinik jedenfalls nicht machbar, stellte er klar.
Gegenüber dem, was ihm die alte Geschäftsführung und der alte Aufsichtsrat versprochen haben, musste er schon massive Abstriche machen. „Ich habe alles über mich ergehen lassen, weil das hier Altena ist“, stellt sich der Mediziner klar in eine Linie mit den Gegnern. „Ich habe sehr großen Spaß an meiner Arbeit. Aber ich habe eine große Sorge, dass die Akut-Versorgung hier weiter besteht.“
Traum von einer „Akut-Geriatrie“

Die sich nach dem Stand bis gestern Nachmittag abzeichnende Komplett-Aufgabe des Krankenhauses stand durchaus bereits länger als eine mögliche Variante im Raum. Auch die Einrichtung einer geriatrischen Reha mit 40 Plätzen wurde schon lange diskutiert.
Neu ist nun, dass die Kaufleute auf den aus Altenaer Sicht maximal möglichen Gau zusteuern: die Schließung des Krankenhaus-Betriebes einschließlich Ambulanzen, OPs und aller damit verbundenen Akut-Einrichtungen.
Jens Linderhaus träumt immer noch von der alten Idee einer „Akut-Geriatrie“. Anfang der Neunziger Jahre hatte sich das Krankenhaus bereits darum bemüht, erster Standort einer solchen Einrichtung zu werden. Das Land gab Iserlohn den Zuschlag. Diese Sicht gilt bis heute: Das Land sieht keinen Bedarf an weiteren Einrichtungen.
Persönlich ist Linderhaus enttäuscht. Er wollte sich nach Jahren des Wandels in Altena fest niederlassen. Dramatisch sei es aber vor allem für Altena.
Dass etwas getan werden muss, das steht auch für den Chef der Inneren außer Frage. „Wir brauchen mehr Patienten.“ Man müsse aber auch einem neuen Chefarzt mehr Zeit einräumen, damit er sich etabliert.
Um in der Bevölkerung anerkannt zu werden, müsse ein Krankenhaus jedoch auch „mal was Neues bieten“ und dafür investieren. Zu seiner Abteilung gehören derzeit offiziell 70 Betten.

Krankenhaus „muss mal Neues bieten“

Der Mai sei „sehr schlecht“ gewesen, gesteht Linderhaus. In den Monaten zuvor verzeichnete das Haus eine kontinuierliche Fallzahlsteigerung. Zu seiner Abteilung gehören an medizinischem Personal Oberarzt Dr. Mahr und fünf Assistenzärzte.
Der ärztliche Direktor des Hauses, Dr. Hans-Hellmut Baumeister, könnte den Entwicklungen gelassen entgegen blicken: Er erreicht im Jahr 2013 die Pensionsgrenze. „Ich habe angeboten, bis Ende 2015 zu verlängern, um den Übergang zu erleichtern.“ So viel ist klar: Ärzte für Altena zu finden, ist nicht leicht. In seiner Abteilung gleichen die Kollegen heute das Fehlen von 1,5 Ärzten aus. Baumeister fordert schnell Klarheit über die Zukunft im St. Vinzenz.

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Bericht Westfälische Rundschau / Der Westen-online- vom 14.06.2010

St. Vinzenz : Reha-Klinik statt Krankenhaus

Altena, 14.06.2010, Christof Hüls
IMC
Neue IMC des Krankenhaus St. Vinzenz. Foto: Rust
Altena. Die Kirche überlegt, das St.-Vinzenz-Krankenhaus in eine Reha-Klinik umzuwandeln. Diese Nachricht erschütterte am Wochenende große Teile Altenas. Die Gespräche des Trägers sind angeblich bereits weit gediehen.
Bisher nicht bestätigten Informationen zufolge, soll das Krankenhaus als Einrichtung der Akut- und Grundversorgung aufgegeben werden. Stattdessen würden weitere Gebäudeteile dem Pflegeheim zugeschlagen und eine gerontologische Reha-Klinik eröffnet. Von Chirurgie, Gynäkologie und den Notfall-Ambulanzen bliebe nichts mehr übrig.
Die Verkleinerung der Intensiv-Station und diverse Optimierungen schienen bisher darauf hinzudeuten, dass die Kirchengemeinde nicht an den Grundpfeilern des Altenaer Krankenhauses rüttelt.
Die Mitarbeiter/innen des Krankenhauses fielen aus allen Wolken. Selbst der Ärztliche Direktor, Dr. Hans-Hellmut Baumeister, wusste nichts von den konkretisierten Plänen. Dem gegenüber wird in politischen Gremien auf Kreisebene bereits seit Wochen über die neuen Vorschläge aus Altena diskutiert.
Offizielle Gespräche laufen mit der Kreisklinik und der Märkischen Reha.

Bürgermeister: „Nicht das Personal strafen!“

Geschäftsführerin Bettina Schmidt wollte die Informationen so nicht „in Gänze“ bestätigen. Am heutigen Dienstag finde ein Spitzengespräch statt. Daran nehmen neben der Geschäftsführung auch der Weihbischof, die Cellitinnen und Bankenvertreter teil. Schmidt kündigt für Mittwoch Mitarbeiterversammlung und Pressekonferenz an.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der St.-Vinzenz-GmbH, Pfarrer Ulrich Schmalenbach, befindet sich derzeit im Urlaub.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 14.06.2010

Belegschaft von Plänen völlig überrascht

ALTENA - Bestürzung im Krankenhaus: Die Belegschaft erfuhr erst durch Zeitungsartikel von der Plänen, die Geschäftsführung und Aufsichtsrat hegen – wie berichtet, verhandeln sie über eine deutliche Vergrößerung des Pflegeheims und die Umwandlung in eine Reha-Klinik. Von Thomas Bender
Selbst ihm sei von diesen Plänen nichts bekannt gewesen, sagte am Montag Dr. Hans Hellmut Baumeister, der Ärztliche Direktor und versprach: „So lange ich meinen Fuß in dieses Krankenhaus setze beziehungsweise setzen darf, läuft hier alles weiter wie bisher“. Unter seiner Regie werde sich an der Akutversorgung kranker und verletzter Menschen nichts ändern. Baumeister betonte, dass er in dieser Haltung einig sei mit Jens Linderhaus, dem Chefarzt der inneren Abteilung.
Der (auch schriftlich vorgetragenen) Bitte um eine Stellungnahme zu den Entwicklungen ist Ulrich Schmalenbach bisher nicht nachgekommen – er begleite eine Reisegruppe, teilte das Pfarramt mit. Der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde ist Vorsitzender des Krankenhaus-Aufsichtsrates, nachdem Einhard Pflüger im vergangenen Jahr im Streit zurückgetreten ist. Es ging damals vor allem um die Frage von Kooperationen mit anderen Krankenhäusern, vor allem mit dem in Plettenberg. Sie war unter der Regie der ehemaligen St.-Vinzenz-Geschäftsführer Michael Kaufmann und Barbara Bieding eingestielt worden und sollte dazu dienen, beide Häuser zukunftsfähig zu machen. Der jetzt vom Aufsichtsrat verfolgte Reha-Gedanke habe dabei durchaus eine Rolle gespielt. Es sei aber nicht daran gedacht worden, sich aus der Akutversorgung zu verabschieden, sagte Kaufmann im Gespräch mit dem AK. Er ist nach wie vor Geschäftsführer des Plettenberger Krankenhauses. Die einst von beiden Seiten gewünschte, weitgehende Kooperation der beiden Häuser sei inzwischen „praktisch zum Erliegen gekommen“ berichtete er. Insider berichten, dass einer der Gründe dafür die Plettenberger Geschäftsführung sei: Solange Kaufmann und die Ex-Vinzenz-Chefin Barbara Bieding dort das Sagen hätten, lehne die Altenaer Seite aus unerfindlichen Gründen jede Kooperation kategorisch ab.
Offen bleibt, ob die von der Kirche geplante, weitgehende Umgestaltung des Krankenhauses eigentlich so ohne weiteres möglich ist. Schließlich ist es mit erheblichen Zuschüssen des Landes errichtet worden. Solche Mittel unterliegen in aller Regel einer Zweckbindung. Die Frage, ob die Umwandlung eines Krankenhauses in eine Reha-Klink genehmigt werden muss, konnte Kaufmann beantworten: Dazu bedürfe es keiner behördlichen Genehmigung, sagte er – es reiche ein entsprechender Vertrag mit den Krankenkassen. Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass derartige Verhandlungen im Moment von Erfolg gekrönt sein könnten.

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Bericht Altenaer Kreisblatt / come-one.de vom 11.06.2010

Kirche will Krankenhaus zur Reha-Klinik machen

ALTENA- 2001 probte ganz Altena den Schulterschluss mit der katholischen Kirche – nach dem Beske-Gutachten ging es darum, das Krankenhaus zu retten. Jetzt droht erneut Gefahr, Bürger und Politiker werden aber andere Verbündete suchen müssen. Diesmal ist es nämlich die Kirche selbst, die den Charakter des St. Vinzenz völlig verändern will.

Dunkle Wolken hängen über dem Altenaer Krankenhaus.

Nach dem AK vorliegenden Informationen haben Pfarrer Ulrich Schmalenbach und die neue St. Vinzenz-Geschäftsführerin Bettina Schmidt in den vergangenen Wochen bei mehreren Gesprächen im Altenaer Rathaus, aber auch bei den Märkischen Kliniken für ein Krankenhaus-Konzept geworben, das eine völlige Abkehr vom bisher in Altena geltenden Konsens bedeuten würde: Das ins Haus integrierte Pflegeheim soll deutlich vergrößert werden – 40 neue Plätze wünscht sich die Kirche, die Kapazität würde sich damit verdoppeln. Den Rest des Hauses würde der Träger gerne als gerontologische Reha-Klinik nutzen. Das bedeutet: Keine Ambulanzen mehr für alle Bürger, keine Grundversorgung mehr – zumindest im Bereich der Chirurgie.
Damit würde in etwa das passieren, was Franz Vorrath, Diözesanadministrator des Bistums Essen, noch vor einigen Monaten kategorisch ausgeschlossen hatte: „Die in der Öffentlichkeit gemachten Vermutungen, das Altenaer Krankenhaus werde in ein Altenheim umgewandelt oder aber sogar verkauft, entbehren jeglicher Grundlage und beunruhigen zu Unrecht die Bevölkerung“, ließ er im September mitteilen, nachdem es wegen des Wechsels in der Geschäftsführung in Altena zu erheblicher Unruhe kam.
Im Grundsatz gelte diese Aussage auch heute noch, sagte Bistumssprecher Ulrich Lota gestern auf Anfrage, schob aber zwei Einschränkungen nach: „Am Ende muss sich alles auch rechnen“, sagte er und erwähnte auch, dass das Bistum eigentlich gar nicht zuständig sei. Das Krankenhaus gehört nämlich bis auf einen fünfprozentigen Anteil der Caritas in allererster Linie der katholischen Kirchengemeinde.                                                                                                                                                             

Seit dem Rücktritt vieler St. Vinzenz-Aufsichtsräte im Spätsommer 2009 ist der katholische Pfarrer Ulrich Schmalenbach Vorsitzender dieses Gremiums, Bettina Schmidt wurde als neue Geschäftsführerin verpflichtet. Bei ihrer Vorstellung versprach Schmalenbach, „spätestens im Februar“ Maßnahmen zu präsentieren, die das Haus für die Zukunft fit machen sollten. Ein hohes Ziel: 2008 und 2009 wurde ein Defizit von insgesamt 850 000 Euro erwirtschaftet, für 2010 sah der Wirtschaftsplan sogar 1,9 Mio. Euro vor.
Von den von Schmalenbach angekündigten Maßnahmen hat man – abgesehen von der inzwischen abgeschlossenen Verlegung der Intensivstation – nie wieder etwas gehört. Aktuell, so war zu erfahren, sehen die Zahlen für das laufende Jahr zwar etwas freundlicher aus, liegen aber immer noch im siebenstelligen Minusbereich.
Damit entsteht hoher Handlungsbedarf, noch vor den Sommerferien soll eine Lösung gefunden sein. Entschieden sei noch nichts, betonte Bistumssprecher Lota gestern – der Aufsichtsrat (dessen Vorsitzender Schmalenbach gestern für das AK nicht zu erreichen war) verhandelt noch mit möglichen Kooperationspartnern, vor allem mit den Märkischen Kliniken. Von ihnen sollen die gerontologischen Fälle kommen, die medizinisch austherapiert sind und dann in der Reha von St. Vinzenz darauf vorbereitet werden, wieder eigenständig zu leben. Als der neue Ruhrbischof, Dr. Franz-Josef Overbeck, am Donnerstag einen Antrittsbesuch bei Landrat Gemke machte, soll es auch um dieses Thema gegangen sein. Inhalt? „Kein Kommentar“ – das war alles, was Kreispressesprecher Hendrik Klein dazu sagen wollte. Pikant: Die kreiseigenen Märkischen Kliniken betreiben mit der Stadtklinik Werdohl einen direkten Konkurrenten des Altenaer Krankenhauses, der ebenfalls hochdefizitär ist.
In der Altenaer Kommunalpolitik sorgen die Ankündigungen der Kirchengemeinde für große Bestürzung. Die Ratsfraktionen haben für kommenden Donnerstag zu einer gemeinsamen Pressekonferenz eingeladen. Bis dahin mag der Bürgermeister nur eines sagen: „Es gibt Anlass zu ernster Sorge“ – so Dr. Hollstein, als das AK ihn mit dem Ergebnis der Recherchen konfrontierte.

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Bericht Westfälische Rundschau vom 23.03.2010

Förderverein freut sich über spendable Geburtstagskinder und Zuwendungen nach Sterbefällen - Verein zählt konstant 150 Mitglieder
Neues Sonnensegel für die Terrasse des Vinzenz-Pflegeheims
Christof Hüls
Altena. Der Förderverein hat in fast zwölf Jahren 200 000 Euro überwiesen: Die Bilanz des Vereins der „Freunde und Förderer des Vinzenz-Krankenhauses und Pflegeheimes" kann sich sehen lassen.
Mehr Ausgaben in diesem Jahr
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung legte der Vorstand um Wilfried Romsbott Rechenschaft ab. lm vergangenem Jahr gab es an sich keine großen Wünsche, erklärte Wilfried Ramsbott. Der Förderverein schaffte lediglich eine Sprachübertragungsanlage für die medizinischen Vorträge in der Burg Holtzbrinck an.
Dafür schüttet der Verein in diesem Jahr mehr Geld aus: Wie berichtet, will dos Krankenhaus eine Telemetrie-Anlage anschaffen. Dafür haben die Freunde und Förderer 15 000 Euro reserviert. Etwa 4000 Euro fließen in kleinere Anschaffungen.
Das Pflegeheim im Komplex an der Bornstraße wird mit rund 12 000 Euro bedacht. Dafür gibt es einige neue Stühle und ein Sonnensegel für die Terrasse. Trotz der, so Wilfried Ramsbott, „irritierenden Ereignisse" im Krankenhaus liegt die Zahl der Mitglieder konstant bei 150. Jährlich zahlen die Förderer 50 Euro. Besonders freut sich der Verein immer über Geburtstagsjubilare, die an der Stelle von Geschenken um Spenden für den Förderverein bitten.
Vorstand einstimmig bestätigt
Immer wieder gibt es auch Angehörige von Verstorbenen, die sich anstelle von Blumen- oder Kranzspenden eine Spende fürs Krankenhaus wünschen.
Die Jahreshauptversammlung bestätigte den bisherigen Vorstand einstimmig im Amt. Neben Wilfried Ramsbott sitzt  Bürgermeister Dr. Hollstein als 2. Vorsitzender im Vorstand. Joachim Broer führt die Kasse. Ingeborg Becker, Gerd Erning und Gerald Becker bilden den Beirat.

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Bericht Westfälische Rundschau vom 20.03.2010

Krankenhaus-Förderverein unterstützt die Anschaffung einer Telemetrie-Anlage
St. Vinzenz-Patienten frei und trotzdem rundum gut überwacht
Altena. Nicht jeder Patient mit einer Koronar-Erkrankung muss auf die lntensivstation. Deshalb plant das St. Vinzenz-Krankenhaus den Kauf einer Telemetrie Anlage.
Chefarzt Jens Linderhaus skizzierte die Überlegungen am Donnerstagabend vor der Jahreshauptversammlung des St. Vinzenz-Fördervereins.
Das Krankenhaus hatte die Intensivstation vor wenigen Wochen verlegt und verkleinert. Chefarzt Jens Linderhaus sieht in vielen Fällen keine Notwendigkeit, Patienten aus ihren normalen Krankenzimmern
in die teure Intensiv Überwachung umziehen zu lassen. lm Grunde reicht es, Menschen zum Beispiel mit
Koronaren Gefäßproblemen mit einer mobilen Überwachungseinheit zu versehen. Die sendet ihre Daten an den Überwachungsterminal der Intensivstation. Ansonsten dürfen sich die Patienten rund um ihr normales Krankenzimmer frei bewegen. Linderhaus meint: „Eine komfortable Lösung."
Doch hat ihren Preis: mindestens 20 000 Euro für zwei Telemetrie-Geräte. Dank eines guten Finanzpolsters kann der Förderverein jedoch allein 15 000 Euro zur Verfügung stellen. Außerdem stellt der 150 Mitglieder starke Verein einen Krankenstuhl für den Eingangsbereich zur Verfügung und ermöglicht weitere kleinere Anschaffungen. Das Vinzenz-Pflegeheim bekommt neue Stühle und ein motorbetriebenes Sonnensegel für die Terrasse.
In den vergangenen fast zwölf Jahren sammelte der Verein rund 200 000 Euro für Krankenhaus und Pflegeheim. Ohne Gegenstimmen bestätigten die 13 anwesenden Mitglieder den Vorstand um Wilfried Ramsbott und Dr. Andreas Hollstein. cris

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Bericht Altenaer Kreisblatt vom 19.03.2010

Neue Telemetrie im Altenaer Krankenhaus

ALTENA • Nach den Turbulenzen, die das St. Vinzenz Krankenhaus im vergangenen Jahr erlebte, soll nun wieder alles in geregelten Bahnen verlaufen. Die Mitglieder des Vereins Freunde und Förderer des St. Vinzenz Krankenhause und des St. Vinzenz-Pflegeheimes Altena blickten auf ihrer Mitgleiderversammlung am Donnerstagabend positiv in die Zukunft.

W. Ramsbott

Nachdem 2009 lediglich eine Sprecheranlage für die Vorträge in der Burg Holtzbrinck angeschafft wurde, soll 2010 wieder kräftig investiert werden. „Unsere Aufgabe ist es der Einrichtung zu helfen und sie zu unterstützen“, erklärte Wilfried Ramsbott, Vorsitzender des Vereins. 12 000 Euro sollen dem Pflegeheim zu Gute kommen.

„Die Bestuhlung ist größtenteils defekt und wenig komfortabel. Diese werden wir erneuern“, berichtete Ramsbott weiter. Außerdem soll ein neues Sonnensegel angeschafft werden, dass es den Bewohnern auch bei starken Sonneneinstrahlungen ermöglichen soll draußen zu sitzen.

24 000 Euro sind für das Krankenhaus eingeplant. „Wir wollen den Ausbau des Intensivbereichs fördern und einen neuen Krankenstuhl anschaffen“, erklärte er. Konkret soll eine Telemetrie für zwei Patienten angeschafft werden. Telemetrie ist für Patienten gedacht, die zwar nicht mehr auf der Intensivstation untergebracht werden müssen, bei denen aber Herz und Atmung weiter kontrolliert werden müssen. Es handelt sich dabei um eine mobile Sendeanlage, die eine Intensivbetreuung ermöglicht, bei der der Patient aber auf einem normalen Zimmer liegen kann.

Der Vorsitzende des Vereins:
Wilfried Ramsbott

„Für den Patienten bedeutet das eine enorme Steigerung des Komforts“, erklärte Chefarzt Jens Linderhaus. Zudem sei eine gewisse Sicherheit durch die weitere Kontrolle gewährleistet. „Das System würde unser Spektrum entscheidend erweitern“, berichtete Linderhaus.

Ebenfalls auf der Tagesordnung standen Vorstandswahlen. Der alte Vorstand wurde komplett wiedergewählt und setzt sich weiterhin wie folgt zusammen: Wilfried Ramsbott als erster Vorsitzender, Dr. Andreas Hollstein, stellvertretender Vorsitzender, Joachim Broer, Schatzmeister, und Ingeborg und Gerald Becker als Beisitzer.

Derzeit zählt der Verein 150 Mitglieder. „Die Zahl ist seit Jahren konstant, wir brauchen aber mehr“, appellierte der Vorsitzende. In den zwölf Jahren der Vereinsgeschichte stellte der Verein bisher 200 000 Euro für das Krankenhaus und das Pflegeheim bereit. Ebenfalls gesucht werden Grünedamen oder -herren die montags bis freitags ehrenamtlich im Krankenhaus helfen. • lm

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Bericht Westfälische Rundschau vom 26.02.2010

Die Pläne zur Restrukturierung des Krankenhauses sind noch nicht entscheidungsreif - Bieding weiter im Handelsregister
Intensiv- Einheit ist umgezogen
Christof Hüls
Altena. Die Intensivstation des St. Vinzenz-Krankenhauses ist hausintern umgezogen Der große Umbau des defizitären Hauses stockt im Moment.
Am Montag wurden zwei Patienten in die neue Intensiv-Einheit im dritten Obergeschoss. verlegt. Offiziell darf die Station nur noch „Intermediate Care" heißen. Pflegedienstleiterin Ulrike Eller beteuert: „Die Patienten werden hier genauso gut betreut wie an der alten Stelle." Allerdings vermisste das Kreis-Gesundheitsamt eine (Besucher-Schleuse). Die spiele in der Praxis gar keine Rolle mehr, meint Gruppenleiterin Schwester Andrea Deitmerg. Für das Patientenaufkommen sei die jetzige Größe von vier
Intensiv-Plätzen ausreichend. Offiziell steht ein Dauer-Beatmungsplatz zur Verfügung.
Suche nach neuem Gynäkologen fürs MVZ
Aber Patienten, die tagelang künstlich beatmet werden müssen, würden generell in Spezialkliniken verlegt, sagt Ulrike Eller. Ansonsten entspreche die Technik samt  Überwachungsmonitoren genau dem alten Stand. 13 Mitarbeiter/ innen gehören zu der Intensiv-Einheit.
Weitere strukturelle Änderungen verzögern sich. Nach der konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrates hieß es, im Februar könnten Entscheidungen fallen. Wie berichtet, stürzen die neuen Fallpauschalen das bisher gesunde Krankenhaus in diesem Jahr in tiefrote Zahlen. „Es sind noch ein paar Dinge abzuklären", meint dazu der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Pfarrer Ulrich Schmalenbach. Geschäftsführerin Bettina Schmidt hofft, bis zum Sommer Entscheidungen bekannt geben zu können. „Es muss ja alles gut durchdacht sein."
Die Geschäftsführerin führt im Moment Bewerbungsgespräche mit Gynäkologen über die offene Stelle im Gesundheitszentrum. Das dem Krankenhaus angegliederte Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) steht seit Wochen ohne feste Gynäkologin da, weil Michaela Adomakoh-Lang weg ist. Ein Kollege, der als Ruheständler bisher schon Urlaubsvertretungen wahrgenommen hatte, gleicht die Vakanz vorübergehend aus.
Das MVZ verfügt über die Kassensitze der einst selbstständigen, niedergelassenen Mediziner Dr. Strauß und Adomakoh-Lang. Die Stellen-Besetzung muss von der Kassenärztlichen Vereinigung genehmigt werden. Dessen Pressereferent Christopher Schneider bestätigt, dass ein entsprechender Antrag vorliege. Allerdings könne der Zulassungsausschuss nicht entscheiden, weil Unterlagen fehlen. Die Genehmigung ist aus seiner Sicht Formsache.
Dass das Handelsregister weiter Bettina Bieding als Geschäftsführerin ausweist, überrascht den Aufsichtsratsvorsitzenden Schmalenbach: „Das kann nicht sein." Bettina Schmidt, die defakto auch die Geschäfte des Gesundheitszentrums führt, verweist auf die Gesellschafter-Situation: Als Inhaber der Gesundheitszentrum Altena GmbH wurde vor zwei Jahren ein niedergelassener Radiologe aus Wuppertal benannt. Das Krankenhaus lief damals noch nicht als GmbH und konnte deshalb nicht Gesellschafter einer anderen GmbH werden.
Allerdings steht Barbara Bieding rund fünf Monate nach ihrem Rausschmiss als Geschäftsführerin der
St. Vinzenz GmbH im Handelsregister. Lediglich Michael Kaufmann wurde im September auf eigenen Antrag gelöscht.
Der Vertrag mit Bieding laufe offiziell bis Juni, erklärt Nachfolgerin Schmidt. Bieding war aufgrund Meinungsverschiedenheiten im vergangenen September freigestellt worden. Die Kündigung folgte später. Seitdem führen Bieding und Kaufmann nur noch die Geschäfte im Krankenhaus Plettenberg. Die Kooperation besteht zwar fort; zwischen den Aufsichtsräten herrscht allerdings Funkstille.

Kleiner, aber feiner: die neue Intensiv-Einheit im dritten 0bergeschoss des St.-Vinzenz-Krankenhauses wurde mit warmen Farbe „wohnlicher" eingerichtet. Sogar einen Fernseher gibt es. Schwester Andrea Deitmerg leitet die Gruppe.
   
WR-Foto: Rudi Rust

INFO
Bettenabbau auf künftig 80 Plätze

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Bericht Westfälische Rundschau vom 27.01.2010

Für Umzug in den neuangelegten Trockenbau im zweiten Obergeschoss sind zwei Tage einkalkuliert – Patienten bekommen mobile Geräte in dieser Zeit
Intensivstation kann im Februar umziehen
Altena. „Kein Grund zur Panik", versichert Thomas Roberg. Medizintechniker im St.- Vinzenz-Krankenhaus im Hinblick auf den bevorstehenden Umzug der Intensivstation. Mobile Apparate werden Mitte Februar zum Einsatz kommen, wenn die alte Intensivstation auf die neue umzieht. Die geplante Bettenreduzierung von sechs auf vier ist bereits vollzogen worden, erklärt Pflegedienstleiterin Ulrike Eller, die mit dem aktuellen Stand der Dinge voll zufrieden ist: Zeitmäßig liege man voll im Plan mit dem Umbau für die verkleinerte Intensivstation. Der Umzug von Betten und sämtlichem medizinischem Gerät wird innerhalb von zwei Tagen stattfinden können, hat Thomas Roberg kalkuliert. Rechnen muss auch die Geschäftsführung: Nur 70 Prozent der Umbaukosten für den Trockenbau der neuen Station werden aus Mitteln des Konjunkturpakets gezahlt. rr

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Bericht Altenaer Kreisblatt vom 26.01.2010

Es zahlt der Staat
St. Vinzenz: Verlegung der Intensivstation macht Fortschritte
ALTENA • Vergangene Woche erst angefangen, jetzt schon gute Fortschritte sichtbar: Die moderne Bauweise des St. Vinzenz-Krankenhauses sorgt dafür, dass der Bau der neuen Intensivstation zügig vonstatten geht. In drei Wochen soll schon der Umzug erfolgen. Ulrike Eller, die Pflegedienstleiterin des Hauses, reagierte gestern auf vereinzelte Kritik an der Maßnahme: Die bisherige Intensivstation sei überdimensioniert gewesen - als sie geplant wurde, hatte das Haus noch l80 Betten, jetzt sind es nur noch um die 100. Dafür reichen nach Angaben Ellers vier Intensivbetten aus. Der Umbau belastet das Haus übrigens finanziell nicht: Neben Kommunen haben auch Krankenhäuser Mittel aus dem Konjunkturpaket ll erhalten, in Altena wurden sie größtenteils für die Verlagerung der Intensivstation eingesetzt.
Neue Intensivstation macht Fortschritte
Das Krankenhaus ist in weiten Teilen eine Stahlbetongerüst-Konstruktion - das kommt den Handwerkern jetzt, beim Bau der neuen Intensivstation, zugute. "Das ist in erster Linie einfacher Trockenbau", berichtet Dirk Mertens, der Leiter der Haustechnik. Dementsprechend weit gediehen sind die Arbeiten, Mitte Februar soll alles fertig sein. Der Umzug der Intensivpatienten zur Station 3a ist dann die letzte, große Herausforderung - aber auch die ist zu meistern: "Wir müssen ja auch sonst unsere Intensivpatienten durchs Haus bewegen", beruhigt Pflegedienstleiterin Ulrike Eller ängstliche Gemüter. Dafür gibt es mobile Überwachungsmonitore, an die die Patienten angeschlossen werden, bis die Technik umgerüstet ist. Sie wird fast vollständig von der derzeitigen Intensivstation übernommen, muss also mit umziehen. Eller weiß, dass es viele besorgte und auch kritische Meinungen gibt zum Umbau auf der internistischen Station. Sie bemüht sich, den Menschen die Ängste zu nehmen - die vier Betten, die es demnächst "regulär" auf der Intensivstation gegeben wird (ein fünftes ist bei Bedarf möglich) reichen aus, meint sie und kann das damit belegen, dass die Bettenzahl im Dezember schon in der jetzigen Intensivstation auf vier reduziert wurde - "und zwar ohne Probleme". Sie erinnert daran, dass das St. Vinzenz-Krankenhaus einst rund 180 Betten gehabt habe - jetzt seien es noch 100, dafür reichen vier Intensivbetten nach ihrer Überzeugung aus. "Die Intensivstation war so, wie sie bisher war, überdimensioniert", sagt die Fachfrau.
Begründet wird der Umbau mit Kostengründen - Eller: "Wir müssen sparen, das weiß jeder". Und es sei aus zwei Gründen nicht paradox, für Sparen zunächst einmal Geld zu investieren: Zum einen ermögliche die enge Anbindung der Intensivstation an eine der regulären, internistischen Stationen einen effizienteren Personaleinsatz - Eller rechnet mit jährlichen Einsparungen im sechsstelligen Bereich. Zum anderen bekamen nicht nur Kommunen, sondern auch Krankenhäuser Mittel aus dem Konjunkturpaket II - damit habe man den Umbau praktisch komplett finanzieren können, sagte Mertens gestern.
Dass die Intensivstation demnächst nicht mehr direkt neben den OPs liegt, hält Eller nicht für problematisch: Die meisten Intensivpatienten hätten mit Operationen gar nichts zu tun, sondern seien internistische Notfälle. Oft gehe der Weg vom Rettungswagen Nonstop auf die Intensivstation - "und dafür mussten wir diese Patienten bisher auch schon mit dem Aufzug bewegen". • ben.-

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Bericht Altenaer Kreisblatt vom 20.01.2010

Baubeginn im St. Vinzenz
lntensivstation wandert mehrere Stockwerke nach oben
ALTENA • Seit Montag ist es im Krankenhaus gelegentlich ein wenig lauter als sonst. Grund: Die Bauarbeiten für die Verlegung der Intensivstation haben begonnen. Sie wandert vom Untergeschoss (wo sie zurzeit noch direkt neben dem OP-Bereich angesiedelt ist) sozusagen unters Dach und wird dort in die von der internistischen Abteilung genutzte Station 3a integriert.
Sinn des Ganzen ist es, die Station 2a leer zu ziehen. Sie wird bisher als Tagesklinik betrieben - dort werden beispielsweise jene Patienten betreut, die von einem der Belegärzte ambulant operiert worden sind und in den Stunden danach noch Ruhe brauchen. Die dafür erforderlichen Betten werden zukünftig im Bereich der jetzigen Intensivstation stehen.
Offen ist, ob und wie die Station 2a zukünftig genutzt werden wird. Das zu entscheiden, sei Sache des Aufsichtsrates - so Bettina Schmidt, die neue Geschäftsführerin des Hauses. Dieses Gremium werde aber „frühestens" am Monatsende tagen, teilte dessen Vorsitzender Pfarrer Ulrich Schmalenbach gestern auf Anfrage mit.  • ben.-

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Bericht Altenaer Kreisblatt vom 18.01.2010

Loblieder und Erwartungen
Offizielle Begrüßung von Chefarzt Jens Linderhaus.
„Er passt aufs beste zu uns". Gräben überwinden

ALTENA • Vor 152 Tagen trat er seinen Dienst im Altenaer St.Vinzenz-Krankenhaus an, am Freitag wurde der neue Chefarzt offiziell eingeführt. „Als ich hier in Altena begann, war ich seit langem wieder einmal verdutzt. Meinen Start hätte ich mir sicherlich anders vorgestellt, aber nun muss unser Blick nach vorn gehen", erklärte Linderhaus. Alle waren sie zu dem festlichen Ereignis im Pfarrsaal gekommen: Mitarbeiter des Krankenhauses, der katholischen Kirchengemeinde St. Matthäus, Arzte, Vertreter der Politik und natürlich die Familie. In den 152 Tagen hat er sich bereits einen Namen gemacht, daher gab es bereits zahlreiche Lobreden auf den neuen Chefarzt.
Die Festlichkeiten, begannen mit einem Gottesdienst. „Lass ihn seinen Optimismus behalten und seine Schaffenskraft richtig und erfolgreich einsetzten", beteten die Anwesenden. Optimismus war wohl eines der häufigsten Wünsche an den Chefarzt. Denn die Zeiten sind nicht leicht. Die Turbulenzen im vergangenen Jahr sind allen in guter Erinnerung: „2009 hätte keinen würdigen Rahmen für die Einführung geboten, so kommt es, dass wir erst 152 Tage nach Dienstbeginn hier zusammen kommen", erklärte Bettina Schmidt, Geschäftsführerin der St.-Vinzenz-Altena GmbH. Aber der späte Einführungstermin hat auch einen Vorteil: „Ich kann bereits ein kleines Resümee ziehen: Jens Linderhaus passt aufs Beste zu uns", freute sich die Geschäftsführerin weiter. So führe er sein Team souverän in Zeiten des Umbruchs, sei offen für Neues, interessiert und äußerst kreativ. „Sie bieten alles, die Pflicht, die Kür und sogar das Kurzprogramm", freute sich Schmidt. Auch der Aufsichtsratvorsitzende Ulrich Schmalenbach zeigte sich begeistert von dem neuen Mann. „Er ist ein Altenaer Junge und versteht die Dinge, die die Menschen hier bewegen", freute sich der Pfarrer. Viele Gräben gelte es derzeit zu überwinden. So sei Brückenbauen eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Chefarztes.
In Jens Linderhaus hat auch der Ärztliche Direktor Dr. Hans-Hellmut Baumeister einen guten Kollegen gefunden. Er lobte die Zusammenarbeit: „In der kurzen Zeit des gemeinsamen Weges habe ich eine Zusammenarbeit erlebt, wie ich sie mir stets gewünscht habe." So sei das Motto nun: Miteinander statt gegeneinander, zum Wohle der Patienten. Schwierigkeiten werde es immer geben. So müsse man die Bereitschaft haben, sich stets selbst zu hinterfragen.
Trotz aller Tiefen, die das Krankenhaus zurzeit erlebt, blickt Dr. Baumeister und Kollegen positiv in die Zukunft: „Wenn die anderen glauben, man sei am Ende, dann fangen wir erst richtig an", sagte Baumeister.
Ruhigere Fahrwasser wünschte Wolfgang Simon, stellvertretender Bürgermeister der Stadt, dem neuen Aushängeschild des Krankenhauses. „Wir sind stolz auf unsere Chefärzte", erklärte er weiter.
Jens Linderhaus zeigte sich optimistisch. „Das St. Vinzenz wird noch viele Jahre unser Krankenhaus bleiben", erklärte er bei seiner Rede zum Abschluss. Hinter ihm stehe ein engagiertes Team, das sein Bestes gäbe zum Erhalt des Hauses. Einst habe sein Vorgänger Dr. Rüdiger Balbach ihm den Krankenhaus-Schlüssel hingehalten und gesagt, dass er sich den Weg zu den Herzen erarbeiten müsse. „Den Schlüssel habe ich jetzt und ich werde mich bemühen, mich dessen würdig zu erweisen", versprach Linderhaus. • lm

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Bericht Westfälische Rundschau vom 16.01.2010

Vinzenz-Krankenhaus
Vinzenz-Krankenhaus : Lobesreden auf den neuen Chefarzt der Inneren
Altena, 15.01.2010, Christof Hüls
Altena. Vermutlich selten konnte ein Arbeitgeber schon so viel Gutes über einen „neuen” Mann sagen: St.-Matthäus-Gemeinde und St.-Vinzenz-Krankenhaus begrüßten heute (Freitag-)Abend den neuen Chefarzt Jens Linderhaus offiziell – 152 Tage nach seinem tatsächlichen Dienstbeginn.

Mit Gottesdienst und Sektempfang wurde der neue Leiter der Inneren Abteilung des Vinzenz, Jens Linderhaus (Mitte), offiziell eingeführt . Der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Dr. Baumeister, überreichte Ehefrau Anna Linderhaus Blumen . RND Foto: WR

Dr. Hans-Hellmut Baumeister, Chefchirurg und Ärztlicher Direktor des Krankenhauses, lobte: „Ich habe eine Zusammenarbeit erlebt, wie wir sie uns seit Jahren gewünscht hätten.”
Pfarrer Ulrich Schmalenbach, Vorsitzender des Aufsichtsrates, stellte den Optimismus und die Freundlichkeit des neuen Chefarztes als „wichtige Beigaben” zur fachlichen Kompetenz heraus. Und auch Geschäftsführerin Bettina Schmidt hat Jens Linderhaus als „unbeeindruckt von den immer noch sich ändernden Rahmenbedingungen, absolut engagiert und guten Mutes, souverän und kompetent” erlebt. Das turbulente Jahr 2009, als Linderhaus den Posten von Dr. Rüdiger Balbach übernahm, hätte sicher nicht den richtigen Rahmen gegeben, meinte Bettina Schmidt.
80 Gägste waren gestern nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche zum Sektempfang ins Pfarrheim gekommen, darunter viele Mitarbeiter des Hauses und Ärzte aus dem Lennetz. Im Namen von Rat und Verwaltung überbrachte der Stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Simon Wünsche und Grüße. „Wir sind stolz auf unsere Chefärzte”, versicherte Simon
Jens Linderhaus räumte ein, dass die Ereignisse im Herbst „wie ein ICE” über ihn hinweg gerollt seien. Aber: „Wer die Atmosphäre erlebt hat und den Einsatz eines jeden Einzelnen, der weiß, dass das St.-Vinzenz-Krankenhaus noch viele, viele Jahre unser Krankenhaus sein wird.” cris

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