Krankenhaus

Chronik

1868: Pfarrer Josef Cramer gründet eine Niederlassung von "Franziskanerinnen" aus dem Kloster Salzkotten zur häuslichen Krankenpflege und Erteilung von Handarbeitsunterricht.

1878: Pfarrer Cramer erwirbt ein Grundstück im südlichen Stadtteil, und lässt durch die Firma Berkenhoff ein Haus darauf bauen, das später (nach der Kulturkampfzeit) als Krankenhaus genutzt werden soll. Finanzielle Hilfe findet er in seiner Schwester Elisabeth, die u.a. ihr Vermögen dem Krankenhaus vererbt. Sie sichert dadurch die Existenz des 1. Baues.

1881: Das Krankenhaus wird in Betrieb genommen, noch bevor von der Regierung die Erlaubnis dazu eingegangen war.

1882: Am 3. Januar erteilt die Regierung die Erlaubnis, am 1. Juni findet die offizielle Eröffnung statt. Die ärztliche Behandlung übernimmt der Sanitätsrat Dr. med. Ries.

1883: Im Juli lösen die Franziskanerinnen "ihr Verhältnis zu dem Hause".

1884: Am 9. Januar beginnen die "Vinzentinerinnen" ihre Tätigkeit. Seither heißt das Krankenhaus "St. Vinzenz-Hospital".

1888: Wegen Überbelegung wird ein Erweiterungsbau notwendig.

1901: Ein zweiter Erweiterungsbau wird erstellt, so dass nunmehr 45 Betten für Kranke zur Verfügung stehen.

1903: Am 3. Dezember schenkt Pfarrer Cramer durch Testament das Krankenhaus der Kath. Kirchengemeinde St. Matthäus Altena.

1908: Dr. med. Hammerschmidt wird leitender Arzt des Krankenhauses.

1924: Erste Planungen zur Errichtung eines neuen Krankenhauses wegen steigender Patientenzahl.

1926: Am 20. Mai beschließt die "Krankenhauskommission" die Errichtung des neuen Hauses gemäß den Plänen des Dombaumeisters Kurt Matern, Paderborn. Am 28. September erfolgt die Grundsteinlegung zum neuen St. Vinzenz-Hospital.

1927: Im Herbst wird das neue Haus eröffnet. Es verfügt nun über 74 Betten und ist mit allen modernen Einrichtungen versehen, die von einer neuen Anstalt gefordert werden. Die ärztliche Tätigkeit wird von vier Ärzten (Innere Medizin, Chirurgie und Frauenheilkunde, Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde) ausgeübt. 12 Ordensschwestern betreuen die Patienten   St. Krankenhaus 1927

1935: Meinolf Schmidt, seit dem 1. Adventssonntag neuer Pfarrer der St. Matthäus-Gemeinde, bangt und kämpft um die Erhaltung des Krankenhauses. Es gelingt ihm, die staatliche Überwachung in zähen Verhandlungen zu verhindern und das Krankenhaus der Kirchengemeinde zu erhalten.

1945: Im April rücken die Amerikaner in Altena ein. Pfarrer Schmidt verhindert an der Steinernen Brücke durch Verhandlungen mit den amerikanischen Offizieren die Beschießung der Stadt. Das St. Vinzenz-Krankenhaus wird nicht beschädigt und kann in vollem Umfang weiter arbeiten.

1958: Im Dezember wird Dr. med. Heinrich Kickstein Chefarzt im Krankenhaus.

1960: Es wird erkennbar, dass das St. Vinzenz-Krankenhaus von 1926/27 modernen medizinischen Ansprüchen nicht mehr entspricht. Daraus ergibt sich eine zwingende Neubauplanung mit dem Ziel, ein Schwesternwohnheim, ein Krankenhaus und ein Altenheim zu bauen.

1964: Der bisherige Religionslehrer in Bochum Wilhelm Bolte wird am 13. Mai zum neuen Pfarrer der Gemeinde ernannt und am 4. Oktober in sein Amt eingeführt. Er beginnt sofort, die Errichtung des Schwesternwohnheimes voranzutreiben.

1967: Am 27. Mai wird das neue Domizil für die Ordensfrauen feierlich eröffnet. Das Land NRW beschließt, in Altena nur noch ein Krankenhaus zuzulassen. Träger dieses Hauses soll die Kath. Kirchengemeinde sein. Entsprechende Bauplanungen können aber wegen der wirtschaftlichen Rezession 1966/67 nicht ausgeführt werden.

1979: Am 1. Februar übernimmt die Kirchengemeinde nach schwierigen Verhandlungen mit dem Märkischen Kreis die Trägerschaft das Kreiskrankenhauses (ehemals Städt. Krankenhaus) Altena.Am 1. April wird das ehemalige Kreiskrankenhaus als Haus II des Vinzenz-Krankenhauses mit 102 Betten offiziell in Betrieb genommen, nachdem dieses zuvor gründlich renoviert wurde und Dr. Rüdiger Balbach wird Chefarzt der Inneren Medizin. Die Neubauplanung wird trotz des Planungsstops durch die Landesregierung vorangetrieben. Eine Genehmigung zur Fortführung der Planung kann erreicht werden.

1980: Wenige Tage vor dem Weihnachtsfest erhält der Träger den Bewilligungsbescheid für den Neubau des St. Vinzenz-Krankenhauses.

1981:Am 13. Juni erfolgt der erste Spatenstich für den Krankenhausneubau unter großer Anteilnahme der Bevölkerung. Alle Patienten werden in das Haus „Vinzenz II“ verlegt. Während der fünfjährigen Bauzeit wird hier in unvorstellbarer Enge der Krankenhaus-Betrieb aufrechterhalten.   Krankenzimmer im alten Haus

1982: Die „Grünen Damen“ nehmen am 2. Januar als Ehrenamtliche Krankenhaushilfe ihren Dienst im Krankenhaus auf.

1984: Am 9. Januar sind die „Vinzentinerinnen“ 100 Jahre in Altena tätig. Am 1. März kann das Richtfest des Neubaus gefeiert werden.

1985:Am 1. April wird Dr. Thurau Chefarzt der Chirurgie

1986: Am 24. Mai wird das neue St. Vinzenz-Krankenhaus der Öffentlichkeit übergeben. 187 Betten stehen hier den Fachabteilungen für Chirurgie, Innere Medizin, Gynäkologie & Geburtshilfe sowie Hals-Nasen-Ohren zur Verfügung.

1990: Ab 1. Juli ist Dr. Hans-Hellmut Baumeister neuer Chefarzt der Chirurgie. Mit ihm als Spezialist für Wiederherstellung von knöchernen Verletzungen ziehen Video und Computer in den OP ein. Ab 1. Oktober wird im St. Vinzenzkrankenhaus erstmalig die Ausbildung zur Krankenschwester bzw. zum Krankenpfleger in Kooperation mit dem St. Marienhospital in Schwerte angeboten.1994: Am 17. Januar beginnen Ordensfrauen der Franciscan Clarist Congregation von Bhopal (Indien) ihren Dienst im St. Vinzenz-Krankenhaus. Ab 1. Juli stellt das St. Vinzenz-Krankenhaus den Notarzt für die Stadt Altena.

1996: Am 1. Januar beginnt das St. Vinzenz-Krankenhaus eine Klinik-Kooperation mit den „Kliniken St. Antonius“ in Wuppertal und bekommt einen Geschäftsführer. Im Rahmen der Gesundheitsreform werden im September 35 Betten abgebaut. Der Umbau einer Station zur Pflegestation wird geplant.

1997: Im April wird der von Grund auf neu gestaltete und mit modernster Technik ausgestattete Kreißsaal der Öffentlichkeit vorgestellt.

1998: Am 18. Februar wird der Förderverein „Freunde und Förderer des St. Vinzenz-Krankenhauses“ gegründet. Mit dem Umbau von acht Patientenzimmern zu Komfortzimmern für Wahlleistungspatienten kommt das St. Vinzenz-Krankenhaus den immer höher werdenden Ansprüchen der Patienten nach. Die Planungen zur Errichtung eines Pflegeheimes innerhalb des St. Vinzenz-Krankenhauses nehmen langsam Formen an.

1999: Am 4. Januar beziehen die ersten Bewohner das neue St. Vinzenz-Pflegeheim in dem insgesamt 31 Plätze zur Verfügung stehen. Am 30. November wird die Oberin als Pflegedienstleitung verabschiedet. So endet eine 115 Jahre andauernde Ära für das St. Vinzenz-Krankenhaus. Der Pflegedienst wird nun nicht mehr von einer Vinzentinerin geleitet.

2000: Ab Oktober wird die ambulante „Minimalinvasive Gynäkologie“ im St. Vinzenz-Krankenhaus angeboten. Am 20. Oktober stellt der Geschäftsführer ein neues zukunftweisendes, im ganzen Kreis beispielhaftes 8,3-Millionen-DM-Projekt vor. Das St. Vinzenz-Krankenhaus wird ein Ärztehaus mit acht Altenwohnungen und dreigeschossigem Parkhaus errichten.

2001: Ab Januar beschäftigt das St. Vinzenz-Krankenhaus als eines der ersten Krankenhäuser im Märkischen Kreis eine „Pflege Überleitungskraft“ – eine Art Notfall-Manager für Patienten, die nach dem Krankenhausaufenthalt zu Hause nicht mehr alleine zurechtkommen. Am 1. Februar wird die Belegabteilung für Geburtshilfe geschlossen, weil keine gynäkologischen Belegärzte für eine Tätigkeit im Krankenhaus zur Verfügung stehen. Am 19. Juli erfolgt der erste Spatenstich für das neue Ärztehaus und am 18. September findet die feierliche Grundsteinlegung für das Ärztehaus statt. Eine Kupferhülse mit Urkunde, vergoldeten D-Mark-Münzen und den in Altena erscheinenden Tageszeitungen wird mit eingemauert.

2002:Am 27. Mai wird das Richtfest am Ärztehaus gefeiert. Im Dezember wird auf Grund der Gesundheitsreform eine weitere Station geschlossen, die zukunftsorientiert zu einer Pflegeeinheit umgebaut werden soll und eine Station wird zur Kurzliegerstation umstrukturiert.

2003: Am 10. Oktober wird das „Ärztehaus“ als Wohn- und Gesundheitszentrum eingeweiht. Dieser Anbau des St. Vinzenz-Krankenhauses gilt als Meilenstein der gesundheitlichen Entwicklung da mit diesem Projekt die besten Voraussetzungen für eine sinnvolle Verzahnung von Ambulanz und stationärer Behandlung geschaffen wurde.

2004: Am 9. Januar feiern die Ordensschwestern im St. Vinzenz-Krankenhaus Jubiläum. Vor 120 Jahren kamen die ersten Vinzentinerinnen hier her um kranken Menschen zu helfen. Das St. Vinzenz-Pflegeheim wird um 12 Plätze erweitert. Durch den Umbau einer weiteren Station entsteht den Bewohnern ab September mehr Komfort auf einer ganzen Etage.

2005: Das St. Vinzenz-Krankenhaus kooperiert in der Anästhesie mit dem St. Elisabeth Hospital in Iserlohn. Am 4. August wird die größte Solaranlage NRW`s, die auf dem Dach des St. Vinzenz-Krankenhauses installiert wurde, per Mausklick gestartet. Sie soll für warmes Wasser sorgen und Energiekosten sparen.

2006: Die Niederlassung der Vinzentinerinnen wird aufgelöst. Am 19. April werden Oberin Sr. M. Agnes Schneider und Sr. M. Daniela Dickel als letzte Ordensschwestern des Konvents feierlich verabschiedet. Im Mai ist das " neue St. Vinzenz-Krankenhaus" 20 Jahre alt.

2007: Am 1. Februar wird das Gesundheitszentrum Altena mit den Bereichen Chirurgie und Gynäkologie gegründet. Eine Etage im Schwesternwohnheim wird zu einer Wohnung für Menschen mit Demenz umgebaut. Im September ziehen die ersten Bewohner ein.

2008: Am 1. Januar wird das St. Vinzenz-Krankenhaus in die Rechtsform mit beschränkter Haftung überführt - die St. Vinzenz Altena GmbH.

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